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Regulierung

Liechtenstein verlängert Online-Verbot bis 2028 trotz neuer Casino-Tests

Redaktionell geprüft von Lisa LustichLetzte Prüfung:
Liechtenstein verlängert Online-Verbot bis 2028 trotz neuer Casino-TestsKI-GENERIERT

Während aktuelle Marktanalysen zehn Anbieter für Liechtenstein prüfen, zementiert die Regierung das Verbot für Online-Glücksspiel bis Ende 2028.

Die Glücksspiel-Landschaft im Fürstentum Liechtenstein steht vor einer paradoxen Situation. Während landbasierte Spielbanken fest im wirtschaftlichen Gefüge verankert sind, bleibt der digitale Sektor offiziell verschlossen. Die Regierung hat kürzlich die Entscheidung getroffen, das Verbot für die Vergabe von Online-Glücksspiel-Lizenzen bis zum Jahr 2028 zu verlängern. Dies bedeutet, dass es für Betreiber weiterhin unmöglich ist, eine staatliche Konzession für den Betrieb von Online-Casinos direkt im Fürstentum zu erlangen. Dennoch zeigt die Realität, dass Spieler aus der Region auf eine Vielzahl von Plattformen zugreifen können, die ihre Dienste oft mit speziellen Schweizer-Franken-Konten (CHF) bewerben.

Eine detaillierte Untersuchung des Marktes für das Jahr 2026 zeigt, wie komplex die Auswahl für Nutzer geworden ist. Zehn Anbieter wurden auf Herz und Nieren geprüft, wobei sich deutliche Qualitätsunterschiede zeigten. Während Marken wie Winz.io durch die Veröffentlichung einer konkreten Lizenznummer der Tobique Gaming Commission (Nr. 0000002) auffallen, bleiben viele andere Betreiber vage. Oft wird lediglich auf das Recht von Curacao verwiesen, ohne eine nachprüfbare Nummer zu nennen. Diese mangelnde Transparenz erschwert es Spielern, im Streitfall ihre Rechte durchzusetzen, da ohne Lizenznummer keine unabhängige Schlichtung möglich ist.

Zahlen und Fakten

Die wirtschaftliche Bedeutung des Glücksspiels in Liechtenstein ist immens, beschränkt sich aber bisher auf physische Standorte. Im Jahr 2018, dem ersten vollen Geschäftsjahr mit legalen Casinos, erwirtschafteten die damals zwei aktiven Häuser einen kombinierten Bruttospielertrag (GGR) von 53,5 Millionen CHF. Davon flossen 19,9 Millionen CHF als Steuern und Gebühren direkt an den Staat, was einem effektiven Steuersatz von 34,5 Prozent entspricht. Trotz dieser Einnahmen bleibt die Skepsis gegenüber dem Online-Markt groß. Die Regierung setzt stattdessen auf eine engere Zusammenarbeit mit den Nachbarn. Ab dem nächsten Jahr soll ein Abkommen mit der Schweiz in Kraft treten, das den Austausch von Informationen über gesperrte Spieler regelt, um einen effektiven grenzüberschreitenden Spielerschutz zu gewährleisten.

Im aktuellen Vergleich der Online-Anbieter zeigen sich zudem technische Finessen und rechtliche Fallstricke. Das Mino Casino lockt beispielsweise mit einem Battle Pass und 100 Treuestufen, während Bets.io Franken-Beträge direkt in den Bonusregeln ausschreibt, um Umrechnungsverluste für Spieler zu vermeiden. Ein wichtiges Zitat unterstreicht die Notwendigkeit genauer Prüfung:

„Wer Casinos online vergleicht, merkt schnell: die Unterschiede liegen im Kleingedruckten, nicht im Banner." - Redaktionelle Einschätzung zur Marktlage 2026

Hintergrund

Das Verbot für Online-Lizenzen ist nicht neu, wurde aber nun durch die Regierung verlängert, um die Expansion in der wohlhabenden Nation zu bremsen. Bereits 2022 wurde ein Stopp für neue Lizenzen im landbasierten Sektor verhängt. Eine Volksabstimmung, bei der 70 Prozent der Wahlberechtigten teilnahmen, ergab jedoch eine Mehrheit von 73,3 Prozent gegen ein vollständiges Casino-Verbot bis 2028. Die Bürger schätzen die wirtschaftlichen Vorteile, während die Politik vor den Risiken der Spielsucht und einem möglichen Reputationsschaden warnt. Besonders kritisch ist, dass Anbieter wie Kaasino oder RedRacer Liechtenstein in ihren Bedingungen auf die Liste der eingeschränkten Länder setzen, was zeigt, dass nicht jeder beworbene Bonus rechtlich sicher für Bewohner des Fürstentums ist.

Was heißt das für deutsche Spieler?

Für deutsche Spieler ist die Situation in Liechtenstein eine Mahnung zur Vorsicht. Da Liechtenstein kein Mitglied der EU ist, greifen hier andere Mechanismen als im europäischen Binnenmarkt. Deutsche Nutzer sollten sich streng an die Vorgaben des Glücksspielstaatsvertrags 2021 (GlüStV 2021) halten. In Deutschland dürfen nur Anbieter genutzt werden, die auf der offiziellen Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL) stehen. Diese Casinos garantieren die Einhaltung des 1.000-Euro-Einzahlungslimits pro Monat über das LUGAS-System sowie das Einsatzlimit von 1 Euro pro Spin an virtuellen Spielautomaten. Plattformen, die lediglich Lizenzen aus Curacao oder Anjouan besitzen, bieten diesen Schutz nicht und sind in Deutschland illegal.

Was das für GGL-Casinos heißt

Die Entwicklungen in Liechtenstein und der Schweiz zeigen, dass die Regulierung in Europa immer kleinteiliger wird. GGL-lizenzierte Casinos in Deutschland müssen sich durch höchste Transparenz abheben. Während Anbieter wie Winz.io mit umsatzfreien Boni werben, müssen deutsche legale Casinos strenge Anforderungen an die Bonuswerbung erfüllen. Die Kooperation zwischen Liechtenstein und der Schweiz beim Spielerschutz könnte ein Vorbild für zukünftige EU-weite Sperrsysteme sein, geht aber derzeit über das deutsche OASIS-System hinaus, da es nationalstaatliche Grenzen überschreitet. Deutsche Spieler sollten beachten, dass Gewinne bei nicht lizenzierten Anbietern im Ausland rechtlich nicht einklagbar sind und die Teilnahme an illegalem Glücksspiel strafrechtliche Konsequenzen haben kann.

Häufige Fragen

Darf man in Liechtenstein legal online spielen?

Nein, die Regierung hat die Vergabe von Online-Lizenzen bis Ende 2028 untersagt. Es gibt derzeit keine im Fürstentum lizenzierten Online-Casinos, auch wenn internationale Anbieter ihre Dienste dort bewerben.

Welche Währungen werden in den untersuchten Casinos akzeptiert?

Viele der getesteten Anbieter, wie etwa Bets.io oder Mino Casino, erlauben die Kontoführung direkt in Schweizer Franken (CHF). Dies soll Umrechnungsgebühren vermeiden, da der CHF die offizielle Währung in Liechtenstein ist.

Was bedeutet das neue Abkommen zwischen Liechtenstein und der Schweiz?

Die beiden Länder planen einen Datenaustausch über gesperrte Spieler, um den Spielerschutz zu verbessern. Wer in einem Land gesperrt ist, soll künftig auch im Nachbarland keinen Zugang zu Casinos mehr erhalten.

Wie erkenne ich ein sicheres Online-Casino für den deutschsprachigen Raum?

Ein sicheres Casino verfügt über eine sichtbare Lizenznummer, einen klaren Firmensitz und eine benannte Schlichtungsstelle. Für deutsche Spieler ist ausschließlich die Whitelist der GGL maßgeblich, die strenge Limits wie 1 Euro pro Spin vorschreibt.

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Über die Autorin

Lisa Lustich

Lisa Lustich

Chefredakteurin & Casino-Testerin

Lisa Lustich testet seit 1997 deutschsprachige Online-Casinos und leitet die Redaktion von Lustich.de. Über 400 veröffentlichte Reviews, zertifizierte Spielerschutz-Beraterin (BZgA-Schulung 2019).

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Quellen & weiterführende Links

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