Neuer globaler Standard für Selbstausschluss: Casino Guru und Wissenschaft kooperieren
KI-GENERIERTCasino Guru und die City St George’s University entwickeln einheitliche Richtlinien für den Selbstausschluss, basierend auf 119 Beiträgen aus der Fachwelt.
Die Welt des Online-Glücksspiels ist oft ein Flickenteppich aus verschiedenen Regeln, besonders wenn es um den Schutz der Spieler geht. Während einige Länder strenge Sperrsysteme unterhalten, fehlen in anderen Regionen klare Strukturen. Šimon Vincze, Leiter für nachhaltiges und sichereres Glücksspiel bei Casino Guru, und Dr. Margaret Carran von der City St George’s University of London wollen das nun ändern. Gemeinsam haben sie das Self-Exclusion Standards Project vorgestellt, das einen Goldstandard für Selbstausschlussprogramme schaffen soll. Das Ziel ist eine Blaupause, die nicht nur für Europa, sondern auch für Märkte wie Afrika funktioniert, wo das Projekt kürzlich auf der 32. Generalversammlung der African Organisation for Standardisation (ARSO) in Kenia präsentiert wurde.
Die Zusammenarbeit zwischen einem der größten Affiliate-Portale und einer renommierten Londoner Universität markiert einen wichtigen Schritt in der Branche. Es geht darum, wissenschaftliche Erkenntnisse direkt in die Praxis der Betreiber zu überführen. Vincze betonte während der Konferenz in Kenia, die in Zusammenarbeit mit dem Kenya Bureau of Standards (KEBS) stattfand, dass Spieler oft den Überblick verlieren, wenn sie die Kontrolle über ihr Spielverhalten einbüßen. Hier setzt der neue Standard an: Er soll sicherstellen, dass Hilfsmittel leicht auffindbar und die Prozesse dahinter für die Anbieter klar definiert sind. Es ist ein Versuch, die Verantwortung von den Schultern des Einzelnen ein Stück weit auf ein standardisiertes System zu übertragen.
Zahlen und Fakten
Das Projekt stützt sich auf eine breite Datenbasis. Im Rahmen des Konsultationsprozesses gingen insgesamt 119 Beiträge ein, von denen 62 Rückmeldungen als valide eingestuft und für die weitere Ausarbeitung genutzt wurden. Diese Resonanz zeigt das enorme Interesse der Branche an einer Harmonisierung. Das Projekt verfolgt einen dreistufigen Ansatz: Forschung, Konsultation von Arbeitsgruppen und eine breite öffentliche Befragung. Besonders hervorgehoben wird die Bedeutung der GSEI (Global Self-Exclusion Initiative), die bereits Partnerschaften mit Tools wie BetBlocker eingegangen ist, um technische Barrieren abzubauen. Auf Messen wie der ICE 2025 in Barcelona wird das Projekt weiter vorangetrieben, wobei über 1.000 Aussteller aus 118 Ländern den Rahmen für den fachlichen Austausch bilden.
„Internationale Standards für sicherere Glücksspiel-Tools und Prinzipien zu schaffen, würde allen Beteiligten enorme Vorteile bringen. Die Regulierungsbehörden und politischen Entscheidungsträger hätten eine verlässliche, evidenzbasierte und robuste Quelle für echten Schutz; die Durchsetzung würde einfacher werden; die Spieler würden von einem konsistent hohen Schutzniveau profitieren, unabhängig davon, wo sie spielen.“ - Dr. Margaret Carran, Assistant VP for Education Partnerships, City St George’s University of London
Hintergrund
Warum ist ein globaler Standard so wichtig? Aktuell kocht fast jede Jurisdiktion ihr eigenes Süppchen. Ein Spieler, der sich in einem Land sperrt, kann oft problemlos bei einem Anbieter mit einer Lizenz aus einem anderen Land weiterspielen. Das Projekt von Casino Guru und Dr. Carran zielt darauf ab, diese Lücken zu schließen. Šimon Vincze erklärte, dass man jeden Aspekt des Selbstausschlussprozesses beleuchtet habe, um sowohl Spieler besser zu informieren als auch Betreiber mit den richtigen Sicherheitsvorkehrungen auszustatten. Die Initiative sieht sich als Unterstützer für Regulierungsbehörden, die lokale Schutzmaßnahmen verbessern wollen, ohne das Rad jedes Mal neu erfinden zu müssen.
Was heißt das für deutsche Spieler?
Für deutsche Spieler klingt das Konzept eines zentralen Sperrsystems vertraut, da Deutschland mit OASIS bereits eines der weltweit strengsten Systeme unterhält. Der Glücksspielstaatsvertrag 2021 (GlüStV 2021) schreibt vor, dass jeder in Deutschland lizenzierte Anbieter an diese zentrale Datenbank angeschlossen sein muss. Wer sich sperrt, ist bei allen legalen Angeboten blockiert. Die internationalen Bestrebungen von Casino Guru könnten dazu führen, dass solche Systeme künftig besser miteinander kommunizieren oder zumindest ähnliche Standards bei der Benutzerfreundlichkeit und Aufklärung anwenden. Dennoch bleibt Deutschland durch das Einzahlungslimit von 1.000 Euro pro Monat und die Überwachung durch LUGAS ein Sonderfall. Ein globaler Standard könnte jedoch helfen, den Schutz auch dann aufrechtzürhalten, wenn Spieler versuchen, auf illegale Angebote ohne GGL-Lizenz auszuweichen, da einheitliche Standards den Druck auf unregulierte Märkte erhöhen.
Was das für GGL-Casinos heißt
Casinos mit einer Lizenz der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL) erfüllen bereits viele der Anforderungen, die das Self-Exclusion Standards Project fordert. Für diese Anbieter bedeutet die Initiative vor allem eine Bestätigung ihrer strengen Auflagen. Wenn sich globale Standards an dem orientieren, was in Deutschland bereits gelebt wird, könnte dies den Wettbewerbsvorteil seriöser Anbieter stärken. GGL-lizenzierte Casinos müssen ohnehin das 1 Euro Limit pro Spin an Spielautomaten und klare Panik-Buttons implementieren. Sollte die Initiative von Vincze und Carran Schule machen, wird es für schwarze Schafe der Branche, etwa aus Curacao oder anderen Offshore-Gebieten, immer schwieriger, ihre mangelhaften Spielerschutz-Konzepte als ausreichend zu verkaufen. Transparenz und wissenschaftlich fundierte Methoden werden zum neuen Maßstab für Vertrauenswürdigkeit.
Häufige Fragen
Was ist das Ziel des Self-Exclusion Standards Project?
Das Projekt möchte weltweit einheitliche und klare Richtlinien für Selbstausschlussprogramme im Online-Glücksspiel etablieren. Dadurch sollen Spieler unabhängig von ihrem Standort besser geschützt und Betreiber mit effektiven Sicherheitsmaßnahmen ausgestattet werden.
Wer leitet die Initiative für den neuen Spielerschutz-Standard?
Die Initiative wird von Šimon Vincze, dem Leiter für nachhaltiges Glücksspiel bei Casino Guru, und Dr. Margaret Carran von der City St George’s University of London angeführt. Sie kombinieren Branchenwissen mit wissenschaftlicher Forschung.
Wie viele Experten haben an der Konsultation teilgenommen?
Im Rahmen des Projekts gab es 119 Beiträge aus der Branche, von denen 62 als valide Rückmeldungen in die finale Ausarbeitung der Empfehlungen eingeflossen sind. Dies sichert eine breite fachliche Basis.
Welche Rolle spielt Afrika bei diesen neuen Standards?
Das Projekt wurde explizit auf der Generalversammlung der African Organisation for Standardisation (ARSO) in Kenia vorgestellt. Ziel ist es, besonders in wachsenden Märkten wie Afrika von Beginn an starke Verbraucherschutzstandards zu etablieren.
Wie unterscheidet sich der globale Standard von der deutschen Rechtslage?
In Deutschland gibt es mit dem GlüStV 2021 und dem Sperrsystem OASIS bereits eine sehr strenge Regulierung. Der globale Standard könnte jedoch dazu beitragen, dass Schutzmechanismen in anderen Ländern ähnlich verlässlich werden wie bei GGL-lizenzierten Anbietern.
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Über die Autorin

Lisa Lustich
Chefredakteurin & Casino-Testerin
Lisa Lustich testet seit 1997 deutschsprachige Online-Casinos und leitet die Redaktion von Lustich.de. Über 400 veröffentlichte Reviews, zertifizierte Spielerschutz-Beraterin (BZgA-Schulung 2019).
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