Flutter und EPIC erweitern Schutzprogramm für irischen Fußball
KI-GENERIERTFlutter Entertainment investiert massiv in den Spielerschutz und weitet sein Präventionsprogramm bis Ende 2026 auf alle 15 Gründungsclubs der irischen National League aus.
Flutter Entertainment setzt ein deutliches Zeichen für die soziale Verantwortung im Sportsektor. In enger Zusammenarbeit mit EPIC Global Solutions wird ein bereits bestehendes Programm zur Sensibilisierung für die Gefahren des Glücksspiels erheblich ausgeweitet. Ziel ist es, bis zum Ende des Jahres 2026 alle 15 Gründungsmitglieder der irischen National League zu integrieren. Diese neue Liga bildet die dritte Stufe der irischen Fußball-Pyramide und nahm erst im vergangenen Monat ihren Betrieb auf. Die Erweiterung folgt auf eine erfolgreiche Phase in der League of Ireland, bei der bereits tausende Beteiligte erreicht wurden.
Seit Januar haben über 2.000 Spieler der League of Ireland sowie Mitarbeiter des irischen Fußballverbands FAI an den Maßnahmen teilgenommen. Mehr als 70 von EPIC geleitete Workshops wurden bereits durchgeführt. Die FAI bezeichnet das Projekt als große Erfolgsgeschichte, da es nicht nur oberflächliche Informationen liefert, sondern tiefe Einblicke in das Verhalten und die Risiken ermöglicht. Die Beteiligten sind davon überzeugt, dass die klare Kommunikation und die Präventionsstrategien einen messbaren Unterschied im Alltag der Sportler machen.
„Die Wirkung dieses Programms in der gesamten League of Ireland war eine enorme Erfolgsgeschichte. Daher sind wir natürlich unglaublich dankbar, dass dies nun auf unsere neuen Teams der FAI National League ausgeweitet wird.“ - Garret Higgins, Interim FAI National Competitions Lead
Zahlen und Fakten
Der finanzielle Aufwand hinter diesen Initiativen ist beachtlich. Flutter Entertainment hat weltweit rund 139 Millionen US-Dollar (ca. 102 Millionen Pfund) in die Verbesserung der Kapazitäten von EPIC für sichereres Glücksspiel investiert. Ein bedeutender Teil dieser Summe, nämlich 75 Millionen US-Dollar, floss direkt in Projekte im Vereinigten Königreich und in Irland. Zu Flutter gehören bekannte Marken wie Paddy Power, Betfair und Sky Bet, die allesamt ihre Bemühungen im Bereich Spielerschutz intensivieren.
Ein wichtiger Indikator für den Erfolg der Workshops ist die Rückmeldung der Teilnehmer. Paul Buck, Chief Executive Officer von EPIC Global Solutions, betont die Effektivität des Programms. Laut seinen Angaben geben inzwischen 89 Prozent der Spieler an, sich sicher in ihrem Wissen über Glücksspielrisiken zu fühlen. Dieser hohe Wert bestätigt den pädagogischen Ansatz, bei dem insbesondere ehemalige Profisportler zu Wort kommen, die ihre eigenen Erfahrungen mit der Sucht teilen. Diese Glaubwürdigkeit sorgt dafür, dass die Botschaften bei den aktiven Spielern besser ankommen als rein theoretische Belehrungen.
Hintergrund
Neben dem Engagement im Fußball investiert Flutter auch in anderen Regionen und Sportarten. In Leeds wurde kürzlich das sogenannte Centre of Excellence eröffnet. Hierbei handelt es sich um einen speziellen Hub für Zusammenarbeit, Lernen und Experimentieren im Bereich des verantwortungsvollen Glücksspiels. Die Stadt Leeds dient Flutter zunehmend als Zentrum für neue Initiativen. So wurde im vergangenen Monat auch die Partnerschaft mit der Leeds Rhinos Foundation verlängert. Flutter erhöhte die jährliche Förderung für diese Stiftung von 25.000 Pfund auf 36.000 Pfund.
Global betrachtet zeigt sich ein Trend zur stärkeren Regulierung und Sensibilisierung. Während in Irland und Großbritannien der Fokus auf Prävention im Profisport liegt, öffnen sich andere Märkte wie Brasilien gerade erst für reguliertes Online-Glücksspiel. Dort starteten Unternehmen wie Konami Gaming und Kaizen Gaming (Betano) Anfang 2025 ihre Angebote unter neuen gesetzlichen Rahmenbedingungen. Auch Kaizen Gaming hat seine Partnerschaft mit EPIC erneuert, um ähnliche Schutzmaßnahmen wie in Irland umzusetzen.
Was heißt das für deutsche Spieler?
Für deutsche Spieler ist die Entwicklung bei Flutter und EPIC ein wichtiges Signal, auch wenn sich die konkreten Projekte auf Irland konzentrieren. In Deutschland ist der Spielerschutz durch den Glücksspielstaatsvertrag 2021 (GlüStV 2021) strenger geregelt als in vielen anderen EU-Ländern. Die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder (GGL) überwacht die Einhaltung harter Limits, wie etwa das anbieterübergreifende Einzahlungslimit von 1.000 Euro pro Monat. Zudem sorgt das LUGAS-System für die Überwachung der Spielaktivitäten, um exzessives Verhalten frühzeitig zu erkennen.
Spieler in Deutschland sollten darauf achten, ausschließlich bei Anbietern zu spielen, die auf der offiziellen Whitelist der GGL stehen. Marken von Flutter wie PokerStars verfügen über solche Lizenzen und müssen dementsprechend deutsche Standards erfüllen, darunter das Einsatzlimit von 1 Euro pro Spin an virtuellen Spielautomaten. Die Investitionen von Flutter in Präventionsprogramme wie in Irland zeigen, dass der Konzern versucht, über die gesetzlichen Mindestanforderungen hinaus Standards zu setzen, was langfristig auch den Schutzmechanismen auf dem deutschen Markt zugutekommen kann.
Was das für GGL-Casinos heißt
Die Expansion solcher Programme erhöht den Druck auf alle Anbieter mit GGL-Lizenz, ihre eigenen Sozialkonzepte stetig weiterzuentwickeln. Ein einfaches Einhalten der LUGAS-Vorgaben reicht oft nicht mehr aus, um in der öffentlichen Wahrnehmung als verantwortungsvolles Unternehmen zu gelten. Deutsche Casinos müssen beweisen, dass sie Früherkennungssysteme nutzen, die problematische Spielmuster identifizieren, bevor ein finanzieller Schaden entsteht. Kooperationen mit Organisationen wie EPIC könnten in Zukunft auch für den deutschen Markt an Bedeutung gewinnen, um die Akzeptanz des regulierten Marktes zu stärken und Abwanderungen in den illegalen Schwarzmarkt (MGA oder Curacao) zu verhindern.
Häufige Fragen
Welche Teams sind von der Erweiterung des Programms betroffen?
Das Programm wird auf alle 15 Gründungsmitglieder der neuen irischen FAI National League ausgeweitet. Dies umfasst die dritte Stufe des irischen Fußball-Systems.
Wie viele Personen haben bisher an den Workshops teilgenommen?
Seit Januar haben über 2.000 Spieler der League of Ireland sowie Mitarbeiter der FAI an mehr als 70 Workshops teilgenommen. Das Ziel ist eine flächendeckende Aufklärung im Profibereich.
Wie viel Geld investiert Flutter weltweit in den Spielerschutz?
Flutter Entertainment hat insgesamt 139 Millionen US-Dollar in die Zusammenarbeit mit EPIC Global Solutions investiert. Davon entfallen allein 75 Millionen US-Dollar auf den Kernmarkt in UK und Irland.
Wer leitet die Präventionsschulungen für die Fußballer?
Die Schulungen werden von EPIC Global Solutions durchgeführt. Dabei kommen oft ehemalige Profisportler zum Einsatz, um durch authentische Erfahrungsberichte eine höhere Wirkung bei den Spielern zu erzielen.
Gilt dieses Programm auch für Online-Casinos in Deutschland?
Nein, dieses spezifische Programm bezieht sich auf den irischen Fußball. Deutsche Spieler unterliegen jedoch den strengen Regeln der GGL, die ähnliche Schutzziele durch das LUGAS-System und Einzahlungslimits verfolgen.
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Über die Autorin

Lisa Lustich
Chefredakteurin & Casino-Testerin
Lisa Lustich testet seit 1997 deutschsprachige Online-Casinos und leitet die Redaktion von Lustich.de. Über 400 veröffentlichte Reviews, zertifizierte Spielerschutz-Beraterin (BZgA-Schulung 2019).
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