Maverick Gaming schließt zwei Casinos in Tukwila und entlässt 238 Mitarbeiter
KI-GENERIERTDer US-Betreiber Maverick Gaming setzt seinen Sparkurs fort. Am 1. November schließen das Riverside und das Great American Casino, wodurch 238 Arbeitsplätze verloren gehen.
In der Welt des Glücksspiels gibt es Nachrichten, die das Schicksal vieler Familien direkt beeinflussen. Maverick Gaming hat offiziell bekannt gegeben, dass zwei seiner Casinos in Tukwila, Washington, dauerhaft ihre Pforten schließen werden. Für die Region bedeutet dies einen massiven Einschnitt, da insgesamt 238 Angestellte ihren Job verlieren. Die betroffenen Standorte, das Great American Casino und das Riverside Casino an der Interurban Avenue S., stellen den Betrieb zum 1. November ein. Diese Entscheidung ist kein Einzelfall, sondern reiht sich in eine Kette von Hiobsbotschaften des in Kirkland ansässigen Unternehmens ein.
Seit April hat Maverick Gaming bereits fünf Standorte geschlossen. Das Unternehmen kämpft mit wirtschaftlichen Schwierigkeiten und operiert seit dem letzten Jahr unter dem Schutz von Kapitel 11 des US-Insolvenzrechts. Die Nachricht über die Entlassungen traf die Belegschaft hart, da die Stellenstreichungen quer durch alle Hierarchien gehen. Von Dealern und Kassenpersonal über Köche und Barkeeper bis hin zum mittleren Management sind alle Bereiche betroffen. Während im Riverside Casino 142 Personen ihren Hut nehmen müssen, entfällt der Rest von 96 Stellen auf das Great American Casino.
Zahlen und Fakten
Die Dimensionen der Insolvenz von Maverick Gaming sind beachtlich. In den entsprechenden Anträgen in Texas gibt das Unternehmen Verbindlichkeiten und Vermögenswerte an, die sich in einem Rahmen zwischen 100 Millionen und 500 Millionen US-Dollar bewegen. Trotz der jüngsten Schließungswelle betreibt der Anbieter nach eigenen Angaben immer noch 27 Immobilien in den Bundesstaaten Nevada, Washington und Colorado. Das Portfolio umfasst derzeit rund 1.800 Spielautomaten, 350 Tischspiele sowie über 1.000 Hotelzimmer und 30 Restaurants. Die aktuelle Entlassungswelle im Sommer betraf bereits 188 Positionen an Standorten wie SeaTac, Bothell und Mountlake Terrace.
Im Juli 2025 meldete Maverick Gaming Insolvenz an, nachdem eine Schuldenrestrukturierung im Jahr 2024 nicht den gewünschten Erfolg brachte. In diesem Zuge wurden bereits das Dragon Tiger Casino, das Palace Casino in Lakewood, das Silver Dollar in Renton und das Roman Casino in Seattle dichtgemacht. Die Führung von Maverick sieht die Schuld für diese Entwicklung jedoch nicht nur im eigenen Haus, sondern übt scharfe Kritik an der lokalen Regulierung durch die Washington Gaming Commissioners.
Hintergrund
Ein zentraler Streitpunkt ist die technologische Ausstattung und Überwachung. Maverick Gaming argumentiert, dass die Ablehnung eines Antrags auf zentrale Überwachungstechnologie die Wettbewerbsfähigkeit der kleineren Kartenräume (Cardrooms) massiv geschädigt habe. In Washington dürfen diese Cardrooms meist nur 15 Tische anbieten, während die sogenannten Mega-Casinos der Stämme deutlich mehr Freiheiten genießen.
„Diese Entscheidung folgt auf die Wahl der Washington Gaming Commissioners, den Antrag auf eine zentralisierte Überwachung abzulehnen, der eigentlich die Kartenräume in Washington unterstützen sollte. Die fehlende zentrale und fortschrittliche Überwachungstechnologie im Vergleich zu dem, was in größeren Einrichtungen verfügbar ist, hat unsere Fähigkeit, effektiv zu konkurrieren, weiter behindert.“ - Maverick Gaming Management, Statement auf der Unternehmenswebseite
Der Konflikt verdeutlicht die Spannungen zwischen kommerziellen Betreibern und den privilegierten Stammes-Casinos. Maverick Gaming versucht seit Jahren, den Markt in Washington zu öffnen, scheitert jedoch regelmäßig an den regulatorischen Hürden, die kleinere Betriebe gegenüber den großen Resorts benachteiligen. Die Schließungen in Tukwila sind somit auch ein Symptom eines festgefahrenen politischen Streits um Marktanteile im pazifischen Nordwesten der USA.
Was heißt das für deutsche Spieler?
Deutsche Spieler fragen sich oft, wie sicher ihr Geld bei internationalen Betreibern ist, wenn selbst große US-Marken wie Maverick Gaming ins Wanken geraten. Die Situation in Washington zeigt, wie wichtig ein stabiler rechtlicher Rahmen ist. In Deutschland bietet der Glücksspielstaatsvertrag 2021 (GlüStV 2021) genau diesen Schutz. Während in den USA Insolvenzen wie bei Maverick zu plötzlichen Schließungen führen können, müssen Anbieter mit einer Lizenz der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL) strenge finanzielle Sicherheiten nachweisen.
Für Nutzer hierzulande bedeutet dies, dass sie ausschließlich in Casinos spielen sollten, die auf der offiziellen Whitelist der GGL stehen. Dort greifen Schutzmechanismen wie das Einzahlungslimit von 1.000 Euro pro Monat und das Einsatzlimit von einem Euro pro Spin bei Slots. Zudem sorgt das zentrale Sperrsystem LUGAS dafür, dass Spieler vor sich selbst geschützt werden und nicht gleichzeitig bei mehreren Anbietern aktiv sein können. Wer bei einem lizenzierten deutschen Anbieter spielt, muss keine Angst vor plötzlichen Standortschließungen oder dem Verlust von Spielerguthaben durch US-amerikanische Insolvenzverfahren haben.
Was das für GGL-Casinos heißt
Für deutsche Betreiber mit GGL-Lizenz ist der Fall Maverick Gaming eine Warnung vor zu hoher Verschuldung bei gleichzeitigem regulatorischem Druck. Der deutsche Markt ist durch das strikte Regelwerk des GlüStV 2021 zwar herausfordernd, bietet aber durch die Whitelist eine hohe Rechtssicherheit. Während US-Firmen oft durch regionale Unterschiede zwischen Bundesstaaten und Stammesgebieten zerrieben werden, herrscht in Deutschland ein einheitlicher Standard. Deutsche Casinos müssen ihre Liquidität regelmäßig nachweisen, was ein Szenario wie bei Maverick Gaming, wo Verbindlichkeiten bis zu 500 Millionen US-Dollar angehäuft wurden, unwahrscheinlicher macht. Transparenz und strikte Einhaltung der Spielerschutzregeln sind das beste Rezept, um langfristig stabil am Markt zu operieren.
Häufige Fragen
Warum schließt Maverick Gaming die Casinos in Tukwila?
Das Unternehmen befindet sich in einem Insolvenzverfahren nach Kapitel 11 und leidet unter regulatorischen Nachteilen. Laut Maverick Gaming verhindert die Ablehnung moderner Überwachungstechnologie durch die Behörden einen fairen Wettbewerb mit größeren Casinos.
Wie viele Mitarbeiter verlieren durch die Schließung ihren Job?
Insgesamt werden 238 Angestellte entlassen, davon 142 im Riverside Casino und 96 im Great American Casino. Die Kündigungen betreffen alle Bereiche, von Dealern über Köche bis hin zum Management.
Wann werden das Riverside und das Great American Casino geschlossen?
Beide Standorte in Tukwila stellen ihren Betrieb offiziell zum 1. November ein. Zuvor wurden im Sommer bereits 188 Stellen an anderen Standorten des Unternehmens in Washington abgebaut.
Welche Rolle spielt die Insolvenz von Maverick Gaming?
Maverick Gaming meldete im Juli 2025 Insolvenz an und hat seit April bereits fünf Standorte geschlossen. Die Schulden und Vermögenswerte werden auf jeweils 100 bis 500 Millionen US-Dollar geschätzt.
Sind Online Casinos in Deutschland von solchen Schließungen betroffen?
Nein, deutsche Online Casinos mit GGL-Lizenz unterliegen dem GlüStV 2021, der strenge finanzielle Kontrollen und Spielerschutzmaßnahmen vorschreibt. Die rechtliche Lage in den USA ist nicht mit dem deutschen lizenzierten Markt vergleichbar.
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Über die Autorin

Lisa Lustich
Chefredakteurin & Casino-Testerin
Lisa Lustich testet seit 1997 deutschsprachige Online-Casinos und leitet die Redaktion von Lustich.de. Über 400 veröffentlichte Reviews, zertifizierte Spielerschutz-Beraterin (BZgA-Schulung 2019).
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