Startschuss für European Safer Gambling Week 2026: Fokus auf Spielerschutz
KI-GENERIERTDie European Gaming and Betting Association öffnet die Anmeldung für die sechste Aktionswoche im November 2026, nachdem die Vorjahreskampagne 4,1 Millionen Menschen erreichte.
Die Vorbereitungen für eines der bedeutendsten Ereignisse im europäischen Glücksspielkalender haben offiziell begonnen. Die European Gaming and Betting Association (EGBA) mit Sitz in Brüssel lädt alle relevanten Akteure der Branche dazu ein, sich an der sechsten Ausgabe der European Safer Gambling Week zu beteiligen. Diese Aktionswoche findet vom 16. bis 22. November 2026 statt und hat sich über die letzten Jahre von einer kleinen Initiative zu einer massiven Plattform für den Austausch über verantwortungsbewusstes Spielen entwickelt. Betreiber, Regulierungsbehörden und Hilfsorganisationen sind aufgerufen, ihre Projekte bis zum Stichtag am 19. Oktober einzureichen.
Das Ziel der Kampagne ist klar definiert. Es geht darum, das Bewusstsein für sichere Spielpraktiken zu schärfen, die verfügbaren Schutzwerkzeuge für Spieler bekannter zu machen und die Arbeit von Hilfsdiensten in ganz Europa ins Rampenlicht zu rücken. Dabei richtet sich der Appell der EGBA nicht nur an die großen Online-Casinos und Wettanbieter. Auch Forschungseinrichtungen, Sportvereine, Technologieanbieter und Menschen mit gelebter Erfahrung im Bereich Spielsucht sollen aktiv werden. Das Spektrum der möglichen Beiträge reicht von Webinaren und Workshops bis hin zur Veröffentlichung neuer Forschungsdaten oder speziellen Schulungen für Mitarbeiter und Kunden.
Zahlen und Fakten
Ein Blick auf die Zahlen des Vorjahres verdeutlicht die enorme Reichweite, die dieses Format mittlerweile erzielt. Im Jahr 2025 beteiligten sich insgesamt 221 Partner aus 24 verschiedenen Ländern an der Initiative. Die Botschaften zum Spielerschutz erreichten über die sozialen Medien rund 4,1 Millionen Menschen, was einer Steigerung von 32 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Insgesamt wurden 23 Veranstaltungen durchgeführt, die von mehr als 2.500 Teilnehmern besucht wurden. Dabei kamen 120 Experten als Sprecher zu Wort, um über die neuesten Entwicklungen in der Forschung und Regulierung zu debattieren.
Besonders bemerkenswert war im vergangenen Jahr die Ausweitung auf den stationären Sektor und den Breitensport. Erstmals waren Botschaften zur Spielsicherheit während im Fernsehen übertragener Fußballspiele und in Wettbüros vor Ort zu sehen. Diesen Schwung möchte die EGBA für das Jahr 2026 mitnehmen. Pierre Tournier, der das Amt des Interim Secretary General von Maarten Haijer übernommen hat, betont die Bedeutung dieses Formats für die gesamte Industrie.
„Die European Safer Gambling Week ist ein wichtiger Moment im Jahr. Es ist eine Chance für uns alle, Bilanz zu ziehen, wo wir beim sicheren Glücksspiel stehen, und offene, ehrliche Gespräche darüber zu führen, was noch getan werden kann.“ - Pierre Tournier, Interim Secretary General, EGBA
Hintergrund
Die EGBA ist der führende Branchenverband für online lizenzierte Glücksspielanbieter in der EU und vertritt rund 30 Prozent des europäischen Online-Glücksspielmarktes gemessen am Gross Gaming Revenue (GGR). Zu den Mitgliedern gehört seit Kurzem auch der deutsche Marktführer Tipico. Die Mitglieder halten kollektiv 321 Lizenzen in 21 europäischen Ländern. Ein zentraler Pfeiler der Verbandsarbeit ist die Harmonisierung von Standards. Erst kürzlich gab es Fortschritte beim europäischen Standard für „Markers of Harm“, also Indikatoren für gefährdetes Spielverhalten, die im Europäischen Komitee für Normung (CEN) eine breite Zustimmung fanden. Die Aktionswoche im November dient dazu, solche theoretischen Standards in die praktische Anwendung bei den Spielern zu überführen.
Was heißt das für deutsche Spieler?
Für Spieler in Deutschland hat die European Safer Gambling Week eine hohe Relevanz, da der deutsche Markt durch den Glücksspielstaatsvertrag 2021 (GlüStV 2021) zu den am stärksten regulierten Räumen weltweit gehört. Die in der Aktionswoche thematisierten Schutzmechanismen sind in Deutschland oft gesetzliche Pflicht. Deutsche Kunden, die bei Anbietern auf der offiziellen GGL-Whitelist spielen, profitieren bereits von strengen Maßnahmen wie dem anbieterübergreifenden Einzahlungslimit von 1.000 Euro pro Monat und dem maximalen Einsatz von 1 Euro pro Spielrunde bei virtuellen Automaten. Diese Systeme werden durch die Überwachungsdatenbank LUGAS und das Sperrsystem OASIS kontrolliert.
Die Kampagne der EGBA unterstützt diese nationalen Bemühungen, indem sie das Thema aus der Tabuzone holt. Deutsche Spieler werden während der Woche verstärkt auf Hilfsangebote und Selbstschutz-Tools hingewiesen, die über die gesetzlichen Mindestanforderungen hinausgehen können. Da die EGBA Branding-Materialien in Landessprachen zur Verfügung stellt, ist mit einer hohen Sichtbarkeit der deutschen Kampagnenanteile zu rechnen. Dies fördert die Transparenz und hilft Spielern dabei, lizenzierte, sichere Angebote von gefährlichen Schwarzmarkt-Casinos aus Übersee (z.B. Curacao oder Philippinen) zu unterscheiden, die diese Schutzstandards oft ignorieren.
Was das für GGL-Casinos heißt
Für Betreiber mit einer Lizenz der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL) bietet die Woche eine ideale Plattform, um ihre Compliance und ihr Engagement für den Spielerschutz unter Beweis zu stellen. Da die deutsche Regulierung sehr strikt ist, können deutsche Anbieter hier oft als Vorbild für „Best Practice“ fungieren. Die Teilnahme an der Initiative ermöglicht es den Unternehmen, ihre Markenidentität mit Sicherheit und Verantwortung zu verknüpfen, anstatt nur über Einsatzlimits wahrgenommen zu werden. Durch die Vernetzung mit europäischen Partnern können deutsche Anbieter zudem frühzeitig Trends in der KI-gestützten Erkennung von problematischem Spielverhalten aufgreifen, bevor diese eventuell in zukünftige Überarbeitungen des GlüStV einfließen.
Häufige Fragen
Wann findet die European Safer Gambling Week 2026 statt?
Die sechste Ausgabe dieser jährlichen Initiative wird vom 16. bis 22. November 2026 ausgetragen. Bis zum 19. Oktober 2026 haben interessierte Organisationen Zeit, ihre Veranstaltungen offiziell für das Programm anzumelden.
Wer organisiert diese Aktionswoche für Spielerschutz?
Verantwortlich für die Organisation ist die European Gaming and Betting Association (EGBA) mit Sitz in Brüssel. Dieser Verband vertritt die führenden in der EU lizenzierten Online-Glücksspielanbieter und setzt sich für hohe Standards beim Spielerschutz ein.
Wie viele Menschen wurden durch die Kampagne im Vorjahr erreicht?
Im Jahr 2025 erreichte die Kampagne über die sozialen Medien eine Rekordzahl von 4,1 Millionen Menschen. Dies war eine Steigerung um 32 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, unterstützt durch 221 Partner in 24 Ländern.
Welche Rolle spielt die deutsche Regulierung bei solchen Initiativen?
In Deutschland sind viele der beworbenen Schutzmaßnahmen durch den GlüStV 2021 bereits gesetzlich verankert, etwa das 1.000-Euro-Limit und die LUGAS-Überwachung. Die Aktionswoche ergänzt diese staatlichen Kontrollen durch Aufklärung und den Austausch über bewährte Methoden zwischen Anbietern und Hilfsorganisationen.
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Über die Autorin

Lisa Lustich
Chefredakteurin & Casino-Testerin
Lisa Lustich testet seit 1997 deutschsprachige Online-Casinos und leitet die Redaktion von Lustich.de. Über 400 veröffentlichte Reviews, zertifizierte Spielerschutz-Beraterin (BZgA-Schulung 2019).
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