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ComeOn Group stellt Führungsteam für den finnischen Marktstart neu auf

18. September 20266 Min.von Lisa Lustich
Redaktionell geprüft von Lisa LustichLetzte Prüfung:
ComeOn Group stellt Führungsteam für den finnischen Marktstart neu aufKI-GENERIERT

Die ComeOn Group beruft neue Führungskräfte für Produkt, IT und den finnischen Markt, wo im Juli 2027 über 50 Firmen den neuen Lizenzmarkt stürmen wollen.

Die ComeOn Group mit Hauptsitz auf Malta bereitet sich intensiv auf die nächste Wachstumsphase vor und hat dafür ihr Führungsteam an entscheidenden Stellen umgebaut. Der Glücksspielanbieter setzt dabei auf eine Mischung aus internen Beförderungen und namhaften Neuzugängen aus der Branche. Im Zentrum der strategischen Neuausrichtung steht insbesondere der finnische Markt, der vor einer historischen Transformation steht. Finnland plant den Abschied von seinem bisherigen Monopolmodell, das durch den staatlichen Anbieter Veikkaus gehalten wird, hin zu einem offenen Lizenzsystem für private Betreiber.

Zu den wichtigsten Personalien gehört Alex Woodhams, der als Chief Product Officer (CPO) in das Londoner Büro des Unternehmens eingetreten ist. Woodhams bringt eine fünfjährige Erfahrung als CPO bei der Spotlight Sports Group mit, zu der unter anderem die bekannte Marke Racing Post gehört. Zuvor war er für globale Größen wie Dell, O2 und Just Eat tätig, was seine Expertise in der Skalierung digitaler Produkte unterstreicht. Parallel dazu übernimmt Kristoffer Ottosson die Rolle des Director of IT Operations. Er kommt vom iGaming-IT-Dienstleister Internet Vikings, wo er vier Jahre lang als COO die technologischen Abläufe steuerte. Diese Personalien zeigen deutlich, dass ComeOn die technische Infrastruktur massiv stärken will, um den Anforderungen hochregulierter Märkte gerecht zu werden.

Zahlen und Fakten

Besonderes Augenmerk verdient die Ernennung von Sara Nunes zur General Managerin für Finnland. Sie verfügt über umfangreiche Erfahrungen aus Tätigkeiten bei der Kindred Group, Betsson und Rootz. Der Zeitpunkt dieser Personalie ist kein Zufall, da Finnland den Markt im Juli 2027 für den Wettbewerb öffnen wird. Es wird erwartet, dass ComeOn einer von über 50 Betreibern sein wird, die um eine der begehrten Lizenzen kämpfen. Die Relevanz des Marktes wird durch Daten des bisherigen Monopolisten Veikkaus unterstrichen: Im Jahr 2025 verzeichnete das Unternehmen 2,7 Millionen registrierte Kunden. Beeindruckend ist vor allem, dass bereits 61 Prozent des Bruttospielertrags (GGR) über digitale Kanäle erwirtschaftet wurden. Veikkaus zahlte zudem im Jahr 2025 rund 466 Millionen Euro an gesellschaftlich relevante Zwecke aus und führte 50.000 aktive Selbstausschlüsse durch, was die hohen Standards im Spielerschutz verdeutlicht.

„Wir bauen ComeOn für die nächste Wachstumsphase auf, und die richtige Führung und die entsprechenden Fähigkeiten in der gesamten Organisation sind ein grundlegender Teil davon. Alex, Sara und Kristoffer bringen tiefgreifende Expertise in drei Bereichen ein, die für unsere Strategie immer wichtiger werden - Produkt, lokale Marktführung und Technologie.“ - Jürgen Reutter, Chief Executive Officer der ComeOn Group

Hintergrund

Neben den Neuzugängen wurde Sherwin Jarvand vom Chief Growth Officer zum Chief Operating Officer (COO) befördert. Laut CEO Jürgen Reutter soll Jarvand nun ein breiteres Mandat über alle kundenorientierten Abläufe hinweg erhalten. ComeOn ist kein Neuling im skandinavischen Raum. Mit der Marke Snabbare ist das Unternehmen bereits in Schweden aktiv und führt zudem Casinostün in Dänemark. Die Expansion nach Finnland ist somit eine logische Fortführung der regionalen Strategie. Finnland gilt als einer der attraktivsten Märkte in Europa, allerdings warnen Branchenexperten davor, das Land einfach als Kopie der Nachbarstaaten zu betrachten. Die Anforderungen an KYC-Prozesse, lokalisierte Spielerschutz-Tools und die Berichterstattung werden voraussichtlich sehr streng ausfallen, ähnlich wie es bereits in Schweden oder Deutschland der Fall ist.

Was heißt das für deutsche Spieler?

Für deutsche Spieler sind solche internationalen Marktbewegungen ein Indikator für die zunehmende Stabilität und Professionalisierung der Branche. Da die ComeOn Group bereits in anderen regulierten EU-Märkten wie Dänemark und Schweden tätig ist, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass solche Betreiber auch in Deutschland langfristig auf die Einhaltung höchster Standards setzen. In Deutschland ist der Glücksspielstaatsvertrag 2021 (GlüStV 2021) das maßgebliche Regelwerk. Deutsche Kunden sollten darauf achten, ausschließlich bei Anbietern zu spielen, die auf der sogenannten Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL) stehen. Diese Anbieter garantieren strikte Limits, wie das monatliche Einzahlungslimit von 1.000 Euro und das Einsatzlimit von 1 Euro pro Spin an virtuellen Automaten.

Zudem sind deutsche Lizenzen an das zentrale Sperrsystem LUGAS und die Sperrdatei OASIS angebunden. Wenn große Player wie ComeOn ihr Team für regulierte Märkte wie Finnland aufrüsten, zeigt dies, dass der Fokus weg von unregulierten Angeboten (wie man sie oft bei MGA- oder Curacao-Lizenzen findet) hin zu sicherem, lokal lizenziertem Glücksspiel geht. Die Erfahrung, die Sara Nunes und ihr Team in Finnland sammeln, könnte indirekt auch die Servicequalität und den Spielerschutz für deutsche Kunden verbessern, da technologische Standards oft plattformübergreifend implementiert werden.

Was das für GGL-Casinos heißt

Deutsche Casinos mit GGL-Lizenz stehen in einem ständigen Wettbewerb um technologische Talente und innovative Plattformlösungen. Wenn Unternehmen wie ComeOn Experten von IT-Dienstleistern wie Internet Vikings abwerben, verdeutlicht dies den hohen Stellenwert von Compliance-Technologie. GGL-lizenzierte Anbieter müssen in Deutschland komplexe Anforderungen an die Datenübermittlung und den Spielerschutz erfüllen. Die Aufrüstung bei ComeOn signalisiert, dass der Markt für regulierte Angebote in Europa reifer wird. Anbieter in Deutschland müssen weiterhin in ihre IT-Infrastruktur investieren, um mit der internationalen Konkurrenz mitzuhalten, die sich auf neue Lizenzmärkte wie Finnland vorbereitet. Ein starkes lokales Management, wie es Nunes für Finnland verkörpert, ist auch für den deutschen Markt essenziell, um die spezifischen Anforderungen der GGL effizient umzusetzen.

Häufige Fragen

Wann öffnet der finnische Glücksspielmarkt für private Anbieter?

Der finnische Markt soll offiziell im Juli 2027 für lizenzierte Unternehmen geöffnet werden, wobei Finnland sein bisheriges Monopolmodell aufgibt. Experten erwarten, dass über 50 Firmen eine Lizenz beantragen werden.

Wer sind die neuen Führungskräfte bei der ComeOn Group?

Alex Woodhams wurde zum Chief Product Officer ernannt, während Sara Nunes als General Managerin für Finnland fungiert. Kristoffer Ottosson übernimmt die Leitung der IT-Operations und Sherwin Jarvand wurde zum Chief Operating Officer befördert.

Wie groß ist der digitale Glücksspielmarkt in Finnland aktuell?

Bereits vor der vollständigen Marktöffnung werden 61 Prozent des Bruttospielertrags in Finnland über digitale Kanäle erzielt. Der bisherige Monopolist Veikkaus zählte im Jahr 2025 etwa 2,7 Millionen registrierte Kunden.

Welche Rolle spielt der Spielerschutz im neuen finnischen System?

Spielerschutz genießt höchste Priorität, da das Land auf den Erfahrungen des Staatsunternehmens Veikkaus aufbaut, das allein 2025 über 50.000 Selbstausschlüsse verzeichnete. Neue Anbieter müssen robuste KYC-Prozesse und lokale Spielerschutz-Tools vorweisen.

Was müssen deutsche Spieler beim Online-Glücksspiel beachten?

Spieler in Deutschland sollten nur bei Anbietern mit einer Lizenz der GGL spielen, die auf der offiziellen Whitelist stehen. Diese Casinos garantieren den Schutz durch das LUGAS-System, das Einzahlungslimit von 1.000 Euro und das Einsatzlimit von 1 Euro pro Drehung.

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Über die Autorin

Lisa Lustich

Lisa Lustich

Chefredakteurin & Casino-Testerin

Lisa Lustich testet seit 1997 deutschsprachige Online-Casinos und leitet die Redaktion von Lustich.de. Über 400 veröffentlichte Reviews, zertifizierte Spielerschutz-Beraterin (BZgA-Schulung 2019).

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Quellen & weiterführende Links

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