Kampf gegen Cyberbetrug: 46 Nationen gründen globale Anti-Scam-Allianz
KI-GENERIERTDie neue Allianz gegen Telekom- und Internetbetrug bündelt Kräfte von 46 Gründungsmitgliedern, darunter China und Russland, um grenzüberschreitende Kriminalität mit Interpol-Unterstützung zu bekämpfen.
In der chinesischen Stadt Lianyungang wurde ein bedeutendes Zeichen gegen die globale Cyberkriminalität gesetzt. Die Gründung der International Alliance Combating Telecom and Cyber Fraud markiert einen Wendepunkt in der internationalen Zusammenarbeit. Insgesamt 46 Länder haben sich als Gründungsmitglieder zusammengeschlossen, um der organisierten Kriminalität im Bereich Telekommunikation und Internet den Kampf anzusagen. Es geht dabei nicht nur um einfache Betrugsmaschen, sondern um hochkomplexe, grenzüberschreitende Netzwerke, die Behörden weltweit seit Jahren vor enorme Herausforderungen stellen.
Die Dringlichkeit dieses Schrittes wird durch die prominente Teilnahme internationaler Organisationen unterstrichen. Neben den Gründungsstaaten wohnten Vertreter von 34 Beobachterstaaten sowie Delegierte der Vereinten Nationen und von Interpol der Zeremonie bei. Die Initiative, die maßgeblich von China vorangetrieben wurde, zielt darauf ab, eine effizientere und handlungsorientiertere zwischenstaatliche Struktur zu schaffen, die über reine Absichtserklärungen hinausgeht. Betrugsfälle im digitalen Raum sind oft so konstruiert, dass Opfer, Täter und die genutzten Server in völlig unterschiedlichen Rechtsräumen liegen, was Ermittlungen bisher massiv erschwerte.
Zahlen und Fakten
Die Dimensionen der Allianz sind beeindruckend. Zu den 46 Gründungsmitgliedern gehören Nationen wie China, Vietnam, Laos, Kenia, Kambodscha, Pakistan und Russland. Dass China hier eine Führungsrolle einnimmt, ist kein Zufall. Allein in diesem Jahr führten gemeinsame Operationen mit südostasiatischen Nachbarstaaten zur Festnahme und Rückführung von über 20.000 Verdächtigen im Bereich Telekom- und Onlinebetrug. Die Allianz soll nun eine einheitliche Plattform bieten, um Informationen schneller auszutauschen und Fluchtbewegungen von Kriminellen effektiver zu unterbinden.
Ein zentraler Aspekt der Zusammenarbeit ist die Rückführung von Vermögenswerten, das sogenannte Asset Recovery. Oft verschwinden Gelder aus Betrugsdelikten in Sekundenbruchteilen auf Konten am anderen Ende der Welt. Die Allianz sieht vor, hier die Hürden für Beschlagnahmungen zu senken. Die Kooperation umfasst zudem die Verfolgung flüchtiger Personen und gemeinsame Durchsetzungsmaßnahmen vor Ort. In einer gemeinsamen Erklärung betonten die Teilnehmer, dass ein moderner Kampf gegen Kriminalität professionalisiert und streng an internationalen Konventionen ausgerichtet sein muss.
„Die Allianz wird auf internationalen Konventionen basieren und eine koordiniertere Reaktion auf betrugsbezogene Verbrechen unterstützen.“ - Sprecher der Allianz, Joint Statement zum Launch
Hintergrund
Die Gründung fand im Rahmen der 2026 Conference of the Global Public Security Cooperation Forum statt. Der Hintergrund ist so ernst wie logisch: Kriminelle Gruppen agieren heute wie globale Unternehmen. Sie nutzen die Anonymität des Internets und die Trägheit bürokratischer Rechtshilfeersuchen aus. Ein Betrüger in Kambodscha kann mit einer gefälschten Identität und einer Telefonnummer aus einem Drittland Menschen in Europa um ihr Erspartes bringen. Die Identifizierung der Täter scheiterte in der Vergangenheit oft daran, dass der Informationsfluss zwischen den betroffenen Staaten zu langsam war.
Durch die neue Allianz soll sich das ändern. Der Fokus liegt auf der „Intelligence Sharing“-Komponente. Das bedeutet, dass Geheimdienstinformationen über Muster im Betrugsverhalten geteilt werden, noch bevor ein konkreter Schaden in einem anderen Land gemeldet wird. Dies ermöglicht ein proaktives Vorgehen gegen digitale Plattformen, die für Scam-Aktivitäten missbraucht werden. Die Allianz will damit nicht nur Unternehmen schützen, sondern vor allem die Rechte und die Sicherheit jedes Einzelnen im digitalen Raum gewährleisten.
Was heißt das für deutsche Spieler?
Obwohl Deutschland nicht explizit als Gründungsmitglied unter den genannten Staaten wie Russland oder Vietnam auftaucht, ist diese globale Entwicklung für hiesige Online-Glücksspieler von großer Bedeutung. In Deutschland regelt der Glücksspielstaatsvertrag 2021 (GlüStV 2021) den Markt. Spieler sollten sich ausschließlich auf Plattformen bewegen, die auf der sogenannten Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL) stehen. Diese Anbieter unterliegen strengen Kontrollen, die genau jenen Betrug verhindern sollen, den die neue globale Allianz bekämpft. In Deutschland sorgen Limits wie der maximale Einsatz von 1 Euro pro Spin an virtuellen Automaten und das monatliche Einzahlungslimit von 1.000 Euro über das LUGAS-System für Sicherheit.
Internationale Betrugsringe versuchen oft, deutsche Spieler auf illegale Plattformen ohne deutsche Lizenz zu locken. Dort fehlen Schutzmechanismen wie der Anschluss an das Sperrsystem OASIS. Die globale Anti-Scam-Allianz könnte langfristig dazu beitragen, dass solche illegalen Offshore-Casinos, die oft in Ländern mit schwacher Regulierung ansässig sind, schneller vom Netz genommen werden. Wenn Behörden in Asien oder Afrika enger mit Interpol zusammenarbeiten, wird es für kriminelle Anbieter schwieriger, Zahlungsströme zu verschleiern oder Serverstandorte ständig zu wechseln. Für den deutschen Nutzer bedeutet das im Umkehrschluss: Das Sicherheitsniveau im Internet steigt insgesamt.
Was das für GGL-Casinos heißt
Für Betreiber mit einer GGL-Lizenz ist diese Nachricht eine positive Meldung. Illegale Konkurrenz, die sich weder an Steuern noch an Spielerschutzregeln hält, verfälscht den Wettbewerb. Wenn die internationale Gemeinschaft nun konsequenter gegen Cyberkriminalität vorgeht, trocknet dies auch die Sumpfgebiete aus, in denen unlizenzierte Anbieter gedeihen. Deutsche Anbieter investieren hohe Summen in IT-Sicherheit und Identitätsprüfungen (KYC), um die strengen Vorgaben der GGL zu erfüllen. Eine globale Allianz, die aktiv gegen Datenmissbrauch vorgeht, schützt somit indirekt auch die Integrität der lizenzierten deutschen Glücksspielbranche.
Häufige Fragen
Wie viele Länder sind an der neuen Anti-Scam-Allianz beteiligt?
Insgesamt haben 46 Länder die Allianz als Gründungsmitglieder ins Leben gerufen, darunter China, Russland und Vietnam. Zusätzlich nahmen 34 weitere Staaten als Beobachter an der Gründungsveranstaltung teil.
Welche Ziele verfolgt die International Alliance Combating Telecom and Cyber Fraud?
Die Allianz will die internationale Kooperation bei der Bekämpfung von Online-Betrug durch den Austausch von Informationen und die gemeinsame Verfolgung von Tätern verbessern. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf der Rückführung gestohlener Vermögenswerte und der Zerschlagung grenzüberschreitender Netzwerke.
Warum ist die internationale Zusammenarbeit bei Cyberbetrug so wichtig?
Kriminelle Banden agieren oft über mehrere Länder hinweg, wobei Opfer und Täter in verschiedenen Jurisdiktionen sitzen. Ohne eine einheitliche Plattform für Ermittler ist es extrem schwierig, Verdächtige zu identifizieren und Gelder sicherzustellen.
Welche Rolle spielen Interpol und die UN in diesem Bündnis?
Sowohl Interpol als auch die Vereinten Nationen waren als internationale Organisationen bei der Gründung anwesend. Sie unterstützen den koordinierten Ansatz und die Ausrichtung der Allianz an bestehenden internationalen Konventionen.
Was bedeutet diese Allianz für die Sicherheit beim Online-Glücksspiel in Deutschland?
Für Spieler in Deutschland unterstreicht dies die Wichtigkeit, nur bei Anbietern mit GGL-Lizenz gemäß GlüStV 2021 zu spielen. Während die Allianz globale Netzwerke bekämpft, schützen lokale Regeln wie das 1.000-Euro-Limit und das LUGAS-System die Spieler direkt vor Ort.
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Über die Autorin

Lisa Lustich
Chefredakteurin & Casino-Testerin
Lisa Lustich testet seit 1997 deutschsprachige Online-Casinos und leitet die Redaktion von Lustich.de. Über 400 veröffentlichte Reviews, zertifizierte Spielerschutz-Beraterin (BZgA-Schulung 2019).
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