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Onlinecasino rettet Bilanz: Kursaal Bern Gruppe verdoppelt Halbjahresgewinn

Redaktionell geprüft von Lisa LustichLetzte Prüfung:
Onlinecasino rettet Bilanz: Kursaal Bern Gruppe verdoppelt HalbjahresgewinnKI-GENERIERT

Trotz globaler Krisen und schwachem Hotelgeschäft steigert der Kursaal Bern den Gewinn auf 1,49 Millionen Franken. Das Onlinecasino 7melons.ch bleibt der Wachstumsmotor.

Die Kursaal Bern Gruppe beweist im ersten Halbjahr 2026 eine erstaunliche Widerstandsfähigkeit gegenüber den widrigen globalen Rahmenbedingungen. Während viele Unternehmen der Tourismus- und Unterhaltungsbranche unter den Folgen internationaler Konflikte und wirtschaftlicher Unsicherheit leiden, konnte das Berner Traditionsunternehmen seinen Gewinn im Vergleich zum Vorjahreszeitraum mehr als verdoppeln. Dieser Erfolg ist kein Zufall, sondern das Ergebnis einer klaren strategischen Ausrichtung auf den digitalen Sektor, der die Schwächen im klassischen Hotel- und Gastronomiebereich mehr als ausgleicht.

Besonders auffällig ist die Diskrepanz zwischen den verschiedenen Geschäftsbereichen. Während das Swissôtel Kursaal Bern massiv unter der Kaufzurückhaltung internationaler Gäste und den Auswirkungen des Nahost-Kriegs litt, boomte das virtuelle Glücksspiel. In einem Marktumfeld, das für terrestrische Spielbanken in der Schweiz derzeit eher rückläufig ist, konnte sich die Gruppe behaupten und insbesondere online neue Territorien erschließen. Das Online-Angebot 7melons.ch erweist sich dabei als stabiler Anker in stürmischen Zeiten.

Zahlen und Fakten

Die nackten Zahlen des Halbjahresberichts 2026 sprechen eine deutliche Sprache. Der Gesamtumsatz der Gruppe stieg um 1,7 Prozent auf 35,9 Millionen Franken. Noch beeindruckender liest sich die Entwicklung beim Betriebsgewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA), der um fast 30 Prozent auf nunmehr 5,64 Millionen Franken kletterte. Unter dem Strich steht ein Reingewinn von 1,49 Millionen Franken, was ein massives Plus gegenüber den 0,63 Millionen Franken aus dem Vorjahr darstellt.

Im Bereich der Spielbanken zeigt sich ein geteiltes Bild. Die Gruppe konnte ihre Stellung im leicht rückläufigen Schweizer Gesamtmarkt für stationäre Casinos zwar behaupten, doch das echte Wachstum fand im Internet statt. Die Kursaal Bern Gruppe gab bekannt, dass man mit dem Onlinecasino signifikante Anteile hinzugewonnen habe. Dies steht in direktem Kontrast zum Kongresszentrum, wo die unsichere ökonomische Lage die Konsumlust der Geschäftskunden spürbar bremste.

Hintergrund

Der Weg zu diesen Rekordzahlen war steinig. Das Swissôtel der Gruppe hatte ab dem Frühjahr mit erheblichen Schwierigkeiten zu kämpfen. Neben dem Nahost-Krieg belastete vor allem der starke Schweizer Franken die Wettbewerbsfähigkeit gegenüber dem Ausland. Erst im Mai und Juni gab es einen Lichtblick, als Großereignisse wie die Eishockey-Weltmeisterschaft für eine Belebung sorgten. So war beispielsweise die kanadische Nationalmannschaft zu Gast in Bern, was die Belegungszahlen kurzzeitig nach oben trieb.

Dennoch bleibt die Unternehmensführung vorsichtig. Die geopolitische Lage und die damit verbundene Unsicherheit dürften das Konsumverhalten auch in der zweiten Jahreshälfte beeinflussen. Die Abhängigkeit vom Online-Sektor wird daher vermutlich weiter zunehmen, da dieser weniger anfällig für Reisebeschränkungen oder Währungsschwankungen im Tourismussektor ist.

„Die Kursaal Bern Gruppe hat im ersten Halbjahr 2026 etwas mehr umgesetzt und deutlich mehr verdient. Besonders gut hat sich das Geschäft mit den Onlinecasinos entwickelt, während die unsichere Weltlage auf die Konsumlust der Gäste drückte." - Sprecher der Kursaal Bern Gruppe, Halbjahresbericht 2026

Was heißt das für deutsche Spieler?

Für deutsche Spieler ist die Entwicklung in der Schweiz ein interessanter Indikator für die Stabilität regulierter Märkte. Während der Kursaal Bern mit 7melons.ch in einem streng kontrollierten Schweizer Umfeld operiert, gelten in Deutschland die Regeln des Glücksspielstaatsvertrags 2021 (GlüStV 2021). Deutsche Nutzer sollten darauf achten, ausschließlich bei Anbietern zu spielen, die auf der offiziellen Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL) stehen.

Im Gegensatz zur Schweiz, wo die Konzessionen oft an stationäre Häuser gebunden sind, bietet der deutsche Markt durch die GGL-Lizenzen eine klare Trennung, aber auch striktere Limits. Deutsche Spieler müssen sich an das monatliche Einzahlungslimit von 1.000 Euro über alle Anbieter hinweg halten, das durch das LUGAS-System überwacht wird. Auch das Einsatzlimit von 1 Euro pro Spin bei virtuellen Automaten ist eine deutsche Besonderheit, die es so in der Schweiz nicht gibt. Der Erfolg von Anbietern wie dem Kursaal Bern zeigt jedoch, dass legales Online-Glücksspiel auch unter strenger staatlicher Aufsicht wirtschaftlich höchst erfolgreich sein kann, wenn Qualität und Spielerschutz Hand in Hand gehen.

Was das für GGL-Casinos heißt

Die Ergebnisse aus Bern senden ein starkes Signal an die deutschen GGL-lizenzierten Betreiber. Es wird deutlich, dass Online-Angebote nicht nur ein Zusatzgeschäft sind, sondern in Krisenzeiten das gesamte Unternehmen stützen können. Deutsche Anbieter, die sich strikt an den Spielerschutz und die IT-Sicherheit halten, können langfristig Vertrauen aufbauen. Der Kursaal Bern betont in seinen Berichten immer wieder die Effizienzsteigerung durch Digitalisierung, ein Faktor, der auch für deutsche Casinos entscheidend ist, um trotz hoher Steuerlasten und strenger Auflagen profitabel zu bleiben. Wer in moderne Technik und legales Spiel investiert, scheint auch in politisch unsicheren Zeiten auf der Gewinnerseite zu stehen.

Häufige Fragen

Wie hoch war der Gewinn der Kursaal Bern Gruppe im ersten Halbjahr 2026?

Der Reingewinn belief sich auf 1,49 Millionen Franken. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, in dem 0,63 Millionen Franken erwirtschaftet wurden, entspricht dies mehr als einer Verdopplung.

Welcher Bereich war für das Wachstum besonders verantwortlich?

Das Onlinecasino-Geschäft war der Haupttreiber für den Erfolg und konnte Marktanteile gewinnen. Im Gegensatz dazu litten das Hotelgeschäft und das Kongresszentrum unter der weltpolitischen Lage.

Welchen Einfluss hatte die Eishockey-WM auf das Ergebnis?

Die Eishockey-Weltmeisterschaft sorgte im Mai für eine Belebung im Hotelgeschäft, da unter anderem die kanadische Nationalmannschaft im Swissôtel Kursaal Bern wohnte. Dies half, die schwächeren Monate zu Beginn des Frühlings teilweise auszugleichen.

Welche Rolle spielt das Onlinecasino 7melons.ch?

7melons.ch ist die Online-Plattform der Gruppe, die durch konsequente Kostensteuerung und hohe Effizienz glänzt. Während die terrestrischen Casinos in der Schweiz mit einem rückläufigen Markt kämpfen, wächst das Online-Segment stetig.

Dürfen deutsche Spieler im Onlinecasino des Kursaal Bern spielen?

Nein, das Angebot des Kursaal Bern richtet sich primär an Personen mit Wohnsitz in der Schweiz. Deutsche Spieler müssen Angebote nutzen, die eine Lizenz der GGL besitzen und den GlüStV 2021 einhalten, inklusive der Limits für Einzahlungen und Einsätze.

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Über die Autorin

Lisa Lustich

Lisa Lustich

Chefredakteurin & Casino-Testerin

Lisa Lustich testet seit 1997 deutschsprachige Online-Casinos und leitet die Redaktion von Lustich.de. Über 400 veröffentlichte Reviews, zertifizierte Spielerschutz-Beraterin (BZgA-Schulung 2019).

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Quellen & weiterführende Links

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