Lizenz bis 2031 für Holland Casino Online trotz massiver Steuererhöhungen
KI-GENERIERTDie niederländische Ksa verlängert die Online-Lizenz von Holland Casino um fünf Jahre. Dies geschieht vor dem Hintergrund einer krassen Steuererhöhung auf 37,8 Prozent GGR.
Holland Casino Online hat einen wichtigen Meilenstein erreicht und sichert sich die Präsenz auf dem regulierten Markt der Niederlande für ein weiteres halbes Jahrzehnt. Die niederländische Glücksspielbehörde Kansspelautoriteit, kurz Ksa, hat die Lizenz des staatlichen Glücksspielriesen offiziell verlängert. Diese Entscheidung tritt am 1. Oktober 2026 in Kraft und gilt bis zum Jahr 2031. Damit signalisiert die Aufsichtsbehörde volles Vertrauen in die Einhaltung der strengen Lizenzvorgaben durch den Betreiber. Doch die Freude über die regulatorische Sicherheit wird durch dunkle Wolken am Finanzhimmel getrübt, da der Konzern mit massiven Kostensteigerungen kämpft.
Die Verlängerung kommt zu einem Zeitpunkt, an dem das Unternehmen gegen die fiskalische Belastung durch den niederländischen Staat wettert. Während der Marktzugang nun bis 2031 rechtlich zementiert ist, stellt die Profitabilität eine ganz eigene Herausforderung dar. Die niederländische Regierung hat ihre Pläne zur Privatisierung des Staatsunternehmens vorerst verworfen, was Holland Casino in einer Zwickmühle zwischen öffentlichem Auftrag und wirtschaftlichem Wettbewerb belässt. Das Unternehmen muss sich nun in einem Umfeld beweisen, das durch striktere Werberegeln und eine wachsende Steuerlast geprägt ist, während gleichzeitig der Schutz der Spieler oberste Priorität behalten soll.
Zahlen und Fakten
Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in den Niederlanden haben sich drastisch verschärft. Zu Beginn des Jahres 2025 stieg der Steuersatz zunächst auf 34,2 Prozent des Gross Gaming Revenue (GGR), also des Bruttospielertrags. Kurze Zeit später wurde die Rate auf den aktuellen Höchstwert von 37,8 Prozent angehoben. Diese fiskalischen Maßnahmen sollen dem Staat zwischen den Jahren 2025 und 2028 zusätzliche Einnahmen von rund 200 Millionen Euro pro Jahr bescheren. Für Holland Casino bedeutet dies eine enorme Belastung. Allein im ersten Halbjahr 2025 meldete der Betreiber zusätzliche Kosten in Höhe von 13,5 Millionen Euro, die direkt auf die erste Stufe der Steuererhöhung zurückzuführen waren.
Die Ksa achtet zudem penibel auf die Einhaltung der Werbebeschränkungen. Erst kürzlich standen Konkurrenten wie BetCity und TOTO Winkel im Fokus der Ermittlungen, weil sie gegen das Verbot von prominenten Werbegesichtern verstoßen haben sollen. Seit Juni gilt in den Niederlanden ein fast vollständiges Verbot für Glücksspielwerbung in der Öffentlichkeit und in Massenmedien. In diesem Spannungsfeld muss Holland Casino versuchen, Kunden im legalen Bereich zu halten, ohne dabei die neuen, engen Grenzen der Kundenakquise zu überschreiten.
Hintergrund
Ein zentrales Thema bleibt die Kanalisierungsrate. Holland Casino betont immer wieder, dass ein regulierter Markt nur dann funktionieren kann, wenn die lizenzierten Anbieter kommerziell überlebensfähig bleiben. Wenn die steuerliche Belastung zu hoch wird, könnten die legalen Angebote gegenüber illegalen Plattformen aus Übersee, die keine Steuern zahlen und keinen Spielerschutz bieten, an Attraktivität verlieren. Petra de Ruiter, die Vorstandsvorsitzende von Holland Casino, sieht hier eine große Gefahr für die kommenden Jahre.
„Wir werden uns weiterhin für ein sicheres und verantwortungsbewusstes Online-Angebot einsetzen, bei dem der Spielerschutz immer an erster Stelle steht. Gleichzeitig bleibt es unerlässlich, dass der regulierte Markt attraktiv genug ist, um Spieler von unregulierten Anbietern fernzuhalten, wo Aufsicht und Schutz fehlen.“ - Petra de Ruiter, CEO von Holland Casino
Was heißt das für deutsche Spieler?
Für deutsche Spieler hat die Entwicklung im Nachbarland eine Signalwirkung, auch wenn sie nicht direkt bei Holland Casino Online spielen können. In Deutschland ist der Markt seit dem Glücksspielstaatsvertrag 2021 (GlüStV 2021) durch die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder (GGL) streng reguliert. Deutsche Kunden müssen sich an das monatliche Einzahlungslimit von 1.000 Euro halten, das über das zentrale System LUGAS überwacht wird. Zudem gilt das Einsatzlimit von 1 Euro pro Spielrunde an virtuellen Automaten. Ähnlich wie in den Niederlanden wird auch hierzulande intensiv über die Kanalisierung debattiert.
Wer in Deutschland sicher spielen möchte, sollte zwingend auf die GGL-Whitelist achten. Nur dort gelistete Anbieter garantieren, dass Gewinne zuverlässig ausgezahlt werden und der Spielerschutz nach deutschen Standards greift. Anbieter mit Lizenzen aus Malta (MGA) oder Curacao sind in Deutschland für Online-Slots und Poker nicht legal, auch wenn sie oft mit aggressiven Bonusangeboten locken. Die Situation in den Niederlanden zeigt, dass staatliche Regulierung und hohe Steuern ein schwieriger Balanceakt sind, der letztlich auch die Qualität des legalen Spielangebots für den Endnutzer beeinflusst.
Was das für GGL-Casinos heißt
Deutsche Lizenzinhaber beobachten die Steuerdebatte bei den Nachbarn sehr genau. In Deutschland wird der Bruttospieleinsatz bei Slots bereits mit 5,3 Prozent besteuert, was viele Anbieter an den Rand der Rentabilität führt. Eine weitere Erhöhung, wie sie die Niederlande nun durchgezogen haben, könnte auch hierzulande die Abwanderung von Spielern in den Schwarzmarkt beschleunigen. Die GGL steht daher vor der Aufgabe, einerseits den Spielerschutz durchzusetzen und andererseits den legalen Anbietern genug Raum zu lassen, um gegen illegale Konkurrenz bestehen zu können. Die fünfjährige Planungssicherheit von Holland Casino ist ein Luxus, den sich viele deutsche Betreiber in einem sich ständig wandelnden regulatorischen Umfeld ebenfalls wünschen würden.
Häufige Fragen
Bis wann ist die Lizenz von Holland Casino Online nun gültig?
Die niederländische Behörde Ksa hat die Konzession um fünf Jahre verlängert. Die neue Laufzeit beginnt am 1. Oktober 2026 und endet offiziell im Jahr 2031.
Wie hoch ist die neue Glücksspielsteuer in den Niederlanden?
Nach einer schrittweisen Erhöhung liegt der Steuersatz nun bei 37,8 Prozent des Bruttospielertrags. Zuvor war die Steuer im Januar 2025 bereits auf 34,2 Prozent angehoben worden.
Welche finanziellen Folgen hat die Steuererhöhung für den Betreiber?
Holland Casino berichtete allein für das erste Halbjahr 2025 von Zusatzkosten in Höhe von 13,5 Millionen Euro. Die Regierung erwartet durch die Maßnahme jährliche Mehreinnahmen von 200 Millionen Euro.
Gibt es in den Niederlanden ein Werbeverbot für Glücksspiel?
Ja, seit Juni 2023 gilt ein weitreichendes Verbot für ungerichtete Werbung, insbesondere im Fernsehen und Radio. Die Ksa bestraft zudem den Einsatz von prominenten Vorbildern in der Vermarktung sehr streng.
Dürfen deutsche Spieler bei Holland Casino Online ein Konto eröffnen?
Nein, das Angebot richtet sich ausschließlich an Personen mit Wohnsitz in den Niederlanden. Deutsche Spieler müssen Anbieter nutzen, die auf der offiziellen Whitelist der GGL stehen und den GlüStV 2021 einhalten.
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Über die Autorin

Lisa Lustich
Chefredakteurin & Casino-Testerin
Lisa Lustich testet seit 1997 deutschsprachige Online-Casinos und leitet die Redaktion von Lustich.de. Über 400 veröffentlichte Reviews, zertifizierte Spielerschutz-Beraterin (BZgA-Schulung 2019).
Alle Artikel von Lisa Lustich →Quellen & weiterführende Links
- Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder (GGL): gluecksspiel-behoerde.de
- Whitelist erlaubter Online-Anbieter: GGL-Whitelist
- BZgA Spielsucht-Hotline: 0800 1 372 700 (kostenlos, anonym, 24/7)
- Redaktionelle Methodik: Redaktionsrichtlinien Lustich.de
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