Razzia in Trenton: Polizei zerschlägt illegalen Glücksspielring und beschlagnahmt 70 Automaten
KI-GENERIERTNach elfmonatiger Ermittlung konfiszierte die Polizei in New Jersey 70 illegale Spielautomaten und 100.000 US-Dollar Bargeld bei einem koordinierten Schlag gegen 32 Geschäfte.
In einer groß angelegten Operation hat die Polizei in Trenton, New Jersey, ein weitreichendes Netzwerk für illegales Glücksspiel ausgehoben. Die Razzien fanden am Montag, den 5. Oktober 2026, statt und markieren das Ende einer intensiven, elf Monate andauernden Untersuchung. Einsatzkräfte der Alcohol and Beverage Control Unit von Trenton und der Financial Crimes Unit der New Jersey State Police koordinierten die Durchsuchungen in der gesamten Stadt. Ziel der Ermittler waren vor allem kleine Ladenlokale wie Barbershops, Bodegas und Eckläden, in denen die illegalen Geräte für Kunden zugänglich waren.
Der Umfang des Einsatzes war so gewaltig, dass er in der Bevölkerung zeitweise für Unruhe sorgte. Viele Anwohner befürchteten aufgrund der massiven Polizeipräsenz eine Aktion der Einwanderungsbehörde ICE. Die Polizei sah sich gezwungen, eine öffentliche Sicherheitswarnung herauszugeben, um klarzustellen, dass es sich um eine geplante Aktion gegen illegales Glücksspiel handelte. Insgesamt wurden 32 Standorte durchsucht, wobei die Beamten 70 Spielautomaten sicherstellten, die ohne jegliche staatliche Lizenz betrieben wurden. Zudem konfiszierten die Behörden rund 100.000 US-Dollar in bar, die direkt aus den Einnahmen der Geräte stammen sollen.
Zahlen und Fakten
Im Zentrum der Ermittlungen steht der 33-jährige Harry B. Almonte aus Philadelphia. Die Polizei wirft ihm vor, der Kopf hinter dem komplexen Glücksspiel-Netzwerk zu sein. Er wurde in seinem Haus in Philadelphia verhaftet. Bei der Durchsuchung seines Wohnsitzes fanden die Beamten nicht nur Beweise für das Glücksspiel, sondern auch drei halbautomatische Handfeuerwaffen und über ein Pfund Marihuana. Almonte muss sich nun wegen Geldwäsche in einem Umfang zwischen 75.000 und 500.000 US-Dollar verantworten. Die Ermittler gehen davon aus, dass er monatlich Beträge zwischen 16.000 und 50.000 US-Dollar auf private und geschäftliche Bankkonten einzahlte, um die Herkunft der Gelder zu verschleiern.
Die Ermittlungen begannen bereits im November 2025, nachdem die staatliche Polizei einen anonymen Hinweis erhalten hatte. Undercover-Beamte besuchten daraufhin mehrere der verdächtigen Orte, während Detektive die Bewegungen von Almonte und seinem Fahrzeug überwachten. Ein entscheidender Moment der Untersuchung war eine frühere Kontrolle, bei der Almonte mit einer großen Menge Bargeld und einer Quittung erwischt wurde, die belegte, dass ein einziger Automat allein 25.000 US-Dollar eingenommen hatte.
Hintergrund
Das Problem des illegalen Glücksspiels in New Jersey ist nicht neu. Erst Ende August hatte das Sheriff-Büro von Passaic County 95.000 US-Dollar aus einer illegalen Operation in Paterson beschlagnahmt. Diese Fälle zeigen, dass illegale Spielautomaten in kleinen Läden eine lukrative, aber hochgefährliche Schattenwirtschaft darstellen. Captain Dave Ordille von der Polizei in Trenton betonte, dass die Untersuchung eine klare Warnung an alle Geschäftsinhaber sei, die solche Geräte ohne Lizenz aufstellen. Den beteiligten Läden drohen nun empfindliche Strafen und der Entzug ihrer Konzessionen für den Verkauf von Alkohol oder anderen regulierten Waren.
„Die Untersuchung sendet eine Warnung an Unternehmen, die illegale Glücksspielautomaten betreiben." - Dave Ordille, Captain bei der Polizei von Trenton
Die Ermittler konnten durch Bankunterlagen nachweisen, dass die Gelder aus den Automaten systematisch mit legalen Einkünften vermischt wurden. Dies ist ein klassisches Merkmal der Geldwäsche, die darauf abzielt, illegale Profite in den legalen Wirtschaftskreislauf zu schleusen. Für die Stadt Trenton ist der Erfolg der Operation ein wichtiger Schritt, um die lokale Kriminalität einzudämmen, die oft mit illegalem Glücksspiel einhergeht.
Was heißt das für deutsche Spieler?
Für Spieler in Deutschland unterstreicht dieser Fall aus den USA, wie wichtig eine strikte Regulierung und die Nutzung lizenzierter Angebote ist. In Deutschland regelt der Glücksspielstaatsvertrag 2021 (GlüStV 2021) den Markt. Wer bei nicht lizenzierten Anbietern spielt, setzt sich hohen Risiken aus. Dazu gehören fehlender Spielerschutz, die Gefahr von Betrug und der Verlust des eingezahlten Geldes ohne rechtliche Handhabe. In Deutschland sorgt die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder (GGL) dafür, dass nur Anbieter mit einer deutschen Lizenz aktiv sind. Diese halten sich an strenge Regeln wie das Einzahlungslimit von 1.000 Euro pro Monat über das LUGAS-System und das Einsatzlimit von einem Euro pro Spin bei Online-Slots. Solche Mechanismen fehlen im illegalen Sektor völlig, wie der Fall in Trenton zeigt, wo enorme Summen unkontrolliert flossen.
Was das für GGL-Casinos heißt
Casinos mit einer GGL-Lizenz profitieren von der Zerschlagung illegaler Netzwerke, da dies den fairen Wettbewerb stärkt. Illegale Anbieter, ob physisch oder online, zahlen keine Steuern und ignorieren Spielerschutzmaßnahmen, was ihnen einen unfairen Vorteil verschafft. Die GGL geht aktiv gegen Schwarzmarktangebote vor, um sicherzustellen, dass Spieler in eine geschützte Umgebung geleitet werden. Für Betreiber mit deutscher Lizenz ist Rechtssicherheit das höchste Gut. Fälle wie in New Jersey verdeutlichen, dass Behörden weltweit den Druck auf den Schwarzmarkt erhöhen. In Deutschland ist die Whitelist der GGL das einzige verlässliche Verzeichnis für legale Angebote. Spieler sollten stets prüfen, ob ein Anbieter dort gelistet ist, um sicherzugehen, dass sie nicht in die Fänge von Kriminellen geraten, die wie im aktuellen US-Fall Gelder waschen und keine Spielsicherheit bieten.
Häufige Fragen
Wer wurde bei der Razzia in Trenton verhaftet?
Die Polizei verhaftete den 33-jährigen Harry B. Almonte aus Philadelphia. Ihm wird vorgeworfen, der Kopf hinter einem stadtweiten Netzwerk aus 70 illegalen Spielautomaten in Trenton zu sein.
Welche Gegenstände wurden beschlagnahmt?
Insgesamt konfiszierte die Polizei 70 nicht lizenzierte Spielautomaten und 100.000 US-Dollar Bargeld. Bei der Durchsuchung des Wohnsitzes des Hauptverdächtigen wurden zudem drei Handfeuerwaffen und Marihuana gefunden.
Wie hoch waren die monatlichen Einnahmen des Netzwerks?
Die Ermittler gehen davon aus, dass der Verdächtige monatlich zwischen 16.000 und 50.000 US-Dollar aus den illegalen Automaten auf seine Konten einzahlte. Ein einzelner Automat soll in kurzer Zeit bis zu 25.000 US-Dollar generiert haben.
Warum ist das Spielen bei lizenzierten Anbietern in Deutschland wichtig?
Nur Anbieter mit einer Lizenz der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL) garantieren die Einhaltung des Glücksspielstaatsvertrags 2021. Dies umfasst wichtige Schutzmaßnahmen wie das monatliche 1.000-Euro-Limit und den Anschluss an das Sperrsystem OASIS.
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Über die Autorin

Lisa Lustich
Chefredakteurin & Casino-Testerin
Lisa Lustich testet seit 1997 deutschsprachige Online-Casinos und leitet die Redaktion von Lustich.de. Über 400 veröffentlichte Reviews, zertifizierte Spielerschutz-Beraterin (BZgA-Schulung 2019).
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