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Erster Triton Titel für Matthew Wantman in Jeju nach Herzschlagfinale

15. September 20266 Min.von Lisa Lustich
Redaktionell geprüft von Lisa LustichLetzte Prüfung:
Erster Triton Titel für Matthew Wantman in Jeju nach HerzschlagfinaleKI-GENERIERT

Matthew Wantman sichert sich beim Triton Poker Event in Jeju seinen ersten Titel und ein Preisgeld von 836.721 US-Dollar gegen Weltklasse-Konkurrenz.

Die Pokerszene blickt in diesen Tagen gebannt nach Jeju, Südkorea, wo sich die Elite des Kartenspiels bei der Triton Super High Roller Series misst. Inmitten dieser Ansammlung von Weltklasse-Talenten hat Matthew Wantman einen Meilenstein seiner Karriere erreicht. Der aus Massachusetts stammende Profi, der bereits einen WPT-Titel und ein WSOP-Bracelet vorweisen kann, füllte nun die letzte große Lücke in seiner Trophäensammlung. Mit einem Sieg im 50.000 US-Dollar Event bewies er, dass er auch auf dem extremen High-Stakes-Niveau der Triton-Serie ganz oben mitmischen kann.

Das Turnier war geprägt von taktischer Finesse und einer enormen Dichte an bekannten Namen. Insgesamt 70 Entries schraubten den Preispool auf beachtliche 3,5 Millionen US-Dollar hoch. Für Wantman markiert dieser Triumph einen weiteren Höhepunkt in einem ohnehin schon erfolgreichen Jahr. Mit Karriereeinnahmen von mittlerweile weit über 12 Millionen US-Dollar festigt er seinen Status in der absoluten Weltspitze. Besonders bemerkenswert war die Atmosphäre am Finaltisch, die von gegenseitigem Respekt, aber auch von unerbittlichem sportlichem Ehrgeiz geprägt war.

Zahlen und Fakten

Das Teilnehmerfeld bestand aus 49 individuellen Spielern, die zusammen 70 Entries generierten. Matthew Wantman kassierte für seinen Sieg exakt 836.721 US-Dollar. Sein Kontrahent im Heads-up, der Poker Hall of Famer Nick Schulman, nahm nach einem ausgehandelten Deal 810.279 US-Dollar mit nach Hause. Auf den weiteren Plätzen folgten namhafte Akteure wie Ben Tollerene aus Texas auf Rang drei mit 448.000 US-Dollar und Daniel Dvoress auf Platz vier mit 344.000 US-Dollar. Insgesamt landeten elf Spieler im Geld, wobei die nordamerikanischen Profis mit sechs Platzierungen in den Geldrängen eine deutliche Übermacht demonstrierten. Auch Bryn Kenney, einer der erfolgreichsten Turnierspieler aller Zeiten, konnte sich als Elfter noch ein Preisgeld von 88.000 US-Dollar sichern.

„Ich hatte noch nicht einmal die Chance, das Ganze zu verarbeiten. Gegen einen meiner besten Freunde im Heads-up zu landen, war etwas Besonderes.“ - Matthew Wantman, Profi-Pokerspieler

Hintergrund

Der Weg zum Titel war für Wantman alles andere als ein Spaziergang. Am zweiten Turniertag wurde die Bubble-Phase erreicht, und die Entscheidung am Finaltisch zog sich bis tief in die Nacht. Nick Schulman startete als Chipleader in das Finale, während Wantman und Tollerene die ersten Verfolger bildeten. Ein entscheidender Moment war das Ausscheiden von Aliaksandr Shylko auf Platz sieben, der mit K-10 gegen das A-3 von Tollerene verlor. Wantman selbst schaltete den Serben Danilo Velasevic auf Platz fünf aus, als seine Pocket Kings gegen Pocket Zehner hielten. Im anschließenden Duell gegen Schulman einigten sich beide auf einen Split des verbliebenen Preisgeldes, wobei 30.000 US-Dollar und die Trophäe für den Sieger ausgespielt wurden. Wantman behielt die Oberhand, als sein A-J im finalen Board gegen Q-7 triumphierte.

Was heißt das für deutsche Spieler?

Für deutsche Pokerfans sind solche internationalen High-Stakes-Events zwar spannend zu beobachten, doch die rechtliche Lage in der Heimat setzt klare Grenzen. Wer in Deutschland Online-Poker spielen möchte, muss sich zwingend an Anbieter halten, die auf der Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL) stehen. Der Glücksspielstaatsvertrag 2021 (GlüStV 2021) regelt hierbei strikt, dass monatliche Einzahlungslimits von 1.000 Euro über das LUGAS-System überwacht werden. Zudem gilt an virtuellen Automatenspielen das Einsatzlimit von einem Euro pro Spin. Hochgepokert wie in Jeju kann in deutschen lizenzierten Online-Casinos also nicht werden, da der Spielerschutz und die Suchtprävention hier oberste Priorität haben. Deutsche Spieler sollten illegale Angebote ohne GGL-Lizenz meiden, da dort kein rechtlicher Schutz bei Gewinnauszahlungen besteht.

Was das für GGL-Casinos heißt

Lizenzierte Anbieter in Deutschland können solche internationalen Turnierergebnisse nutzen, um das allgemeine Interesse am Pokersport zu fördern. Allerdings dürfen sie keine Turniere mit Buy-ins in der Größenordnung von 50.000 US-Dollar anbieten, da dies den strengen regulatorischen Vorgaben widersprechen würde. Für die GGL-Casinos bedeutet der Erfolg von Spielern wie Wantman vor allem Marketing-Potenzial, um die Attraktivität der legalen Plattformen innerhalb der gesetzlichen Limits zu betonen. Die Anbieter müssen sicherstellen, dass ihre Plattformen technisch einwandfrei mit LUGAS kommunizieren, um die Einhaltung der Limits zu gewährleisten, während sie gleichzeitig ein attraktives Umfeld für Freizeitspieler schaffen, die Poker als Unterhaltung und nicht als riskantes High-Stakes-Abenteuer sehen.

Häufige Fragen

Wie viel Preisgeld hat Matthew Wantman in Jeju gewonnen?

Matthew Wantman sicherte sich ein Preisgeld von 836.721 US-Dollar. Dieser Betrag resultierte aus einem Heads-up-Deal mit Nick Schulman, bei dem zusätzlich um 30.000 US-Dollar und die Trophäe gespielt wurde.

Wer war der Gegner im Finale des Triton Events?

Der Finalgegner war der US-amerikanische Pokerprofi und Poker Hall of Famer Nick Schulman. Die beiden Spieler sind privat eng befreundet und einigten sich vor der finalen Entscheidung auf eine faire Aufteilung des Preispools.

Welchen Platz belegt Wantman nun im Player of the Year Ranking?

Durch den Sieg erhielt Wantman 714 Punkte für das Card Player Player of the Year Ranking. Mit insgesamt 3.287 Punkten belegt er aktuell den 50. Platz in dieser jahresübergreifenden Wertung.

Dürfen deutsche Spieler an solchen High-Stakes-Turnieren teilnehmen?

In Deutschland regulierte Online-Casinos bieten solche Summen aufgrund der strengen Limits des GlüStV 2021 nicht an. Spieler aus Deutschland müssen sich an die GGL-Whitelist halten, die Einzahlungen auf 1.000 Euro monatlich begrenzt.

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Über die Autorin

Lisa Lustich

Lisa Lustich

Chefredakteurin & Casino-Testerin

Lisa Lustich testet seit 1997 deutschsprachige Online-Casinos und leitet die Redaktion von Lustich.de. Über 400 veröffentlichte Reviews, zertifizierte Spielerschutz-Beraterin (BZgA-Schulung 2019).

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Quellen & weiterführende Links

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