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Regulierung

Gaming in Germany 2026: Experten beraten in Berlin über die Zukunft des Glücksspiels

8. September 20266 Min.von Lisa Lustich
Redaktionell geprüft von Lisa LustichLetzte Prüfung:
Gaming in Germany 2026: Experten beraten in Berlin über die Zukunft des GlücksspielsKI-GENERIERT

Am 10. November 2026 trifft sich die Branche im Berliner DoubleTree Hilton, um über die Evaluierung des Glücksspielstaatsvertrags und den Schwarzmarkt zu debattieren.

Die deutsche Glücksspielbranche steht an einem Scheideweg, während sich die Regulierung im Spannungsfeld zwischen Spielerschutz und wirtschaftlicher Tragfähigkeit bewegt. Am 10. November findet im DoubleTree Hilton Ku-Damm in Berlin die nächste Ausgabe der Gaming in Germany Konferenz statt. Dieses Event hat sich als zentraler Ankerpunkt für Betreiber, Juristen und Behördenvertreter etabliert, die den komplexen deutschen Markt durchdringen wollen. Nachdem die Konferenz im Vorjahr bereits auf erhebliche Mängel bei der Kanalisierung hingewiesen hat, liegt der Fokus diesmal auf konkreten Fortschritten und der laufenden Evaluierung der gesetzlichen Rahmenbedingungen.

Die Stimmung in der Branche bleibt angespannt, da Deutschland im europäischen Vergleich oft als zu restriktiv wahrgenommen wird. Experten warnen davor, dass die aktuellen Regeln den Schwarzmarkt ungewollt stärken könnten, anstatt ihn zu bekämpfen. Der Konferenzgründer Willem van Oort betont die Relevanz der diesjährigen Themen für alle, die ein erfolgreiches iGaming-Geschäft in der Bundesrepublik führen möchten. Es geht nicht mehr nur um das bloße Überleben unter neuen Regeln, sondern um die Frage, wie der legale Markt gegenüber illegalen Offshore-Angeboten wieder an Attraktivität gewinnen kann.

Zahlen und Fakten

Die Konferenz ist in sechs thematische Blöcke unterteilt, die von hochkarätigen Sprechern geleitet werden. Ein Hauptredner wird ein hochrangiger Vertreter der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL) sein, der ein Update zur aktuellen Regulierung gibt. Ebenfalls auf dem Podium stehen Dr. Damir Boehm, CEO des Anbieters Tipwin, und Alexander Müller, Mitglied des Bundesvorstands der FDP. Ein besonders kritischer Punkt ist die Erinnerung an die Konferenz 2025, bei der Maarten Haijer, der ehemalige Generalsekretär der European Gaming and Betting Association (EGBA), eine düstere Prognose wagte.

„Es wird für Deutschland schwierig sein, sich im Vergleich zu anderen EU-Ländern vorwärts zu bewegen.“ - Maarten Haijer, ehemaliger Generalsekretär der EGBA

Diese Einschätzung basiert auf den schwierigen Bedingungen, die der Glücksspielstaatsvertrag 2021 (GlüStV 2021) geschaffen hat. Neben den rein deutschen Themen wird auch ein Blick nach Österreich geworfen, wo die Marktregulierung für Online-Casinos ebenfalls vor großen Veränderungen steht. Dies bietet Chancen für Betreiber, die bereits im deutschsprachigen Raum aktiv sind und nach neuen Wachstumsmöglichkeiten suchen.

Hintergrund

Ein Kernthema der Berliner Gespräche ist die Kampagne #ReclaimTheMarket. Hierbei geht es darum, lizenzierte Betreiber gegenüber dem Schwarzmarkt zu stärken. Die Teilnehmer diskutieren über die Zulässigkeit neuer Produkte, wie etwa Vorhersagemärkte, Sweepstakes oder eSports-Wetten. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Vergabe von Lizenzen für Online-Tischspiele in Bundesländern wie Nordrhein-Westfalen, Bayern, Schleswig-Holstein und Baden-Württemberg. Die Frage, ob die verbleibenden Monopole in Deutschland und Österreich noch zeitgemäß sind, steht ebenfalls zur Debatte.

„Die Möglichkeit, neue Produkte anbieten zu können, ist immer spannend, und die Öffnung des regulierten Online-Casino-Marktes in Österreich wird neue Möglichkeiten für Betreiber bringen.“ - Willem van Oort, Gründer von Gaming in Germany

Was heißt das für deutsche Spieler?

Für deutsche Spieler bedeutet diese Konferenz vor allem eines: Hoffnung auf ein besseres legales Angebot. Derzeit leiden viele Kunden unter den strengen Einschränkungen des GlüStV 2021. Dazu gehören das Einzahlungslimit von 1.000 Euro pro Monat über alle Anbieter hinweg, das durch das LUGAS-System überwacht wird, sowie das Einsatzlimit von 1 Euro pro Spielrunde an virtuellen Automaten. Diese Regeln wurden eingeführt, um den Spielerschutz zu maximieren, führen aber laut Branchenkritikern dazu, dass Spieler zu illegalen Anbietern ohne deutsche Lizenz abwandern. Wenn die Konferenz dazu beiträgt, dass die Evaluierung des Staatsvertrags zu praxisnäheren Lösungen führt, könnten deutsche Spieler bald von einer größeren Vielfalt an legalen Spielen und attraktiveren Bonusangeboten profitieren. Die GGL-Whitelist bleibt dabei der einzige sichere Anker für legale Spiele in Deutschland.

Was das für GGL-Casinos heißt

Betreiber mit einer GGL-Lizenz stehen unter enormem Druck. Sie müssen hohe Steuern zahlen und technische Hürden wie LUGAS und OASIS implementieren, während illegale Konkurrenten diese Kosten umgehen. Die Diskussionen in Berlin über die Evaluierung des Staatsvertrags sind für diese Unternehmen überlebenswichtig. Eine Anpassung der Regeln könnte den legalen Anbietern helfen, ihre Wettbewerbsfähigkeit zurückzürlangen. Besonders die Debatte über neue Produkte wie eSports-Wetten könnte frischen Wind in das Portfolio der lizenzierten Casinos bringen. Letztlich entscheidet die politische Weichenstellung darüber, ob Deutschland ein nachhaltiger Markt für legales Glücksspiel bleibt oder ob die Abwanderung in den Schwarzmarkt anhält.

Häufige Fragen

Wann findet die Gaming in Germany Konferenz 2026 statt?

Die Konferenz findet am Dienstag, den 10. November 2026, im DoubleTree Hilton Ku-Damm in Berlin statt. Sie bringt führende Köpfe der Branche zusammen, um über regulatorische Entwicklungen zu sprechen.

Wer sind die wichtigsten Sprecher auf dem Event?

Zu den bestätigten Sprechern gehören hochrangige Vertreter der Regulierungsbehörde GGL, der CEO von Tipwin Dr. Damir Boehm sowie Alexander Müller von der FDP. Auch Vertreter der Verbände DOCV und DSWV werden teilnehmen.

Welche Themen werden in Berlin diskutiert?

Im Fokus stehen die Evaluierung des Glücksspielstaatsvertrags 2021, die Bekämpfung des Schwarzmarktes und die Zulassung neuer Produkte wie eSports-Wetten. Zudem wird über die Marktregulierung in Österreich und Lizenzen für Online-Tischspiele gesprochen.

Welche Rolle spielt die GGL bei dieser Veranstaltung?

Ein Vertreter der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder wird eine Keynote halten und ein Update zur aktuellen Regulierung geben. Die Behörde ist entscheidend für die Durchsetzung der Regeln und die Lizenzierung in Deutschland.

Was bedeutet die Konferenz für Spieler mit Blick auf den GlüStV 2021?

Die Diskussionen könnten Einfluss auf zukünftige Gesetzesänderungen haben, die Aspekte wie das 1.000-Euro-Einzahlungslimit oder das 1-Euro-Einsatzlimit betreffen. Spieler sollten für ihre Sicherheit ausschließlich bei Anbietern spielen, die auf der offiziellen GGL-Whitelist stehen.

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Über die Autorin

Lisa Lustich

Lisa Lustich

Chefredakteurin & Casino-Testerin

Lisa Lustich testet seit 1997 deutschsprachige Online-Casinos und leitet die Redaktion von Lustich.de. Über 400 veröffentlichte Reviews, zertifizierte Spielerschutz-Beraterin (BZgA-Schulung 2019).

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Quellen & weiterführende Links

Glücksspiel kann süchtig machen. Spielen Sie verantwortungsbewusst. Hilfe und Beratung unter 0800 1 372 700 (BZgA, kostenlos & anonym).

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