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Century Casinos verkauft Rennbahnen in Alberta für 16,4 Millionen Dollar

28. September 20266 Min.von Lisa Lustich
Redaktionell geprüft von Lisa LustichLetzte Prüfung:
Century Casinos verkauft Rennbahnen in Alberta für 16,4 Millionen DollarKI-GENERIERT

Century Casinos trennt sich von seinen kanadischen Rennbahnen Century Mile und Century Downs für rund 16,4 Millionen Dollar, um Schulden abzubauen.

Paukenschlag auf dem kanadischen Glücksspielmarkt. Century Casinos hat offiziell bekannt gegeben, dass es eine endgültige Vereinbarung zum Verkauf der Rennbahn- und Casinobetriebe von Century Mile in Edmonton und Century Downs in Calgary unterzeichnet hat. Der Käufer ist die Highfield Investment Group, die für das Paket einen Kaufpreis von rund 16,4 Millionen US-Dollar auf den Tisch legt. Umgerechnet entspricht das etwa 23,2 Millionen Kanadischen Dollar, basierend auf dem Wechselkurs vom 27. September 2026. Dieser Deal markiert einen Wendepunkt für das Unternehmen, das sich zunehmend aus bestimmten Segmenten in Alberta zurückzieht, um seine Position in den Vereinigten Staaten zu stärken.

Die Transaktion ist nicht nur ein einfacher Verkauf von Vermögenswerten, sondern eine komplexe Umschichtung von Verbindlichkeiten und Mietverträgen. Während Century Casinos 100 Prozent an Century Mile hält, sind es bei Century Downs lediglich 75 Prozent, da der Rest im Besitz von Partnern verbleibt. Besonders interessant ist die Rolle von VICI Properties. Die Immobilien unter den Rennbahnen gehören Tochtergesellschaften von VICI und sind im Rahmen eines Master-Lease-Vertrags an Century vermietet. Mit dem Abschluss des Verkaufs wird dieser Vertrag angepasst. Highfield tritt als neuer Mieter ein und übernimmt alle damit verbundenen Verpflichtungen. Das befreit Century Casinos von einer massiven finanziellen Last.

Zahlen und Fakten

Der Kaufpreis von 16,4 Millionen Dollar entspricht dem 6,1-fachen des bereinigten EBITDA des Geschäftsjahres 2025. Das ist eine marktübliche Bewertung für solche Betriebe im nordamerikanischen Raum. Ein entscheidender Vorteil für Century Casinos liegt in der Reduzierung der laufenden Kosten. Durch den Wegfall der beiden Standorte aus dem Master-Lease-Vertrag mit VICI sinkt die jährliche Miete des Unternehmens um stolze 7,5 Millionen Dollar (10,7 Millionen CAD). Dieses Geld soll direkt in den Abbau der Verschuldung fließen. Die Verantwortlichen erwarten, dass sich dadurch das Verhältnis von Nettoverschuldung zu operativem Ergebnis deutlich verbessert. Macquarie Capital beriet das Unternehmen bei dieser Transaktion finanziell, während Field Law die rechtliche Seite in Kanada abdeckte.

Hintergrund

Die Entscheidung zum Verkauf kommt nicht aus heiterem Himmel. Sie ist das Ergebnis einer laufenden strategischen Überprüfung des gesamten Portfolios. Century Casinos betreibt in den USA eine Vielzahl von Objekten, darunter das Nugget Casino Resort in Nevada und mehrere Standorte in Missouri, Colorado, West Virginia und Maryland. In Alberta bleiben dem Unternehmen nach diesem Deal noch das Century Casino & Hotel in Edmonton und das Casino in St. Albert. Auch international ist man aktiv, etwa mit sechs Casinos in Polen. Dennoch liegt der Fokus klar auf dem US-Markt, der als lukrativer und zukunftsträchtiger eingestuft wird.

„Als Teil unseres laufenden strategischen Überprüfungsprozesses ist der Verkauf der Racinos Century Mile und Century Downs ein wichtiger Schritt, um unsere Ressourcen auf unsere US-Immobilien zu konzentrieren, wo wir die stärksten Wachstumschancen sehen. Diese Transaktion verbessert unsere finanzielle Flexibilität und operative Effizienz, während wir uns auf unsere Kernanlagen in den USA konzentrieren.“ - Erwin Haitzmann und Peter Hötzinger, Co-Chief Executive Officers von Century Casinos

Der Abschluss des Geschäfts wird für das vierte Quartal 2026 oder das erste Quartal 2027 erwartet. Bis dahin müssen noch die üblichen behördlichen Genehmigungen eingeholt werden. Für die Region Alberta bedeutet dies einen Wechsel in der Betreiberstruktur traditionsreicher Rennbahnen, während sich die Century-Chefs darauf vorbereiten, die freiwerdenden Mittel in ihre Expansion südlich der Grenze zu stecken.

Was heißt das für deutsche Spieler?

Für Spieler in Deutschland hat dieser spezifische Verkauf in Kanada keine unmittelbaren Auswirkungen auf den Alltag im Online-Casino. Dennoch zeigt er einen globalen Trend: Große Glücksspielkonzerne konsolidieren ihre physischen Standorte, um liquider für den digitalen Markt und regulierte Kernmärkte zu sein. Wer in Deutschland legal spielen möchte, sollte sich ausschließlich an Anbieter halten, die auf der Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL) stehen. Diese garantieren die Einhaltung des Glücksspielstaatsvertrags 2021.

Das bedeutet konkret: Einzahlungslimits von maximal 1.000 Euro pro Monat über das LUGAS-System, ein Einsatzlimit von 1 Euro pro Spielrunde an Slots und eine klare Trennung von Sportwetten und Casinospielen. Während internationale Firmen wie Century Casinos ihr Portfolio in Nordamerika optimieren, bleibt für deutsche Nutzer die Sicherheit der GGL-Lizenz das wichtigste Kriterium. MGA- oder Curacao-Lizenzen bieten diesen Schutz nicht und werden in Deutschland als illegales Glücksspiel eingestuft. Deutsche Spieler profitieren indirekt von der globalen Stabilität großer Konzerne, müssen aber auf die nationale Regulierung achten.

Was das für GGL-Casinos heißt

Unternehmen, die auf dem deutschen Markt mit GGL-Lizenz agieren, beobachten solche Verkäufe genau. Sie verdeutlichen, wie wichtig finanzielle Effizienz ist, um die hohen Kosten der Regulierung in Deutschland zu stemmen. Die Einhaltung der strengen deutschen Regeln zum Spielerschutz erfordert hohe Investitionen in Technik und Personal. Wenn ein globaler Player wie Century Casinos Schulden abbaut, könnte dies theoretisch Kapazitäten für neue Markteintritte schaffen, auch wenn Century derzeit nicht auf der deutschen Whitelist steht. Der Fokus auf die USA zeigt jedoch, dass hochregulierte Märkte mit klaren Regeln, wie sie auch die GGL durchsetzt, für Investoren attraktiv bleiben, sofern die Rentabilität stimmt.

Häufige Fragen

Welche Rennbahnen verkauft Century Casinos in Kanada?

Century Casinos verkauft die Betriebe der Rennbahnen Century Mile in Edmonton und Century Downs in Calgary. Der Käufer dieser Anlagen ist die Highfield Investment Group.

Wie hoch ist der Verkaufspreis für die kanadischen Anlagen?

Der Verkaufspreis beläuft sich auf insgesamt 16,4 Millionen US-Dollar, was etwa 23,2 Millionen Kanadischen Dollar entspricht. Dieser Betrag basiert auf dem 6,1-fachen des EBITDA des Jahres 2025.

Warum trennt sich das Unternehmen von diesen Standorten?

Das Management möchte sich verstärkt auf das Wachstum im US-Markt konzentrieren und die operative Effizienz steigern. Zudem sollen die Verkaufserlöse zur Reduzierung der Unternehmensschulden verwendet werden.

Wann wird der Verkauf der Rennbahnen abgeschlossen sein?

Der Abschluss der Transaktion wird für das vierte Quartal 2026 oder das erste Quartal 2027 erwartet. Dies hängt von der Zustimmung der zuständigen Regulierungsbehörden ab.

Was müssen Spieler in Deutschland bei Online-Casinos beachten?

In Deutschland ist nur das Spielen bei Anbietern mit einer Lizenz der GGL erlaubt und sicher. Dies gewährleistet die Einhaltung von Limits wie dem 1.000-Euro-Einzahlungslimit und dem 1-Euro-Einsatzlimit pro Spin.

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Über die Autorin

Lisa Lustich

Lisa Lustich

Chefredakteurin & Casino-Testerin

Lisa Lustich testet seit 1997 deutschsprachige Online-Casinos und leitet die Redaktion von Lustich.de. Über 400 veröffentlichte Reviews, zertifizierte Spielerschutz-Beraterin (BZgA-Schulung 2019).

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Quellen & weiterführende Links

Glücksspiel kann süchtig machen. Spielen Sie verantwortungsbewusst. Hilfe und Beratung unter 0800 1 372 700 (BZgA, kostenlos & anonym).

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