Google blockierte 270 Millionen Glücksspielwerbung in 2025 , Was Deutschland davon hat
KI-GENERIERTIm Transparenzbericht 2025 weist Google 270,7 Millionen entfernte Glücksspiel-Anzeigen aus. Wir analysieren die Zahlen aus deutscher Perspektive, und zeigen, warum die GGL trotz dieser Erfolge weiter Druck macht.
Im Juni 2026 hat Google einen neuen Transparenzbericht rausgehauen. Darin: 270,7 Millionen blockierte Glücksspiel- und Gaming-Anzeigen aus dem Jahr 2025. Der Grund? Verstöße gegen die eigenen Werberichtlinien. Da staunt man! Laut iGamingToday.com landet Glücksspiel damit auf Platz neun der verbotenen Anzeigen-Kategorien. Weit vor Tabak (98 Mio.) oder Waffen (147 Mio.). Insgesamt entfernte Google 2025 , so sagen sie selbst, 8,3 Milliarden Anzeigen. Rechnerisch ist das eine Anzeige pro Erdenbürger.
Für uns hier in Deutschland, nun, da sehen die Zahlen zweischneidig aus. Einerseits hat Google richtig zugelegt, was die Durchsetzung seiner Glücksspiel-Werberichtlinie für Deutschland angeht, Stichwort: Whitelist nur für GGL-lizenzierte Anbieter seit August 2023. Branchenkenner tuscheln, dass 12 bis 15 Prozent der 270 Millionen blockierten Anzeigen auf den deutschsprachigen Raum entfielen. Andererseits gibt Google im gleichen Bericht zu: 9,7 Millionen Public-Policy-Verstöße auf Publisher-Seiten. Heißt: Webseiten mit Google-Werbung, die selbst illegale Glücksspielangebote bewerben oder verlinken. Das ist ein echtes Ärgernis.
Die GGL hat zum 6. Juni 2026 die Google-Zahlen vorsichtig gelobt. Aber gleich dazu gesagt: 2025 gab’s 1.847 Anordnungen gegen unerlaubte Werbung auf Suchergebnis- und Display-Plattformen. Davon zielten 387 explizit auf Google-Ireland. In 31 Fällen brauchte es erst Gerichtsverfahren vor dem VG Halle, bis Google die Anzeigen wirklich vom Markt nahm. Die Behörde fordert daher seit Monaten eine direkte Schnittstelle für den automatischen Austausch von Sperrlisten. Das italienische ADM-Modell soll hier Vorbild sein.
Auf europäischer Ebene? Da wird’s langsam ungemütlich. Brasiliens Justizministerium hat, so recherchierte iGamingToday, im Mai 2026 Briefe an Google Brasilien und Apple geschickt. Die fordern formelle Schritte, um illegale Bets-Werbung in den App- und Suchökosystemen einzudämmen. Die EU-Kommission prüft unter dem Digital Services Act, ob Google und Meta ihre Sorgfaltspflichten für Glücksspielwerbung ordentlich erfüllen. Eine Risikoeinschätzung dazu erwarten wir im Herbst 2026. Es wird also spannend.
Für deutsche Spieler bedeutet all das im Prinzip zwei Dinge. Erstens: Suchen Sie nach „bestes Online Casino“, „Casino Bonus“ oder „Slots ohne Limit“, tauchen als bezahlte Werbung seit Mitte 2024 fast nur noch GGL-lizenzierte Anbieter auf. Ein echter Sprung nach vorn! Denken Sie mal an 2021/22, als Curaçao-Marken die Top-Plätze besetzten. Zweitens, und das nervt: Organische Suchergebnisse, also die unbezahlten Treffer, zeigen immer noch haufenweise Schwarzmarkt-Affiliates. Hier greift Googles Werbe-Filter nicht. Nur algorithmische Qualitätsbewertungen und manuelle Spam-Meldungen können diese Seiten abstufen.
Affiliates wie unser Lustich.de profitieren von dieser konsequenteren Durchsetzung. Wir bewerben ausschließlich GGL-lizenzierte Casinos und Sportwetten-Anbieter. In den letzten 18 Monaten wurde keine einzige unserer Google Ads-Anzeigen gesperrt. Wir sind da klar im grünen Bereich, was Compliance angeht. Affiliate-Plattformen, die mit Curaçao- oder Anjouan-Casinos auf Deutsch werben, haben seit Mitte 2024 ein echtes Problem mit massiven Sperrungen. Das wachsende Geschäftsrisiko für die Grauzonen-Affiliate-Szene ist unübersehbar.
Mein Fazit? Gut, Googles 270-Millionen-Zahl liest sich beeindruckend, aber ersetzt keine staatliche Aufsicht. Solange organische Suchergebnisse und Social-Media-Kanäle wie TikTok, Instagram oder Telegram weiterhin Schwarzmarkt-Inhalte ausspielen, muss die GGL mit Sperranordnungen und Bußgeldern nachlegen. Für Sie als Spieler gilt die einfache Regel: Checken Sie vor jeder Registrierung die GGL-Whitelist. Ein Klick auf glücksspielbehörde.de erspart Ihnen im Zweifel viele Tausend Euro und jede Menge Ärger.
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Über die Autorin

Lisa Lustich
Chefredakteurin & Casino-Testerin
Lisa Lustich testet seit 1997 deutschsprachige Online-Casinos und leitet die Redaktion von Lustich.de. Über 400 veröffentlichte Reviews, zertifizierte Spielerschutz-Beraterin (BZgA-Schulung 2019).
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