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Führungswechsel bei RMG: Ehemaliger Camelot-Chef Nigel Railton übernimmt Vorsitz

18. September 20266 Min.von Lisa Lustich
Redaktionell geprüft von Lisa LustichLetzte Prüfung:
Führungswechsel bei RMG: Ehemaliger Camelot-Chef Nigel Railton übernimmt VorsitzKI-GENERIERT

Die Racecourse Media Group (RMG) besetzt ihre Spitze neu. Nigel Railton, der fast 20 Jahre lang für den Lotteriebetreiber Camelot tätig war, tritt am 1. Oktober 2026 die Nachfolge von Conor Grant an.

Die britische Medienlandschaft im Pferdesport steht vor einem bedeutenden personellen Umbruch an der Spitze. Die Racecourse Media Group (RMG), die für die Vermarktung der Medienrechte von insgesamt 35 Rennstrecken in Großbritannien verantwortlich ist, hat die Ernennung von Nigel Railton zum neuen Vorsitzenden bekannt gegeben. Railton wird sein neues Amt offiziell am 1. Oktober 2026 antreten und tritt damit in die Fußstapfen von Conor Grant, der seit April 2023 den Vorsitz innehatte. Grant wird dem Unternehmen noch bis zum 1. November 2026 erhalten bleiben, um einen reibungslosen Übergang der Amtsgeschäfte zu gewährleisten.

Mit Nigel Railton gewinnt die RMG einen erfahrenen Strategen, der fast zwei Jahrzehnte lang in verschiedenen Führungspositionen beim ehemaligen Betreiber der britischen National Lottery, Camelot, tätig war. Seine Karriere bei Camelot begann bereits im April 2005 und führte ihn über Stationen als Finanzdirektor und Strategiedirektor bis hin zum Posten des Group CEO. Unter seiner Leitung bereitete sich Camelot auf die Übernahme durch die Allwyn-Gruppe vor, woraufhin Railton das Unternehmen im Februar 2023 verließ. Aktuell ist er zudem als Vorsitzender der Post Office tätig, eine Position, die er seit Mai 2024 bekleidet.

Zahlen und Fakten

Die Bedeutung der RMG für den britischen Pferdesport lässt sich an den nackten Zahlen ablesen. Das Unternehmen verwaltet und distribuiert Inhalte von 35 Rennorten über TV, digitale Kanäle und Wettplattformen. Zu den Anteilseignern gehören prominente Namen wie Aintree, Cheltenham, Epsom Downs und Newmarket. Besonders wichtig ist das Geschäftsmodell der RMG, da 100 Prozent der Betriebsgewinne an die Partnerrennstrecken zurückfließen, um das nachhaltige Wachstum des Sports zu finanzieren.

Railton selbst blickt optimistisch auf seine neue Aufgabe, betont jedoch auch die Herausforderungen der modernen Medienwelt. In einem offiziellen Statement zur Ernennung ordnete er die aktuelle Lage ein:

„Die Medienlandschaft entwickelt sich rasant weiter und schafft sowohl Chancen als auch Herausforderungen. Ich freue mich darauf, mit dem Vorstand, CEO Nick Mills und dem weiteren Team zusammenzuarbeiten, um auf dem Erfolg des Unternehmens aufzubauen, Partnerschaften zu stärken und das langfristige Wachstum sowie die Nachhaltigkeit des Rennsports zu unterstützen.“ - Nigel Railton, designierter Vorsitzender der Racecourse Media Group

Hintergrund

Der Wechsel an der Spitze ist Teil einer größeren strategischen Neuausrichtung. Erst kürzlich wurde bekannt, dass Nick Mills ab dem 4. November 2026 die Rolle des Chief Executive Officer übernehmen wird. Mills folgt auf Martin Stevenson, der im Juli ankündigte, zum Ende des Jahres zurückzutreten. Mills ist seit fast 20 Jahren im Unternehmen und war zuvor als Chief Commercial Officer tätig. Die Kombination aus der internen Beförderung von Mills und der externen Berufung von Railton als Vorsitzendem soll Stabilität und frische Impulse vereinen. James Sanderson, Non-Executive Director bei RMG, bezeichnete Railtons Erfahrung in hochregulierten Organisationen als enormen Gewinn für das Unternehmen und den gesamten Sport.

Die RMG betreibt unter anderem den bekannten Sender Racing TV und ist über die Racecourse Data Company auch an der Lizensierung von Renndaten beteiligt. Durch Kooperationen mit Buchmachern zielt die Gruppe darauf ab, die Wettumsätze auf ihre Inhalte zu steigern und gleichzeitig die Fan-Interaktion durch innovative digitale Dienste zu fördern. In einer Zeit, in der das traditionelle Fernsehen durch Streaming-Plattformen unter Druck gerät, ist diese digitale Kompetenz entscheidend für den Erhalt der Einnahmen der Rennvereine.

Was heißt das für deutsche Spieler?

Für deutsche Fans von Pferdewetten und Online-Glücksspielen hat diese Personalie zwar keine direkten Auswirkungen auf die tägliche Tippabgabe, unterstreicht aber die Professionalisierung der Branche. Deutsche Spieler, die legal auf britische Rennen wetten möchten, sollten dies ausschließlich bei Anbietern tun, die auf der Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL) stehen. Der deutsche Glücksspielstaatsvertrag 2021 (GlüStV 2021) setzt hier enge Grenzen zum Schutz der Verbraucher.

So gilt für deutsche Nutzer beispielsweise das monatliche Einzahlungslimit von 1.000 Euro über alle Anbieter hinweg, das durch das LUGAS-System überwacht wird. Auch das Einsatzlimit von 1 Euro pro Spin an virtuellen Automaten ist ein Kernbestandteil des deutschen Spielerschutzes. Wer auf britische Pferderennen wettet, profitiert indirekt von der Arbeit der RMG, da diese für die Qualität der Livestreams und Datenübertragungen bei lizenzierten deutschen Buchmachern verantwortlich ist. Transparenz und Integrität, wie sie Railton von Camelot gewohnt ist, sind auch im deutschen Markt die wichtigsten Währungen.

Was das für GGL-Casinos heißt

Für Betreiber mit einer GGL-Lizenz bedeutet die personelle Stärkung der RMG, dass die Qualität der vermarkteten Inhalte stabil bleibt. Deutsche Casinos, die neben Slots auch Sportwetten im Programm haben, sind auf verlässliche Partner in Großbritannien angewiesen. Da die RMG 100 Prozent ihrer Profite reinvestiert, ist mit weiteren Innovationen in der Bildübertragung und Datenauswertung zu rechnen. Dies hilft lizenzierten Anbietern, sich gegenüber dem Schwarzmarkt abzugrenzen, der oft mit minderwertigen oder illegal abgegriffenen Streams arbeitet. Die Kooperation mit einer seriös geführten RMG unter Railton stärkt somit indirekt den legalen Markt in ganz Europa, da Standards für Integrität und Jugendschutz bei der Rechtevergabe gewahrt bleiben.

Häufige Fragen

Wer ist der neue Vorsitzende der Racecourse Media Group?

Nigel Railton wird zum 1. Oktober 2026 neuer Chair der RMG. Er war zuvor langjähriger CEO des Lotteriebetreibers Camelot UK und ist derzeit Vorsitzender der britischen Post Office.

Warum verlässt Conor Grant die RMG?

Conor Grant tritt planmäßig von seiner Position als Vorsitzender zurück, nachdem er das Amt seit April 2023 innehatte. Er bleibt bis zum 1. November 2026 im Unternehmen, um die Übergabe an Railton zu begleiten.

Welche Aufgaben übernimmt Nick Mills bei RMG?

Nick Mills wurde zum neuen Chief Executive Officer (CEO) ernannt und tritt sein Amt am 4. November 2026 an. Er folgt auf Martin Stevenson und war zuvor fast zwei Jahrzehnte in leitenden kommerziellen Rollen für die Gruppe tätig.

Was macht die Racecourse Media Group genau?

Die RMG verwaltet die Medienrechte für 35 britische Rennstrecken und betreibt Kanäle wie Racing TV. Alle erwirtschafteten Gewinne werden direkt an die beteiligten Rennvereine zurückgegeben.

Müssen deutsche Wettkunden wegen des Wechsels etwas beachten?

Nein, für deutsche Kunden ändert sich nichts direkt. Sie sollten jedoch darauf achten, nur bei Anbietern mit GGL-Lizenz zu wetten, um vom Schutz des Glücksspielstaatsvertrags 2021 zu profitieren.

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Über die Autorin

Lisa Lustich

Lisa Lustich

Chefredakteurin & Casino-Testerin

Lisa Lustich testet seit 1997 deutschsprachige Online-Casinos und leitet die Redaktion von Lustich.de. Über 400 veröffentlichte Reviews, zertifizierte Spielerschutz-Beraterin (BZgA-Schulung 2019).

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