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Steuerstreit in Queens: Resorts World NYC fordert Nachlass für Casino-Ausbau

Redaktionell geprüft von Lisa LustichLetzte Prüfung:
Steuerstreit in Queens: Resorts World NYC fordert Nachlass für Casino-AusbauKI-GENERIERT

Resorts World NYC knüpft seine massiven Expansionspläne in Queens an eine drastische Senkung der Steuersätze. Ohne politische Zugeständnisse droht das milliardenschwere Projekt zu scheitern.

In New York spitzt sich die Lage auf dem Glücksspielmarkt zu. Der Betreiber Resorts World NYC hat klargemacht, dass die geplanten Investitionen in Queens nur unter einer Bedingung fließen werden: Der Staat New York muss bei den Steuern kräftig nachbessern. Die geforderte Senkung der Abgabenlast ist für das Unternehmen keine Verhandlungssache, sondern eine wirtschaftliche Notwendigkeit. Ohne diese Anpassung stehe das gesamte Expansionsprojekt auf der Kippe, was weitreichende Folgen für den Arbeitsmarkt und die lokale Infrastruktur haben könnte.

Die politische Fronten sind dabei verhärtet. Während Abgeordnete aus Queens sich bereits hinter die Forderungen von Resorts World gestellt haben, zeigt sich die Führung in Albany weniger kompromissbereit. Gouverneurin Kathy Hochul hält an den aktuellen Bedingungen fest, was die Zukunftsplanung des Casinos massiv erschwert. Es geht um viel Geld und den Status New Yorks als einer der lukrativsten, aber eben auch teuersten Glücksspielstandorte der Welt.

Zahlen und Fakten

New York ist ein Bundesstaat der extremen Gegensätze. Wäre er ein eigenes Land, stünde er mit seiner Wirtschaftskraft an zehnter Stelle weltweit. Gleichzeitig kämpft die Region mit massiver sozialer Ungleichheit. Resorts World NYC ist einer der größten Akteure auf diesem Markt und sieht sich aktuell mit Steuersätzen konfrontiert, die im internationalen Vergleich als außergewöhnlich hoch gelten. In New York werden teilweise Raten auf die Bruttospielerträge (Gross Gaming Revenue - GGR) erhoben, die weit über denen anderer US-Bundesstaaten oder europäischer Märkte liegen. Die Expansion in Queens ist als Multi-Milliarden-Projekt angelegt, das Tausende Arbeitsplätze schaffen soll. Doch die Rechnung geht für die Betreiber nur auf, wenn der Staat auf einen Teil seiner Einnahmen verzichtet.

„Queens lawmakers are joining Resorts World’s push, saying the casino expansion could otherwise collapse. Governor Hochul isn’t budging.“ - Nick Garber, Journalist bei New York Focus

Diese Pattsituation sorgt für Unruhe in der Branche. Experten weisen darauf hin, dass die Profitabilität von landbasierten Casinos bei einer zu hohen Steuerlast schnell schwindet, besonders wenn gleichzeitig hohe Investitionen in den Klimaschutz und die Infrastruktur gefordert werden. New York hat zwar eines der ehrgeizigsten Klimagesetze der Nation verabschiedet, hinkt bei der Umsetzung jedoch hinterher, was den Druck auf Großprojekte wie den Casino-Ausbau zusätzlich erhöht.

Hintergrund

Der Konflikt schwelt schon länger. Resorts World operiert derzeit mit einer eingeschränkten Lizenz und strebt eine der begehrten Voll-Lizenzen für den Downstate-Bereich von New York an. Diese Lizenzen erlauben klassisches Live-Glücksspiel wie Roulette und Blackjack, das bisher nur im Upstate-Bereich möglich war. Mit der Expansion soll der Standort Queens in ein Resort von Weltklasse verwandelt werden. Doch die Konkurrenz ist groß, und die finanziellen Hürden sind hoch. Andere Bewerber beobachten genau, ob der Staat bei den Steuern nachgibt, da dies einen Präzedenzfall für die gesamte Region schaffen würde.

Die Diskussion dreht sich nicht nur um Steuern, sondern auch um politische Machtspiele. Die Transparenz bei solchen Entscheidungen wird oft kritisiert. In den letzten zwei Jahrzehnten hat sich die Zahl der lokalen Nachrichtenformate in New York fast halbiert, was es Amtsträgern erleichtert, Entscheidungen hinter verschlossenen Türen zu treffen. Der Fall Resorts World zeigt jedoch, dass die wirtschaftliche Realität die Politik nun zum Handeln zwingt, da das Risiko eines kompletten Projektabbruchs real ist.

Was heißt das für deutsche Spieler?

Für deutsche Casinofans scheint die Debatte in Queens weit weg zu sein, doch sie zeigt ein globales Phänomen: Die Balance zwischen staatlichen Einnahmen und der Überlebensfähigkeit der Anbieter. In Deutschland regelt der Glücksspielstaatsvertrag (GlüStV 2021) den Markt extrem streng. Wer hierzulande spielt, sollte ausschließlich auf Anbieter mit einer Lizenz der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL) setzen. Diese stehen auf der sogenannten Whitelist. In Deutschland gibt es klare Schutzmechanismen wie das Einzahlungslimit von 1.000 Euro pro Monat über das LUGAS-System und das Einsatzlimit von 1 Euro pro Spin an virtuellen Automaten.

Während New York über Steuersätze streitet, die Projekte gefährden, sorgt in Deutschland die Besteuerung von 5,3 Prozent auf jeden Einsatz bei Online-Slots und Poker für Diskussionsstoff. Dies führt dazu, dass viele legale Anbieter Schwierigkeiten haben, mit den Quoten illegaler Casinos aus Malta oder Curacao mitzuhalten. Dennoch bieten nur GGL-lizenzierte Casinos die nötige Rechtssicherheit und den Anschluss an das Sperrsystem OASIS. Wer in New York oder Deutschland spielt, muss sich der Tatsache bewusst sein, dass hohe Steuern oft zu schlechteren Auszahlungsquoten für den Spieler führen können.

Was das für GGL-Casinos heißt

Die Situation in New York ist eine Warnung für regulierte Märkte weltweit. Wenn die steuerliche Belastung zu hoch wird, bleiben notwendige Investitionen in Spielerschutz und moderne Technik aus. Deutsche GGL-Casinos müssen profitabel bleiben, um die hohen Standards der deutschen Regulierung erfüllen zu können. Ein stabiles steuerliches Umfeld ist die Voraussetzung dafür, dass legale Angebote attraktiv bleiben und Spieler nicht in den unregulierten Schwarzmarkt abwandern. Die Entwicklungen bei Resorts World werden daher auch von europäischen Regulierungsbehörden beobachtet, um die langfristigen Auswirkungen hoher Abgaben auf das Marktgefüge zu analysieren.

Häufige Fragen

Warum fordert Resorts World NYC eine Steuersenkung?

Das Unternehmen argumentiert, dass das massive Expansionsprojekt in Queens ohne niedrigere Steuersätze finanziell nicht tragbar wäre. Die aktuellen Abgabenlasten gefährden die Rentabilität der geplanten Milliardeninvestitionen.

Wie reagiert die Politik auf die Forderungen des Casinos?

Die Meinungen sind geteilt. Lokale Gesetzgeber aus Queens unterstützen den Vorstoß, um Arbeitsplätze zu sichern, während Gouverneurin Kathy Hochul bisher keine Zugeständnisse macht.

Was wird in Queens konkret geplant?

Resorts World plant eine umfassende Erweiterung des bestehenden Standorts zu einem vollwertigen Casino-Resort. Dies umfasst neue Spielbereiche, Hotelkapazitäten und eine moderne Infrastruktur.

Welche Rolle spielt die wirtschaftliche Lage New Yorks?

Obwohl New York die zehntgrößte Wirtschaftskraft der Welt hätte, leidet der Staat unter extremer Ungleichheit. Großprojekte wie der Casino-Ausbau werden als wichtige Motoren für die regionale Entwicklung gesehen.

Wie unterscheidet sich die Situation von deutschen Online-Casinos?

In Deutschland ist der Markt durch den GlüStV 2021 mit strikten Limits wie 1 Euro Einsatz pro Spin und dem 1.000 Euro Einzahlungslimit streng reguliert. Spieler sollten nur bei Anbietern mit GGL-Lizenz spielen, um rechtlich abgesichert zu sein.

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Über die Autorin

Lisa Lustich

Lisa Lustich

Chefredakteurin & Casino-Testerin

Lisa Lustich testet seit 1997 deutschsprachige Online-Casinos und leitet die Redaktion von Lustich.de. Über 400 veröffentlichte Reviews, zertifizierte Spielerschutz-Beraterin (BZgA-Schulung 2019).

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Quellen & weiterführende Links

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