Rekordmonat für Paradise Co: Südkoreanische Casinos melden 76,9 Millionen Dollar Umsatz
KI-GENERIERTDer südkoreanische Betreiber Paradise Co. erzielt im August 2026 einen Rekordumsatz von 104,91 Milliarden KRW, was einem Anstieg von über 32 Prozent entspricht.
Der südkoreanische Glücksspielmarkt erlebt derzeit eine bemerkenswerte Dynamik, die vor allem durch die exklusiven Casinos für ausländische Touristen getrieben wird. Paradise Co., einer der führenden Akteure in diesem Nischensegment, konnte im August 2026 einen neuen Meilenstein in seiner Unternehmensgeschichte setzen. Mit einem monatlichen Casinoumsatz von 104,91 Milliarden KRW, umgerechnet etwa 76,9 Millionen US-Dollar, übertraf das Unternehmen alle bisherigen Bestmarken. Besonders beeindruckend ist dieser Zuwachs, da er sich gegen den Trend stabiler oder sogar leicht rückläufiger Besucherzahlen in bestimmten Segmenten durchsetzte.
Im Vergleich zum Vorjahresmonat bedeutet dies eine Steigerung von satten 32,1 Prozent. Noch deutlicher wird der Sprung beim Blick auf den direkten Vormonat Juli, in dem der Umsatz noch bei revidierten 77,22 Milliarden KRW (56,6 Millionen US-Dollar) lag. Dies entspricht einem Wachstum von 35,8 Prozent innerhalb von nur vier Wochen. Der bisherige Rekordwert aus dem Mai dieses Jahres, der bei 98,14 Milliarden KRW (72 Millionen US-Dollar) lag, wurde damit förmlich pulverisiert. Es stellt sich die Frage, wie ein solcher Sprung möglich war, wenn die VIP-Besuchstage mit 16.950 fast auf dem Niveau des Vorjahres (16.879 Tage) verharrten.
Zahlen und Fakten
Ein genauerer Blick in die Statistik offenbart die Ursache für den Geldregen. Die Einnahmen aus Tischspielen stiegen im Jahresvergleich um 32,7 Prozent auf 99,43 Milliarden KRW (72,9 Millionen US-Dollar). Interessanterweise wuchs der sogenannte Table Drop, also der Betrag, den Spieler in Jetons umtauschten, nur moderat um 3,7 Prozent auf 680,50 Milliarden KRW. Der entscheidende Faktor war die Hold-Rate. Diese Kennzahl gibt an, wie viel Prozent des Einsatzes das Casino letztlich als Gewinn behält. Im August lag dieser Wert bei beeindruckenden 14,6 Prozent, verglichen mit lediglich 11,4 Prozent im Vorjahr und einem schwachen Juli-Wert von 10,8 Prozent. Vereinfacht gesagt: Die Bank hat im August einfach öfter gewonnen.
Auch das Geschäft mit Spielautomaten trug zum Erfolg bei. Hier stiegen die Einnahmen um 23,1 Prozent auf 5,47 Milliarden KRW (4 Millionen US-Dollar). Die Kundenstruktur zeigte sich derweil gespalten. Während die japanischen VIP-Gäste mit 9.668 Besuchstagen (Vorjahr: 9.217) und einem um 3,1 Prozent gestiegenen Drop von 298,95 Milliarden KRW das Rückgrat bildeten, schwächelte das Geschäft mit chinesischen High-Rollern. Deren Besuchstage sanken von 3.325 auf 3.027, was sich in einem Rückgang des Drops um 12 Prozent auf 100,20 Milliarden KRW widerspiegelte.
Hintergrund
Paradise Co. betreibt insgesamt vier Casinos in Südkorea, die gesetzlich ausschließlich für Ausländer zugänglich sind. Einheimische haben keinen Zutritt, was die Unternehmen extrem abhängig von der internationalen Reisebereitschaft und den diplomatischen Beziehungen macht. Die Konkurrenz im asiatischen Raum ist groß, insbesondere durch Standorte wie Macau oder die aufstrebenden Resorts auf den Philippinen. Dass Paradise Co. nun über die ersten acht Monate des Jahres 2026 hinweg einen Gesamtumsatz von 658,50 Milliarden KRW (482,8 Millionen US-Dollar) erzielen konnte, was einem Plus von 8,1 Prozent entspricht, zeugt von einer robusten Erholung nach den schwierigen Vorjahren.
Was heißt das für deutsche Spieler?
Für deutsche Casinofans klingen solche Zahlen aus Fernost oft nach einer anderen Welt. Wer in Deutschland legal online spielen möchte, muss sich an strengere Regeln halten, als sie in den VIP-Räumen von Seoul gelten. Gemäß dem Glücksspielstaatsvertrag (GlüStV 2021) sind hierzulande nur Anbieter zulässig, die auf der sogenannten Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL) stehen. Das bedeutet konkret: Einzahlungslimits von maximal 1.000 Euro pro Monat über alle Anbieter hinweg, die streng durch das LUGAS-System überwacht werden. Zudem gilt das Einsatzlimit von 1 Euro pro Spin an virtuellen Automaten.
Ein solches Rekordhoch wie bei Paradise Co. wäre in einem regulierten deutschen Online-Casino kaum denkbar, da die Mechanismen hier primär auf Spielerschutz und Suchtprävention ausgelegt sind. Während in Südkorea Millionenbeträge an den Baccarat-Tischen bewegt werden, sorgt die deutsche Regulierung dafür, dass Glücksspiel ein Zeitvertreib bleibt und kein existenzbedrohendes Risiko darstellt. Spieler sollten daher immer prüfen, ob ihr Casino ein Impressum mit Sitz in Deutschland oder eine GGL-Lizenz aufweist, statt sich von den glitzernden VIP-Welten Asiens blenden zu lassen, die für Online-Nutzer in Deutschland ohnehin nicht legal zugänglich sind.
Was das für GGL-Casinos heißt
Die Rekordzahlen aus Asien zeigen jedoch auch einen Trend, der für lizenzierte deutsche Anbieter relevant ist: Die Bedeutung von Tischspielen. Während in Deutschland klassische Tischspiele wie Roulette oder Blackjack online oft den staatlichen Monopolen vorbehalten oder nur stark eingeschränkt verfügbar sind, treiben sie international das Wachstum voran. Die GGL-Casinos konzentrieren sich momentan stark auf virtuelle Automatenspiele. Der Erfolg von Paradise Co. unterstreicht, dass eine hohe Volatilität bei Tischspielen zwar zu Rekorden führen kann, aber auch Risiken birgt. Deutsche Anbieter profitieren hingegen von der stabilen, wenn auch geringeren Marge der regulierten Slots.
„Die Hold-Rate an den Tischen lag im August bei 14,6 Prozent, was eine deutliche Verbesserung gegenüber den 11,4 Prozent des Vorjahres darstellt.“ - Unternehmenssprecher, Paradise Co. (sinngemäß aus dem Geschäftsbericht)
Häufige Fragen
Wie hoch war der Umsatz von Paradise Co. im August 2026?
Das Unternehmen meldete einen Rekordumsatz von 104,91 Milliarden KRW, was etwa 76,9 Millionen US-Dollar entspricht. Dies ist der höchste jemals in einem Monat erzielte Wert des Betreibers.
Warum stieg der Umsatz trotz stagnierender Besucherzahlen?
Der Hauptgrund war die verbesserte Hold-Rate an den Spieltischen, die auf 14,6 Prozent stieg. Dadurch verdiente das Casino mehr an den gleichen Einsätzen der Spieler.
Welche Kundengruppe ist für Paradise Co. am wichtigsten?
Japanische VIP-Gäste sind das größte Segment, mit einem Einsatzvolumen von 298,95 Milliarden KRW im August. Im Gegensatz dazu ging das Volumen bei chinesischen VIP-Kunden um 12 Prozent zurück.
Dürfen deutsche Spieler in den Casinos von Paradise Co. spielen?
Vor Ort in Südkorea dürfen Deutsche als Ausländer spielen, online ist dies jedoch nicht legal. Deutsche Spieler müssen Anbieter mit GGL-Lizenz nutzen, um rechtlich abgesichert zu sein.
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Über die Autorin

Lisa Lustich
Chefredakteurin & Casino-Testerin
Lisa Lustich testet seit 1997 deutschsprachige Online-Casinos und leitet die Redaktion von Lustich.de. Über 400 veröffentlichte Reviews, zertifizierte Spielerschutz-Beraterin (BZgA-Schulung 2019).
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