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Glücksspiel in Maryland: Casino-Einnahmen im Juli deutlich rückläufig

Redaktionell geprüft von Lisa LustichLetzte Prüfung:
Glücksspiel in Maryland: Casino-Einnahmen im Juli deutlich rückläufigKI-GENERIERT

Die sechs Casinos im US-Bundesstaat Maryland verzeichneten im Juli einen Umsatzrückgang von 4,7 Prozent auf insgesamt 157,9 Millionen US-Dollar.

Die Glücksspielbranche im US-Bundesstaat Maryland sieht sich mit einem spürbaren Dämpfer konfrontiert. Nach den neuesten Berichten der staatlichen Aufsichtsbehörden sanken die Einnahmen in den sechs lizenzierten Casinos im Juli massiv. Mit einem Minus von 4,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat setzt der Markt ein Warnsignal, das weit über die Grenzen des Bundesstaates hinaus für Aufmerksamkeit sorgt. Die Gesamteinnahmen aus Spielautomaten und Tischspielen beliefen sich auf 157,9 Millionen US-Dollar, was einem Rückgang von 7,8 Millionen US-Dollar entspricht.

Besonders auffällig ist die Diskrepanz zwischen den verschiedenen Spielformen. Während Spielautomaten mit 115,5 Millionen US-Dollar weiterhin das Rückgrat der Branche bilden, steuerten Tischspiele lediglich 38,6 Millionen US-Dollar zum Gesamtergebnis bei. Dieser Abwärtstrend wirkt sich unmittelbar auf die Staatskasse aus, da die Abgaben an Maryland auf 68,2 Millionen US-Dollar fielen. Das ist ein Rückgang von 3,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr, wobei allein der Education Trust Fund, der wichtige Bildungsprojekte finanziert, mit 50 Millionen US-Dollar bedacht wurde.

Zahlen und Fakten

Ein Blick auf die einzelnen Standorte offenbart Gewinner und Verlierer in dieser schwierigen Phase. Das MGM National Harbor bleibt zwar der Umsatzkönig, musste aber den schmerzhaftesten Einbruch verkraften. Mit Einnahmen von 60,2 Millionen US-Dollar lag das Casino satte 12,2 Prozent oder 8,4 Millionen US-Dollar unter dem Wert des Vorjahresmonats. Im Gegensatz dazu gab es einen Lichtblick in Baltimore: Das Horseshoe Casino meldete ein Plus von 4,5 Prozent und steigerte seinen Umsatz um 648.377 US-Dollar auf insgesamt 15,1 Millionen US-Dollar.

Neben den Steuerabgaben profitieren traditionell auch lokale Gemeinschaften und spezifische Branchen von den Casino-Erlösen. Im Juli flossen 8,4 Millionen US-Dollar an die Kommunen, in denen die Spielstätten angesiedelt sind. Die Pferderennindustrie von Maryland erhielt 8 Millionen US-Dollar, während 1,7 Millionen US-Dollar zur Unterstützung von kleinen Unternehmen sowie Betrieben in Frauen- oder Minderheitenbesitz reserviert wurden. Trotz der sinkenden Zahlen bleibt die soziale Komponente der Abgabenstruktur ein zentraler Pfeiler der Gesetzgebung in Maryland.

Hintergrund

Die aktuelle Entwicklung in Maryland lässt sich nicht isoliert betrachten. Branchenberichte anderer Betreiber wie Century Casinos verdeutlichen, dass das Jahr 2023 und die Folgezeit als Übergangsphase gewertet werden. Century Casinos schloss im Juli 2023 die Übernahme des Rocky Gap Casinos in Maryland für 56,1 Millionen US-Dollar ab, nachdem der Deal bereits ein Jahr zuvor eingestielt worden war. Trotz steigender Bruttoumsätze kämpfen viele Unternehmen mit massiv gestiegenen Betriebskosten, was teilweise zu Nettoverlusten führt.

„2023 war ein Übergangsjahr für Century. Wir haben zwei große Akquisitionen abgeschlossen, um unser US-Portfolio auf sieben Casinos zu erweitern." - Erwin Haitzmann und Peter Hötzinger, Co-CEOs von Century Casinos

Diese Expansionsstrategien stoßen oft auf ein schwieriges makroökonomisches Umfeld. Während Maryland mit rückläufigen Zahlen kämpft, müssen Betreiber wie Century Verluste von bis zu 28,2 Millionen US-Dollar in ihren Geschäftsberichten ausweisen, da die Betriebsausgaben um über 33 Prozent auf 487,3 Millionen US-Dollar kletterten. Die Integration neuer Standorte und die Renovierung bestehender Immobilien belasten die Bilanzen kurzfristig, auch wenn die Hoffnung auf ein stabileres Jahr 2025 groß ist.

Was heißt das für deutsche Spieler?

Für deutsche Spieler sind diese Entwicklungen aus den USA ein wichtiges Lehrstück über Marktstabilität. In Deutschland regelt der Glücksspielstaatsvertrag 2021 (GlüStV 2021) den Markt extrem streng, um solche Schwankungen und soziale Risiken abzufedern. Während in Maryland landbasierte Casinos dominieren, liegt der Fokus hierzulande stark auf dem Spielerschutz im Online-Sektor. Deutsche Kunden, die in GGL-lizenzierten Casinos spielen, unterliegen strikten Regeln wie dem Einzahlungslimit von 1.000 Euro pro Monat über alle Anbieter hinweg, das durch das LUGAS-System überwacht wird.

Zudem gilt das Einsatzlimit von einem Euro pro Spin bei Online-Slots. Solche Maßnahmen verhindern zwar das explosive Umsatzwachstum, wie man es phasenweise in den USA sieht, garantieren aber eine stabilere und sicherere Spielumgebung. Ein Rückgang wie in Maryland würde in Deutschland durch die breite Streuung und die Einbindung in staatliche Sozialkonzepte vermutlich weniger drastische Auswirkungen auf die öffentliche Infrastruktur haben, da die Lizenzvorgaben der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL) eine langfristige Planungssicherheit für Betreiber und Staat vorsehen.

Was das für GGL-Casinos heißt

Deutsche Anbieter mit GGL-Lizenz können aus den US-Zahlen lernen, dass Transparenz und eine Diversifizierung des Angebots entscheidend sind. Das Beispiel Maryland zeigt, dass ein zu starker Fokus auf landbasierte Großprojekte riskant sein kann, wenn die Besucherzahlen stagnieren. In Deutschland gelistete Whitelist-Anbieter profitieren von einem klaren rechtlichen Rahmen, der zwar die Gewinnmargen durch Steuern und Spielerschutzauflagen drückt, aber im Gegenzug Rechtssicherheit bietet. Im Vergleich zu unregulierten MGA- oder Curacao-Casinos bieten deutsche Portale den Vorteil, dass Gewinne garantiert ausgezahlt werden und keine rechtlichen Grauzonen bestehen.

Die GGL überwacht zudem die Werberichtlinien sehr genau. Ein Einbruch der Einnahmen, wie er in den USA durch veränderte Konsumgewohnheiten oder wirtschaftliche Instabilität provoziert wurde, führt in Deutschland eher dazu, dass die Behörden die Schutzmechanismen evaluieren. Für lizenzierte Betreiber bedeutet dies, dass sie ihre Geschäftsmodelle auf Nachhaltigkeit statt auf maximale Volatilität ausrichten müssen. Wer auf der Whitelist steht, hat bewiesen, dass er die strengen deutschen Sicherheitsstandards erfüllt, was in Krisenzeiten ein hohes Vertrauenskapital bei den Kunden darstellt.

Häufige Fragen

Wie hoch waren die Casino-Einnahmen in Maryland im Juli?

Die sechs Casinos im US-Bundesstaat Maryland erwirtschafteten im Juli Gesamteinnahmen in Höhe von 157,9 Millionen US-Dollar. Dies entspricht einem Rückgang von 4,7 Prozent im Vergleich zum selben Monat des Vorjahres.

Welches Casino in Maryland hatte den größten Umsatzverlust?

Das MGM National Harbor verzeichnete den stärksten Rückgang mit einem Minus von 12,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Trotz dieses Einbruchs blieb es mit 60,2 Millionen US-Dollar das umsatzstärkste Casino des Bundesstaates.

Wofür werden die Steuereinnahmen aus dem Glücksspiel in Maryland verwendet?

Ein Großteil der Abgaben fließt in soziale und öffentliche Projekte, darunter 50 Millionen US-Dollar für den Education Trust Fund im Juli. Zudem werden lokale Gemeinschaften, die Pferderennindustrie und kleine Unternehmen finanziell unterstützt.

Welche Unterschiede gibt es beim Umsatz zwischen Slots und Tischspielen?

Im Juli stammten 115,5 Millionen US-Dollar der Gesamteinnahmen aus Spielautomaten (Slots), während Tischspiele 38,6 Millionen US-Dollar einbrachten. Slots bleiben damit die mit Abstand wichtigste Einnahmequelle für die Betreiber in Maryland.

Sind deutsche Online-Casinos sicherer als Casinos in den USA?

In Deutschland sorgt die GGL-Lizenz für einen weltweit einzigartigen Spielerschutz durch das LUGAS-System und Einsatzlimits. Während US-Casinos oft höhere Limits bieten, garantieren deutsche Anbieter durch den GlüStV 2021 ein rechtlich abgesichertes und kontrolliertes Umfeld für Spieler.

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Über die Autorin

Lisa Lustich

Lisa Lustich

Chefredakteurin & Casino-Testerin

Lisa Lustich testet seit 1997 deutschsprachige Online-Casinos und leitet die Redaktion von Lustich.de. Über 400 veröffentlichte Reviews, zertifizierte Spielerschutz-Beraterin (BZgA-Schulung 2019).

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Quellen & weiterführende Links

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