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Georgien plant neue Glücksspiel-Lizenz für ausländische Anbieter

26. Juni 20265 Min.von Lisa Lustich
Redaktionell geprüft von Lisa LustichLetzte Prüfung:
Georgien plant neue Glücksspiel-Lizenz für ausländische Anbieter

Georgien erwägt eine neue, steuerfreundliche Glücksspiel-Lizenz speziell für Online-Anbieter, die sich an internationale Spieler richten. Das könnte den globalen Markt umkrempeln und die Konkurrenz noch einmal verschärfen.

In der Welt des Online-Glücksspiels tut sich ständig etwas. Diesmal richtet sich unser Blick nach Georgien. Dort gibt es Pläne für eine ganz spezielle Lizenz. Eine Lizenz, die nur für ausländische Online-Glücksspielanbieter gedacht ist. Das gab die georgische Regierung bekannt.

Was geschah

Georgien hat einen Gesetzentwurf vorgelegt. Dieser würde eine separate Lizenz für Online-Glücksspielanbieter schaffen. Das Neue daran: Diese Lizenz wäre ausschließlich für "Foreign-Only"-Betreiber gedacht. Das heißt, Unternehmen, die ihre Dienste nur Spielern außerhalb Georgiens anbieten. Der Kernpunkt dabei ist eine deutlich reduzierte Steuerlast. Lokale Spieler wären von diesen Plattformen ausgeschlossen. Ein wirklich interessanter Schachzug der georgischen Parlamentarier, finde ich. Es ist ein Versuch, mehr ausländische Investitionen anzuziehen, ohne den heimischen Markt direkt zu beeinflussen.

Die Details sind noch in Arbeit. Aber die Hauptidee ist klar. Georgien möchte ein attraktiver Standort für internationale Glücksspielunternehmen werden. Ohne dabei die eigene Bevölkerung zu gefährden. Dies ist ein wichtiger Unterschied zu den meisten anderen Jurisdiktionen, die Lizenzen anbieten. Viele Länder legen den Fokus auf den Schutz der eigenen Bürger durch strenge Regulierung. Georgien scheint hier einen anderen Weg zu gehen. Sie wollen von den Einnahmen profitieren, ohne das Risiko auf dem heimischen Markt zu tragen.

Hintergrund

Georgien ist kein Neuling im Bereich des Glücksspiels. Das Land hat bereits eine florierende Glücksspielindustrie. Besonders Kasinos sind beliebt. Allerdings gab es in den letzten Jahren immer wieder Diskussionen. Es ging um den Jugendschutz und die Suchtprävention. Diese neue Lizenzart könnte eine Reaktion darauf sein. Man möchte die Vorteile der Glücksspielindustrie nutzen. Gleichzeitig soll der Einfluss auf die georgischen Bürger minimiert werden. Das ist ein schmaler Grat. Die Regierung scheint hier einen pragmatischen Ansatz zu wählen.

Andere Länder kämpfen auch mit der Regulierung. Deutschland zum Beispiel hat mit dem Glücksspielstaatsvertrag 2021 versucht, Ordnung zu schaffen. Viele Länder wie Malta, Gibraltar oder Curaçao sind bekannt für ihre internationalen Lizenzen. Sie ziehen viele Betreiber an. Georgien könnte hier einen neuen Nischenmarkt schaffen. Besonders attraktiv könnte das für Unternehmen sein, die sich auf bestimmte Regionen spezialisiert haben. Oder für jene, die von den hohen Steuerlasten in etablierten Märkten genervt sind. Wir werden genau beobachten, wie sich das entwickelt.

Bedeutung für deutsche Spieler

Für deutsche Spieler ändert sich durch diese georgischen Pläne erst einmal nichts. Die GGL-lizenzierten Anbieter wie Jackpotpiraten oder Merkur-Slots bleiben die erste Wahl. Spieler in Deutschland sollten immer darauf achten, nur bei Anbietern mit deutscher Lizenz zu spielen. Diese unterliegen strengen Auflagen. Der Spielerschutz ist hier gewährleistet. Georgische Lizenzen sind für deutsche Spieler irrelevant. Das liegt an unserem nationalen Glücksspielstaatsvertrag. Dieser erlaubt nur bestimmte Lizenzen für das Anbieten von Online-Glücksspiel in Deutschland. Eine ausländische Lizenz, die sich nur an Nicht-Georgier richtet, hat hier keine Gültigkeit. Deutsche Spieler müssen weiterhin genau hinschauen.

Wir in der Redaktion von Lisa Lustich betonen das immer wieder. Nur Anbieter mit der Lizenz der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL) sind in Deutschland legal. Spielt man bei Anbietern ohne diese Lizenz, bewegt man sich in einer Grauzone. Das kann im Ernstfall finanzielle Nachteile haben. Oder man steht plötzlich ohne Hilfe da, wenn es Probleme gibt. Sicherheit geht vor, gerade beim Online-Glücksspiel.

Was das für GGL-Casinos heißt

Für GGL-Casinos wie CrazyBuzzer oder Löwen Play ändert sich direkt nichts. Sie operieren unter der deutschen Lizenz. Diese ist auf den deutschen Markt zugeschnitten. Sie haben klare Regeln. Das georgische Modell ist für sie nicht relevant. Die Konkurrenz im internationalen Raum könnte jedoch steigen. Das könnte langfristig Auswirkungen haben. Zum Beispiel auf die Verfügbarkeit von Software-Anbietern. Oder auf die allgemeine Preisgestaltung im B2B-Bereich. Es ist ein globales Geschäft. Neue Lizenzen beeinflussen immer irgendwie den Gesamtmarkt. Indirekt könnten die deutschen Anbieter also doch etwas spüren.

Ich sehe hier einen Trend. Länder versuchen, neue Wege zu finden, um am Kuchen des Online-Glücksspiels mitzuverdienen. Ohne dabei die eigenen Bürger den Risiken auszusetzen. Das ist ein schwieriges Unterfangen. Die deutsche Regulierung ist da sehr klar positioniert. Der Schutz der Spieler steht im Vordergrund. Das unterscheidet unser System von vielen anderen. Ich bin gespannt, ob sich das georgische Modell etabliert. Oder ob es doch zu unerwarteten Problemen führt. Wir bleiben dran.

Quellen & weiterführende Links

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