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Milliardenverluste in Vietnam: Corona Casino Phu Quoc kämpft mit roten Zahlen

Redaktionell geprüft von Lisa LustichLetzte Prüfung:
Milliardenverluste in Vietnam: Corona Casino Phu Quoc kämpft mit roten ZahlenKI-GENERIERT

Der Betreiber des Corona Casinos auf Phu Quoc meldet einen kumulierten Verlust von über 6,1 Billionen VND. Trotz Kapitalspritzen bleibt die Lage im vietnamesischen Glücksspielmarkt angespannt.

Das prestigeträchtige Corona Casino auf der vietnamesischen Urlaubsinsel Phu Quoc sorgt erneut für Schlagzeilen, allerdings nicht durch glitzernde Gewinnsummen an den Tischen, sondern durch erschreckende Zahlen in der Bilanz. Die Betreibergesellschaft, die Phu Quoc Tourism Investment and Development Joint Stock Company (DPQC), hat ihren jüngsten Finanzbericht bei der Börse von Hanoi eingereicht und offenbart darin die Tiefe der wirtschaftlichen Krise. Obwohl sich der Vorsteuerverlust im Vergleich zum Vorjahr verringert hat, wächst der Schuldenberg stetig weiter an.

Für den Berichtszeitraum bis zum 30. Juni 2026 weist das Unternehmen einen Vorsteuerverlust von 202,67 Milliarden VND aus. Das klingt im ersten Moment fast wie eine Erfolgsmeldung, wenn man bedenkt, dass im Vorjahreszeitraum noch ein Minus von 561,23 Milliarden VND zu Buche stand. Doch der Schein trügt, denn die langfristige Belastung ist immens. Die kumulierten Verluste des Unternehmens sind bis zum Stichtag auf sage und schreibe 6.192,48 Milliarden VND angewachsen.

Zahlen und Fakten

Ein Blick in die Details des Finanzberichts zeigt eine massive Verschiebung der Kapitalstruktur. Das Eigenkapital von DPQC stieg durch eine gezielte Erhöhung von 7.500 Milliarden VND auf nun 10.000 Milliarden VND. Damit konnte das Unternehmen sein Eigenkapital von zuvor 1.996,40 Milliarden VND auf aktuell 3.807,51 Milliarden VND fast verdoppeln. Dieser Schritt war bitter nötig, um die gestiegenen aufgelaufenen Verluste teilweise zu kompensieren und die Verschuldungsquote von 20,38 auf 13,57 zu drücken.

Dennoch bleiben die Verbindlichkeiten ein massiver Klotz am Bein des Betreibers. Die Gesamtverbindlichkeiten stiegen zum 30. Juni 2026 auf 51.674,70 Milliarden VND. Das entspricht einem Zuwachs von über 26,9 Prozent gegenüber den 40.689,87 Milliarden VND des vorherigen Zeitraums. Besonders auffällig ist, dass die ausstehenden Anleihen mit 7.484,36 Milliarden VND weiterhin eine enorme Last darstellen, während sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten bereits 17.682,71 Milliarden VND erreicht haben.

Hintergrund

Das Corona Casino Phu Quoc ist kein gewöhnliches Spielhaus. Es ist Teil eines gewaltigen Projektkomplexes mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von über 50.000 Milliarden VND, der seit 2019 in Betrieb ist. Neben dem Casino gehören Marken wie Vinpearl Safari, VinOasis und verschiedene Resorts zum Portfolio der 2014 gegründeten DPQC. Das Besondere an diesem Standort: Es handelt sich um ein Pilotprojekt, bei dem unter bestimmten Bedingungen auch einheimische vietnamesische Staatsbürger spielen dürfen, was in den meisten anderen der neun lizenzierten Casino-Projekte des Landes untersagt ist.

Laut dem Finanzministerium in Vietnam gibt es aktuell Bestrebungen, die strengen Regeln für Einheimische zu lockern, um den Abfluss von Glücksspielkapital in das Ausland zu stoppen. Doch die Konkurrenz ist groß. Neben den drei großen Casinos Nam Hoi An, Ho Tram und Phu Quoc kämpfen sechs kleinere Projekte um die Gunst der zahlungskräftigen Kundschaft.

„Die Phu Quoc Tourism Investment and Development Joint Stock Company verzeichnete einen deutlichen Vorsteuerverlust im aktuellen Berichtszeitraum.“ - Auszug aus dem Finanzbericht der DPQC an die Börse von Hanoi

Was heißt das für deutsche Spieler?

Für deutsche Casinofreunde mag Phu Quoc wie ein fernes Urlaubsparadies klingen, doch die wirtschaftlichen Nöte solcher Megaprojekte unterstreichen, wie wichtig ein stabiler und sicher regulierter Markt ist. In Deutschland bietet der Glücksspielstaatsvertrag 2021 (GlüStV 2021) einen Rahmen, der solche existenzbedrohenden Schieflagen durch strenge Lizenzierung und Überwachung verhindern soll. Während man in Vietnam mit Milliardenverlusten und undurchsichtigen Verbindlichkeiten kämpft, setzen deutsche GGL-lizenzierte Anbieter auf Spielerschutz durch LUGAS und OASIS.

Deutsche Spieler sollten sich bewusst sein, dass hohe Verluste von Betreibern im Ausland oft zu einer aggressiveren Vermarktung oder schlechteren Auszahlungsquoten führen können. Wer sicher spielen will, bleibt bei den Anbietern der GGL-Whitelist. Dort gelten das Einzahlungslimit von 1.000 Euro pro Monat und der Einsatzdeckel von 1 Euro pro Spin. Diese Regeln schützen nicht nur den Spieler vor übermäßigen Verlusten, sondern sorgen auch für eine nachhaltige Finanzplanung der Betreiber, die nicht auf riskante Milliarden-Kredite angewiesen sind.

Was das für GGL-Casinos heißt

Die Situation in Vietnam dient als mahnendes Beispiel für die europäische Branche. GGL-Casinos müssen beweisen, dass Profitabilität auch unter strengen regulatorischen Auflagen möglich ist. Während DPQC in Vietnam durch Kapitalerhöhungen versucht, den Kopf über Wasser zu halten, müssen deutsche Anbieter durch Effizienz und exzellenten Service überzeugen. Der Fokus auf den Spielerschutz ist hier kein Hindernis, sondern ein Stabilitätsfaktor. Ein Markt, der auf solidem Fundament steht und nicht auf riskanten Pilotprojekten basiert, ist langfristig resistenter gegen globale Wirtschaftsschwankungen.

Häufige Fragen

Wie hoch ist der kumulierte Verlust des Corona Casinos Phu Quoc?

Zum 30. Juni 2026 beliefen sich die kumulierten Verluste des Betreibers DPQC auf insgesamt 6.192,48 Milliarden VND. Allein im ersten Halbjahr kam ein Vorsteuerverlust von über 202 Milliarden VND hinzu.

Dürfen Vietnamesen im Corona Casino Phu Quoc spielen?

Ja, das Casino fungiert als Pilotprojekt, bei dem auch einheimische Teilnehmer unter bestimmten Bedingungen zugelassen sind. In den meisten anderen Casinos Vietnams ist der Zutritt für Einheimische streng untersagt.

Wie hat sich das Eigenkapital des Unternehmens entwickelt?

Das Eigenkapital wurde massiv von 7.500 Milliarden VND auf 10.000 Milliarden VND erhöht, um die Verluste abzufedern. Dadurch stieg das bilanzierte Eigenkapital auf rund 3.807,51 Milliarden VND.

Was sind die größten finanziellen Belastungen für den Betreiber?

Die Gesamtverbindlichkeiten liegen bei über 51.674 Milliarden VND, wobei allein die ausstehenden Anleihen über 7.484 Milliarden VND betragen. Zudem stiegen die sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten drastisch an.

Warum ist das Spielen in deutschen Casinos sicherer als bei Auslands-Anbietern?

In Deutschland garantieren die GGL-Lizenz und der GlüStV 2021 strenge Kontrollen sowie finanzielle Sicherheit durch die Whitelist. Mechanismen wie das 1.000 Euro Einzahlungslimit und das LUGAS-System schützen Spieler vor unkontrollierten Verlusten.

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Über die Autorin

Lisa Lustich

Lisa Lustich

Chefredakteurin & Casino-Testerin

Lisa Lustich testet seit 1997 deutschsprachige Online-Casinos und leitet die Redaktion von Lustich.de. Über 400 veröffentlichte Reviews, zertifizierte Spielerschutz-Beraterin (BZgA-Schulung 2019).

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