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Kambi erobert Nevada: Zehnjahresvertrag mit Station Casinos besiegelt

Redaktionell geprüft von Lisa LustichLetzte Prüfung:
Kambi erobert Nevada: Zehnjahresvertrag mit Station Casinos besiegeltKI-GENERIERT

Kambi Group plc expandiert nach Las Vegas und liefert für Station Casinos eine integrierte Wettplattform, die ab 2027 Millionenumsätze generieren soll.

Die Kambi Group plc setzt einen massiven Meilenstein in ihrer globalen Wachstumsstrategie. Der Sportwetten-Technologieanbieter hat einen langfristigen Omnichannel-Vertrag mit Station Casinos LLC in Nevada unterzeichnet. Dieser Deal markiert den ersten direkten Eintritt von Kambi in den weltberühmten Glücksspiel-Hub Las Vegas. Die Zusammenarbeit ist auf eine Laufzeit von zehn Jahren ausgelegt und umfasst die Bereitstellung des kompletten Turnkey-Sportsbooks sowie der Player Account Management (PAM) Plattform. Damit übernimmt Kambi die technologische Hoheit für einen der bedeutendsten Akteure im US-Bundesstaat Nevada.

Station Casinos gilt als Pionier des Marktes für Einheimische. Während sich viele Touristen auf dem Strip tummeln, bedient Station Casinos die Bewohner von Las Vegas in Wohngebieten abseits der Hauptmeile. Mehr als 95 Prozent der lokalen Bevölkerung lebt in einem Umkreis von nur fünf Meilen um eine Station-Casino-Immobilie. Durch den neuen Vertrag wird Kambi nicht nur die physischen Wettbüros in über 20 Objekten ausstatten, sondern auch die mobile STN Sports App auf ein neues technologisches Niveau heben. Dies geschieht vor dem Hintergrund einer stabilen Expansion, da Kambi erst im Jahr 2025 die notwendige Lizenz der Aufsichtsbehörden in Nevada sicherte.

Zahlen und Fakten

Finanziell ist der Deal für Kambi von großer Bedeutung. Das Unternehmen erwartet ab dem Jahr 2027 einen positiven Effekt auf den Umsatz im mittleren einstelligen Millionen-Euro-Bereich. Station Casinos wurde bereits 1976 gegründet und gehört zusammen mit der Muttergesellschaft Red Rock Resorts, Inc. zu den Schwergewichten der Branche. Das Portfolio umfasst bekannte Namen wie das Red Rock Casino Resort Spa, das Green Valley Ranch und das erst kürzlich eröffnete Durango Casino & Resort. Zusätzlich verwaltet das Unternehmen über seine STN Sports Division die Wettangebote im Treasure Island und im Fontainebleau Las Vegas am nördlichen Ende des Strips.

Kambi bringt eine enorme technologische Tiefe in die Partnerschaft ein. Die Lösung umfasst ein integriertes Racebook für Pferdewetten und nutzt KI-gestützte Preisgestaltung sowie fortschrittliches Risikomanagement. Ein zentrales Element ist das Unified User Experience Konzept. Spieler können mit einer einzigen Geldbörse (Single Wallet) sowohl an den Terminals vor Ort als auch über die App wetten. Dabei bleiben die beliebten Boarding Pass Treuepunkte erhalten, die nun nahtlos über die Kambi-Technologie verwaltet werden.

Hintergrund

Die Kambi Group verfolgt konsequent den Ausbau ihrer US-Präsenz. Neben dem neuen Großprojekt in Nevada ist das Unternehmen bereits in 27 US-Bundesstaaten aktiv. Kürzlich wurden auch Abkommen mit ZenSports in Tennessee sowie mit der Mandan, Hidatsa und Arikara (MHA) Nation in North Dakota geschlossen. In North Dakota wird Kambi das 4 Bears Casino und Lodge mit Selbstbedienungsterminals und mobiler On-Premise-Technologie ausstatten. Der Fokus liegt dabei immer auf der Einhaltung strengster regulatorischer Standards, was besonders in Nevada als Goldstandard der Branche gilt.

„Kambi freut sich sehr über diese spannende Partnerschaft mit Station Casinos, einem Betreiber von großer Größe und Ruf auf dem Markt in Nevada. Diese wegweisende Vereinbarung wird nicht nur den Eintritt von Kambi in Nevada ermöglichen, sondern markiert auch den ersten landesweiten Einsatz unserer vollständig integrierten Turnkey Sportsbook- und PAM-Lösung." - Werner Becher, CEO der Kambi Group

Auch auf Betreiberseite ist die Erwartungshaltung hoch. Jason McCormick, Vice President of Race and Sports bei Station Casinos, betonte das Ziel, eine zuverlässige und nahtlose Erfahrung für die Spieler zu schaffen, die den sich entwickelnden Bedürfnissen gerecht wird. Die Integration globaler Liquidität aus dem Kambi-Netzwerk soll zudem den beliebten Bet Builder und ein breiteres Live-Wettangebot ermöglichen.

Was heißt das für deutsche Spieler?

Für deutsche Sportwetten-Fans hat dieser Deal in Las Vegas keine direkten Auswirkungen auf ihr tägliches Spielangebot, verdeutlicht aber den Trend zur Professionalisierung und Regulierung. In Deutschland unterliegt das Glücksspiel seit dem Inkrafttreten des Glücksspielstaatsvertrags 2021 (GlüStV 2021) extrem strengen Regeln, die von der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL) überwacht werden. Während Nevada auf integrierte Ökosysteme setzt, liegt der Fokus in Deutschland auf striktem Spielerschutz durch das LUGAS-System.

Spieler in Deutschland müssen sich an das monatliche Einzahlungslimit von 1.000 Euro über alle Anbieter hinweg halten. Zudem gibt es bei Online-Slots das Einsatzlimit von einem Euro pro Spin und eine obligatorische fünfsekündige Pause zwischen den Drehungen. Wer in Deutschland legal wetten oder spielen möchte, sollte zwingend darauf achten, dass der Anbieter auf der offiziellen Whitelist der GGL steht. Anbieter mit Lizenzen aus Malta (MGA) oder Curacao sind in Deutschland für Online-Slots oder Sportwetten ohne zusätzliche GGL-Lizenz nicht legal und bieten nicht den rechtlichen Schutz, den der deutsche Staat durch das LUGAS-Zentralregister und die OASIS-Sperrdatei garantiert.

Was das für GGL-Casinos heißt

Technologieanbieter wie Kambi zeigen, wie wichtig eine saubere PAM-Lösung (Player Account Management) ist. Für GGL-lizenzierte Casinos in Deutschland bedeutet dies, dass die Anbindung an Schnittstellen wie LUGAS technisch perfekt funktionieren muss, um die Lizenz nicht zu gefährden. Der Fall Nevada zeigt, dass große Betreiber verstärkt auf externe Spezialisten setzen, um die Komplexität von Live-Daten und Risikomanagement zu bewältigen. Deutsche Betreiber müssen ähnliche Anstrengungen unternehmen, um trotz der regulatorischen Einschränkungen ein attraktives Produkt zu bieten, das mit den illegalen Schwarzmarktangeboten konkurrieren kann.

Häufige Fragen

Welche Rolle spielt Kambi künftig in Nevada?

Kambi wird für zehn Jahre der exklusive Technologiepartner für die Sportwetten von Station Casinos. Dies umfasst sowohl die stationären Wettbüros in über 20 Casinos als auch die mobile STN Sports App. Kambi stellt dabei die gesamte Plattform für das Wettbuch und die Kontoverwaltung bereit.

Wann wird die Partnerschaft finanziell relevant?

Obwohl der Vertrag bereits jetzt geschlossen wurde, rechnet Kambi mit einem spürbaren finanziellen Einfluss erst ab dem Jahr 2027. Es wird erwartet, dass der Deal jährliche Einnahmen im mittleren einstelligen Millionen-Euro-Bereich generiert, sobald die Systeme vollständig implementiert sind.

Wer ist Station Casinos?

Station Casinos ist ein 1976 gegründeter Glücksspielbetreiber, der sich auf den Markt für die lokale Bevölkerung in Las Vegas spezialisiert hat. Mit über 20 Immobilien wie dem Red Rock Casino und dem Green Valley Ranch dominieren sie das Geschäft abseits des berühmten Strips.

Gilt dieser Vertrag auch für das berühmte Fontainebleau Las Vegas?

Ja, Station Casinos betreibt über seine STN Sports Division das Wettangebot im Fontainebleau Las Vegas sowie im Treasure Island. Durch den neuen Vertrag wird die Kambi-Technologie somit auch an diesen markanten Punkten am Las Vegas Strip zum Einsatz kommen.

Darf ich als deutscher Spieler bei Station Casinos wetten?

In den physischen Casinos in Nevada ist das Wetten vor Ort erlaubt. Die mobilen Angebote von Station Casinos sind jedoch ausschließlich für Personen innerhalb des US-Bundesstaates Nevada zugänglich. In Deutschland sollten Spieler nur bei Anbietern wetten, die eine offizielle Lizenz der GGL besitzen und auf der Whitelist stehen.

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Über die Autorin

Lisa Lustich

Lisa Lustich

Chefredakteurin & Casino-Testerin

Lisa Lustich testet seit 1997 deutschsprachige Online-Casinos und leitet die Redaktion von Lustich.de. Über 400 veröffentlichte Reviews, zertifizierte Spielerschutz-Beraterin (BZgA-Schulung 2019).

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Quellen & weiterführende Links

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