Evenbeter und Headshot starten große Studie zur Mitarbeiterbindung im iGaming
KI-GENERIERTDer B2B-Entwickler Evenbeter und die Agentur Headshot untersuchen bis zum 1. Oktober 2026 die Arbeitsbedingungen der Branche, um Fluktuation und Burnout zu bekämpfen.
In der dynamischen Welt des Online-Glücksspiels steht ein Wandel bevor, der weniger die Walzen der Slots als vielmehr die Schreibtische der Entwickler betrifft. Der B2B-Lösungsanbieter Evenbeter, in der Branche noch vielen unter dem alten Namen EvenBet Gaming bekannt, hat eine strategische Partnerschaft mit der internationalen Rekrutierungsagentur Headshot geschlossen. Gemeinsam nehmen sie eines der drängendsten Probleme der Branche unter die Lupe: den Kampf um qualifizierte Fachkräfte und die Frage, warum Experten ihren Arbeitgebern den Rücken kehren oder treu bleiben.
Die neue Studie mit dem Titel „The State of iGaming Teams 2026 und 2027: Why People Stay. Why They Leave. What Leaders Can Do Next“ markiert einen wichtigen Punkt für die Branche. Es geht nicht nur um nackte Zahlen, sondern um das Verständnis menschlicher Dynamiken in einem Sektor, der oft von extremem Leistungsdruck und schnellen Innovationszyklen geprägt ist. Die Datenerhebung hat bereits am 3. September begonnen und soll bis zum 1. Oktober 2026 laufen, wobei sowohl Online-Umfragen als auch persönliche Interviews zum Einsatz kommen.
Zahlen und Fakten
Die Relevanz dieser Untersuchung wird durch die steigenden Kosten deutlich, die entstehen, wenn erfahrene Spezialisten ein Unternehmen verlassen. Laut den Initiatoren mangelt es bisher an umfassenden, branchenweiten Daten, die sich explizit auf die Bindung von Mitarbeitern konzentrieren. Ein zentraler Aspekt der Forschung ist die Diskrepanz zwischen dem, was Unternehmen als wichtig für ihre Angestellten erachten, und dem, was die Arbeitnehmer tatsächlich wertschätzen. Der finale Bericht soll Ende November 2026 erscheinen und tiefe Einblicke in die Managementkultur und die tatsächlichen Arbeitserfahrungen bieten.
„Das Ziel der Forschung ist es, ein vollständiges Branchenbild der Teambedingungen im iGaming zu erstellen und Unternehmen praktische Empfehlungen für die Mitarbeiterbindung zu geben.“ - Daria Fot, Personaldirektorin bei Evenbeter
Polina Kapitonova, CEO bei Headshot, betont zudem, dass oberflächliche Marktdurchschnitte für einzelne Firmen wenig wert seien. Die Studie wird die Ergebnisse daher detailliert nach Berufserfahrung, Funktion und Standort aufschlüsseln, um präzise Antworten auf die Frage nach dem Bleiben oder Gehen zu liefern.
Hintergrund
Die iGaming-Branche hat sich in den letzten Jahren massiv professionalisiert, doch der Fachkräftemangel bleibt ein Bremsklotz. Burnout und eine zu hohe Arbeitsbelastung sind Themen, die in den Chefetagen oft hinter Umsatzberichten zurückstehen. Die Kooperation zwischen einem Software-Entwickler und einer Personalagentur zeigt, dass das Bewusstsein für diese Probleme wächst. Man erkennt, dass der Erfolg eines Produkts untrennbar mit der psychischen Gesundheit und Zufriedenheit des Teams verbunden ist. Die Studie deckt dabei den Zeitraum für die Jahre 2026 und 2027 ab, was eine vorausschauende Planung ermöglichen soll.
Besonders interessant ist der Fokus auf die Managementkultur. In einer Branche, die technologisch an der Spitze steht, hinken die Führungsstrukturen manchmal hinterher. Die Untersuchung soll CEOs und Gründern dabei helfen, datengestützte Entscheidungen zu treffen und den finanziellen Schaden durch den Verlust von Schlüsselpersonal besser zu kalkulieren. Es geht also um eine Mischung aus Empathie und knallharter Betriebswirtschaft.
Was heißt das für deutsche Spieler?
Für deutsche Spieler mag eine Studie über Arbeitsbedingungen zunächst weit weg klingen, doch sie hat direkte Auswirkungen auf die Qualität und Sicherheit des Spielangebots. Wenn Entwickler bei großen Anbietern unter Burnout leiden oder ständig das Team wechseln, leidet die Stabilität der Plattformen. In Deutschland ist der Markt durch den Glücksspielstaatsvertrag 2021 (GlüStV 2021) streng reguliert. Nur Anbieter auf der GGL-Whitelist dürfen legal operieren. Diese Unternehmen müssen komplexe technische Anforderungen erfüllen, wie etwa die Anbindung an das LUGAS-System zur Überwachung des Einzahlungslimits von 1.000 Euro pro Monat.
Qualifiziertes Personal ist notwendig, um diese rechtlichen Vorgaben wie das 1-Euro-Einsatzlimit pro Spin bei Slots fehlerfrei umzusetzen. Ein stabiles Team sorgt dafür, dass der Spielerschutz nicht nur eine Floskel auf dem Papier bleibt, sondern technisch einwandfrei funktioniert. Wenn deutsche Lizenznehmer ihre IT-Fachkräfte durch bessere Bedingungen halten können, profitieren Kunden von sichereren und besser gewarteten Systemen.
Was das für GGL-Casinos heißt
Casinos mit einer Lizenz der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL) stehen unter besonderer Beobachtung. Sie müssen garantieren, dass Spielersperren und Limits in Echtzeit greifen. Der Wettbewerb um die besten IT-Köpfe ist in Deutschland besonders hart, da auch andere Branchen nach Experten suchen. Die Erkenntnisse der Studie von Evenbeter und Headshot könnten deutschen Anbietern dabei helfen, attraktivere Arbeitsplätze zu schaffen, um sich gegen illegale Konkurrenten ohne GGL-Lizenz zu behaupten. Ein Unternehmen, das seine Mitarbeiter schätzt, bietet in der Regel auch den besseren Kundensupport und eine höhere Integrität beim Spielerschutz.
Häufige Fragen
Wann wird der Bericht der iGaming-Studie veröffentlicht?
Die Veröffentlichung des finalen Berichts ist für Ende November 2026 geplant. Bis zum 1. Oktober 2026 werden zuvor Daten durch Umfragen und Interviews gesammelt.
Wer führt die Untersuchung zum Arbeitsmarkt durch?
Die Studie wird gemeinsam vom B2B-Softwareentwickler Evenbeter und der internationalen Personalagentur Headshot durchgeführt. Beide Unternehmen wollen damit die Wissenslücke bei der Mitarbeiterbindung im Glücksspielsektor schließen.
Welche Themen werden in der Forschung genau analysiert?
Die Untersuchung konzentriert sich auf Gründe für Kündigungen, Faktoren für die Mitarbeiterbindung, Managementkultur sowie Burnout und Arbeitsbelastung. Zudem wird die Lücke zwischen den Erwartungen der Chefs und der Realität der Angestellten beleuchtet.
Warum ist diese Studie wichtig für die Sicherheit in Online-Casinos?
Zufriedene und erfahrene Mitarbeiter sorgen für stabilere Software und eine bessere Umsetzung von Spielerschutzmaßnahmen. In Deutschland ist dies besonders wichtig, um die strengen Vorgaben der GGL-Lizenz und des GlüStV 2021 technisch zuverlässig zu erfüllen.
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Über die Autorin

Lisa Lustich
Chefredakteurin & Casino-Testerin
Lisa Lustich testet seit 1997 deutschsprachige Online-Casinos und leitet die Redaktion von Lustich.de. Über 400 veröffentlichte Reviews, zertifizierte Spielerschutz-Beraterin (BZgA-Schulung 2019).
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