Milliarden-Übernahme von MGM Resorts: Barry Dillers Plan sorgt für Unruhe in Nevada
KI-GENERIERTMilliardär Barry Diller plant die 18 Milliarden Dollar teure Komplettübernahme von MGM Resorts. Regulierer in Nevada sorgen sich nun um Arbeitsplätze und laufende Projekte in Japan.
In Las Vegas brodelt die Gerüchteküchte heftiger als je zuvor. Der Medienmogul Barry Diller hat über sein Unternehmen People Inc., das bisher unter dem Namen IAC bekannt war, ein massives Angebot zur Übernahme von MGM Resorts International vorgelegt. Mit einer Summe von fast 18 Milliarden US-Dollar will Diller alle Anteile schlucken, die er nicht bereits besitzt. Aktuell hält People Inc. bereits stolze 26,1 Prozent der Stammaktien des Casino-Giganten. Diller selbst sitzt bereits im Vorstand von MGM, was die Dynamik innerhalb der Führungsetage extrem spannend macht.
Die Nevada Gaming Commission zeigt sich jedoch wenig begeistert von der Geschwindigkeit dieser Entwicklung. In einer jüngsten Sitzung drängten die Kommissare auf Antworten, da MGM der größte Arbeitgeber im privaten Sektor des Bundesstaates Nevada ist. Es steht viel auf dem Spiel, nicht nur für die Aktionäre, sondern vor allem für die Tausenden Angestellten in den Resorts am Las Vegas Strip. Die Behörden fürchten, dass ein Besitzerwechsel Unruhe in die Belegschaft bringen könnte, während gleichzeitig andere große Player wie Caesars Entertainment ebenfalls vor potenziellen Veränderungen stehen.
Zahlen und Fakten
Das Angebot von Barry Diller ist finanziell äußerst attraktiv gestaltet, um die restlichen Aktionäre zu überzeugen. Er bietet 48,30 US-Dollar pro Aktie in bar. Das entspricht einem Aufschlag von 24,1 Prozent gegenüber dem volumengewichteten Durchschnittspreis der letzten 30 Handelstage vor der Bekanntgabe. Schaut man sich den Zeitraum von 90 Tagen an, liegt der Bonus sogar bei über 30 Prozent. Diese Zahlen verdeutlichen, wie ernst es Diller mit der Machtübernahme ist. Trotz dieses Geldregens warnen Regulierer vor den sozialen Folgen. Brian Krolicki, Mitglied der Kommission, bezeichnete die aktuelle Phase als faszinierende, aber auch einschüchternde Zeit.
Neben den Finanzen stehen globale Großprojekte im Fokus. MGM entwickelt derzeit in Osaka ein Casino-Resort im Wert von rund 10 Milliarden US-Dollar. Es ist das erste seiner Art in Japan und ein Prestigeprojekt für die gesamte Branche. Die Kommissarin Abbi Silver äußerte während der Anhörung Bedenken, ob der Deal die Eröffnung in Japan gefährden oder verzögern könnte. Chandler Pohl, Vizepräsident und Rechtsberater von MGM, versicherte jedoch, dass das Unternehmen in Osaka wie geplant voranschreitet und Diller keine Unternehmensteile aus dem Deal ausgeklammert hat.
Hintergrund
Barry Diller ist kein unbeschriebenes Blatt in der Welt der Regulierer. Bereits im Jahr 2022 wurde ihm von der Nevada Gaming Commission nur eine eingeschränkte Lizenz für zwei Jahre erteilt. Grund war eine Untersuchung der Bundesbehörden zu Aktiengeschäften im Zusammenhang mit Activision Blizzard. Dieser Schatten aus der Vergangenheit schwebt immer noch über den aktuellen Verhandlungen. Die Regulierer achten penibel darauf, dass die Integrität des Glücksspielstandorts Nevada gewahrt bleibt.
Besonders die Rolle von Diller innerhalb des MGM-Vorstands wird kritisch hinterfragt. Da er sowohl Käufer als auch Vorstandsmitglied ist, müssen strenge Regeln zur Vermeidung von Interessenkonflikten eingehalten werden. MGM hat bereits einen Sonderausschuss aus unabhängigen Vorstandsmitgliedern gebildet, um das Angebot zu prüfen. Die Stimmung unter den Mitarbeitern ist ein weiterer wunder Punkt. Kommissar George Markantonis betonte, wie wichtig es sei, die Angestellten zu informieren. Er gab zu bedenken, dass die Menschen auf die Kommission zählen, um ihre Arbeitsplätze zu sichern.
„Ich habe tiefen Respekt vor den Führungskräften und vertraue fest darauf, dass der treuhänderische Aspekt derjenigen, die die Entscheidungen treffen, höchsten Zielen und edlen Absichten folgt. Wir beobachten alles genau, seien es Arbeitsplätze, Einnahmen, das Image oder die Aktionäre.“ - Chandler Pohl, Vice President und Legal Counsel bei MGM Resorts International
Was heißt das für deutsche Spieler?
MGM Resorts ist über seine Tochterfirmen auch auf dem europäischen Markt präsent. Wenn ein Gigant wie MGM von einem Einzelinvestor wie Diller kontrolliert wird, ändern sich oft die strategischen Ausrichtungen. Deutsche Spieler, die gerne in Las Vegas Urlaub machen oder MGM-Marken online nutzen, müssen dennoch keine Angst haben. Da der Glücksspielstaatsvertrag 2021 (GlüStV 2021) in Deutschland extrem strikte Vorgaben macht, bleiben die Regeln hierzulande unberührt. Wer bei einem in Deutschland lizenzierten Anbieter spielt, ist durch das LUGAS-System und das strikte Einzahlungslimit von 1.000 Euro pro Monat geschützt. Auch die Beschränkung auf 1 Euro Einsatz pro Spin bei Spielautomaten gilt unabhängig davon, wer am anderen Ende der Welt die Fäden zieht. Ein Wechsel der Eigentumsverhältnisse bei MGM könnte langfristig jedoch Einfluss auf Marketingbudgets oder Investitionen in neue Technologien haben, die irgendwann auch den deutschen Markt erreichen könnten.
Was das für GGL-Casinos heißt
Für Anbieter mit einer Lizenz der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL) ändert dieser Mega-Deal in den USA zunächst wenig am Tagesgeschäft. Die GGL-Whitelist garantiert dem deutschen Kunden, dass er bei einem legalen und geprüften Unternehmen spielt. Im Gegensatz zu unregulierten Casinos aus Curacao oder Malta müssen GGL-Casinos jede Änderung in der Eigentümerstruktur sofort melden. Sollte Diller jemals direkt Anteile an einem deutschen Lizenznehmer halten wollen, müsste er sich einer strengen Zuverlässigkeitsprüfung durch die GGL unterziehen. Die regulatorische Stabilität in Deutschland sorgt dafür, dass solche Übernahmeschlachten in Übersee die Sicherheit der Spielerdaten und die Auszahlung von Gewinnen nicht gefährden. Es zeigt jedoch auch, wie massiv der globale Konsolidierungskurs der Branche ist. Große Fische fressen die kleineren, was den Wettbewerb langfristig verändern kann.
Häufige Fragen
Wer plant die Übernahme von MGM Resorts und wie hoch ist das Angebot?
Der Medienmogul Barry Diller plant über sein Unternehmen People Inc. die Übernahme von MGM Resorts International. Das Angebot beläuft sich auf fast 18 Milliarden US-Dollar, wobei 48,30 US-Dollar pro Aktie in bar geboten werden.
Warum sind die Regulierer in Nevada besorgt über die Übernahme?
Die Nevada Gaming Commission ist besorgt, da MGM der größte private Arbeitgeber in Nevada ist. Sie fürchten Auswirkungen auf Tausende von Angestellten und laufende Projekte, wie das Casino-Resort in Japan.
Welche finanziellen Anreize bietet Barry Diller den Aktionären?
Diller bietet 48,30 US-Dollar pro Aktie in bar an. Dies entspricht einem Aufschlag von 24,1 Prozent gegenüber dem durchschnittlichen Handelspreis der letzten 30 Tage und über 30 Prozent bei Betrachtung von 90 Tagen.
Welche früheren Bedenken gab es bezüglich Barry Dillers Lizenzerteilung?
Barry Diller erhielt 2022 nur eine eingeschränkte Lizenz für zwei Jahre von der Nevada Gaming Commission. Grund war eine Untersuchung zu Aktiengeschäften im Zusammenhang mit Activision Blizzard.
Was bedeutet die Übernahme von MGM Resorts für Spieler in Deutschland?
Für deutsche Spieler ändert sich wenig, da der Glücksspielstaatsvertrag 2021 und das LUGAS-System die Regeln hierzulande festlegen. Ein Eigentümerwechsel könnte langfristig Einfluss auf Marketingbudgets oder neue Technologien haben, die auch den deutschen Markt erreichen.
Was sind die Auswirkungen der Übernahme für Casinos mit GGL-Lizenz in Deutschland?
Für GGL-lizenzierte Casinos ändert sich zunächst wenig. Jede Änderung in der Eigentümerstruktur muss sofort gemeldet werden und Diller müsste sich einer strengen Zuverlässigkeitsprüfung unterziehen, falls er Anteile an einem deutschen Lizenznehmer halten wollte.
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Über die Autorin

Lisa Lustich
Chefredakteurin & Casino-Testerin
Lisa Lustich testet seit 1997 deutschsprachige Online-Casinos und leitet die Redaktion von Lustich.de. Über 400 veröffentlichte Reviews, zertifizierte Spielerschutz-Beraterin (BZgA-Schulung 2019).
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