Glücksspiel ist laut GLPI-Chef Peter Carlino kugelsicher gegen Krisen
KI-GENERIERTGaming & Leisure Properties CEO Peter Carlino sieht die Branche trotz globaler Schwankungen als stabilen Fels in der Brandung und bezeichnet die Einnahmen als kugelsicher.
In der Welt der Finanzen und Immobilien gibt es kaum einen Bereich, der so leidenschaftlich diskutiert wird wie das Glücksspielgeschäft. Während einige Analysten vor einer Abkühlung des Marktes warnen, tritt Peter Carlino, der Chef von Gaming & Leisure Properties Inc. (GLPI), diesen Sorgen nun mit bemerkenswerter Deutlichkeit entgegen. Bei der Vorstellung der Ergebnisse für das zweite Quartal am 31. Juli machte er klar, dass er das Gerede über schwächelnde regionale Märkte für völlig unbegründet hält. Für ihn ist die Branche nicht nur stabil, sondern eine der sichersten Investitionen, die man sich vorstellen kann.
Carlino nutzt eine Sprache, die man in Geschäftsberichten selten findet. Er spricht von Jammern und Zähneknirschen in der Presse, das der Realität nicht standhalte. Die Menschen, so seine Beobachtung, geben ihre Unterhaltung nicht einfach auf, nur weil die Schlagzeilen negativ sind. Im Gegenteil, die Begeisterung in den Casinos sei körperlich spürbar. Diese Zuversicht speist sich aus harten Fakten: Die von GLPI finanzierten Projekte, etwa für Penn Entertainment, laufen laut Carlino fantastisch und übertreffen alle Erwartungen. Das Unternehmen selbst befinde sich in einer Lage, die kaum jemals besser war.
„Die Einnahmen aus dem Glücksspiel sind kugelsicher. Schreiben Sie das auf.“ - Peter Carlino, CEO von Gaming & Leisure Properties Inc.
Zahlen und Fakten
Die finanzielle Schlagkraft hinter diesen Aussagen ist gewaltig. GLPI ist ein sogenannter Real Estate Investment Trust (REIT). Das bedeutet, das Unternehmen besitzt die Immobilien der Casinos, während Partner wie Penn Entertainment oder Bally’s den eigentlichen Spielbetrieb leiten. Ein Blick auf die aktuellen Projekte zeigt die Dimensionen: Das Stadionprojekt von Bally’s in Las Vegas wird auf 1,2 Milliarden Dollar beziffert, während das Vorhaben in Chicago sogar rund 2 Milliarden Dollar verschlingt. Selbst das Mammutprojekt Bally’s Bronx in New York steht mit 4 Milliarden Dollar im Raum, auch wenn GLPI hier noch vorsichtig abwartet.
Ein interessanter Punkt ist die Robustheit dieses Modells. Während der Pandemie im Jahr 2020 mussten viele Vermieter von Einkaufszentren, die etwa 70 Prozent der US-Mails kontrollieren, über Mietkürzungen verhandeln. Die Glücksspiel-REITs hingegen erhielten ihre Mieten weiterhin pünktlich. Das liegt auch an den Triple-Net-Mietverträgen. Hierbei trägt der Mieter nicht nur die Miete, sondern auch Steuern, Versicherungen und Instandhaltungskosten. Für Investoren wie Carlino bedeutet das eine enorme Planungssicherheit, da das Risiko für operative Schwankungen primär beim Casinobetreiber liegt.
Hintergrund
Das Konzept des Gaming-REIT ist noch relativ jung. Es wurde 2013 geboren, als Penn National Gaming GLPI ausgründete. Peter Carlino, der Penn zuvor fast 20 Jahre lang geleitet hatte, übernahm das Ruder. Damals war es eine Revolution, das Immobilieneigentum vom Spielbetrieb zu trennen. Heute kontrollieren REITs etwa 40 Prozent der US-Glücksspielimmobilien. Neben GLPI sind Schwergewichte wie Vici Properties auf dem Markt aktiv, die unter anderem das berühmte Caesars Palace besitzen.
Die Diskussion dreht sich oft darum, ob Online-Glücksspiel den landbasierten Casinos schadet. Brandon Moore, COO von GLPI, sieht das gelassen. In Pennsylvania, einem Staat mit sehr liberalem Online-Angebot, zeigt sich, dass die klassischen Casinos trotzdem hervorragend performen. Moore räumt zwar ein, dass iGaming das Wachstum der physischen Standorte vielleicht etwas verlangsamt hat, aber die Rentabilität sei keineswegs gefährdet. Die Mieter seien weiterhin in der Lage und willens, ihre Raten zu zahlen.
Was heißt das für deutsche Spieler?
In Deutschland ist die Situation durch den Glücksspielstaatsvertrag 2021 (GlüStV 2021) strenger geregelt als in den USA. Dennoch ist Carlinos Analyse der Unverwüstlichkeit des Marktes auch hierzulande interessant. Deutsche Spieler suchen ebenfalls nach sicherer und regulierter Unterhaltung. Das Einzahlungslimit von 1.000 Euro pro Monat über alle Anbieter hinweg und das Einsatzlimit von einem Euro pro Spin bei Online-Slots sorgen für einen Spielerschutz, den es in dieser Form in den USA oft nicht gibt. Die Gemeinsamkeit liegt in der Nachfrage: Die Lust am Spiel bleibt auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten bestehen.
Spieler in Deutschland sollten darauf achten, nur bei Anbietern zu spielen, die auf der offiziellen Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL) stehen. Diese Casinos sind an das LUGAS-System angeschlossen, das die Einhaltung der Limits überwacht, und bieten durch den Anschluss an die Sperrdatei OASIS ein Höchstmaß an Sicherheit. Während in den USA oft große Immobilienfonds im Hintergrund agieren, steht in Deutschland die staatliche Aufsicht und die Einhaltung der strengen Regeln zum Jugend- und Spielerschutz im Vordergrund. Eine „kugelsichere“ Branche kann es in Deutschland nur geben, wenn die Legalität gewahrt bleibt.
Was das für GGL-Casinos heißt
Für deutsche Betreiber mit GGL-Lizenz bedeutet die Einschätzung von Carlino eine Bestätigung der langfristigen Stabilität. Die GGL-Whitelist ist das Gütesiegel, das den legalen Markt vom unregulierten Schwarzmarkt aus Curacao oder von MGA-Anbietern abgrenzt, die keine deutsche Lizenz besitzen. Die Stabilität, von der Carlino spricht, lässt sich in Deutschland vor allem durch Rechtssicherheit erreichen. Unternehmen, die sich an die Regeln des GlüStV 2021 halten, investieren in einen Markt, der zwar stark reglementiert, aber durch die hohe Nachfrage und die staatliche Akzeptanz sehr wertbeständig ist.
Betreiber, die Steuern in Deutschland zahlen und den Spielerschutz ernst nehmen, bauen auf ein Fundament, das ähnlich wie die US-Immobilienmodelle auf Dauerhaftigkeit ausgelegt ist. Der Fokus liegt hier weniger auf spekulativen Großprojekten wie in den Bronx oder Las Vegas, sondern auf der sauberen technischen Umsetzung von LUGAS und dem Schutz der Kunden. Wer in diesem Umfeld besteht, profitiert von einer treuen Nutzerschaft, die den Wert eines sicheren Spielumfelds zu schätzen weiß.
Häufige Fragen
Was meint Peter Carlino mit dem Begriff kugelsicher?
Er beschreibt damit die extreme Widerstandsfähigkeit der Glücksspieleinnahmen gegenüber wirtschaftlichen Abschwüngen oder negativer Presse. Laut Carlino geben Menschen ihre Ausgaben für Unterhaltung und Glücksspiel auch in Krisenzeiten nicht einfach auf, was die Branche zu einer stabilen Investition macht.
Was ist ein Real Estate Investment Trust im Glücksspielbereich?
Ein REIT wie GLPI besitzt die Grundstücke und Gebäude der Casinos, betreibt das Spielgeschäft aber nicht selbst. Stattdessen werden die Immobilien an Betreiber wie Penn Entertainment vermietet, die eine feste Miete zahlen, was dem REIT ein stabiles Einkommen unabhängig vom täglichen Casino-Erfolg sichert.
Schadet Online-Glücksspiel den echten Casinos vor Ort?
Laut GLPI-COO Brandon Moore ist der Effekt auf landbasierte Casinos gering. Zwar könne Online-Glücksspiel das Wachstum der physischen Standorte leicht drosseln, aber Beispiele wie Pennsylvania zeigen, dass beide Segmente nebeneinander existieren und florieren können.
Wie sicher ist das Glücksspiel für Spieler in Deutschland?
In Deutschland ist das Spiel bei Anbietern mit GGL-Lizenz durch den Glücksspielstaatsvertrag 2021 sehr sicher. Es gibt strenge Einzahlungslimits von 1.000 Euro im Monat und Einsatzlimits von einem Euro pro Spin, die über das LUGAS-System kontrolliert werden, um Spielsucht vorzubeugen.
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Über die Autorin

Lisa Lustich
Chefredakteurin & Casino-Testerin
Lisa Lustich testet seit 1997 deutschsprachige Online-Casinos und leitet die Redaktion von Lustich.de. Über 400 veröffentlichte Reviews, zertifizierte Spielerschutz-Beraterin (BZgA-Schulung 2019).
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