Cebu City plant Werbeverbot für Glücksspiel: Rechtsabteilung fordert Nachbesserung
KI-GENERIERTDie Behörden in Cebu City unterstützen ein striktes Werbeverbot für Glücksspiele, fordern jedoch Anpassungen bei digitalen Inhalten, um die Verfassungsmäßigkeit zu wahren.
In der philippinischen Metropole Cebu City bahnt sich eine massive Verschärfung der Werberegeln für Glücksspiele an. Die städtische Rechtsabteilung hat in einem aktuellen Positionspapier vom 20. Juli 2026 klargestellt, dass sie das Vorhaben eines stadtweiten Werbeverbots grundsätzlich unterstützt. Die sogenannte Cebu City Anti-Gambling Advertisement Ordinance, eingebracht von Ratsmitglied Joel Garganera, zielt darauf ab, die Vermarktung von Wetten und Casinospielen institutionell zu unterbinden. Dabei stehen nicht nur klassische Plakate im Fokus, sondern auch moderne digitale Werbeformen, was jedoch juristische Hürden aufwirft.
Obwohl der Wille zum Schutz der öffentlichen Moral und der Jugend deutlich erkennbar ist, mahnen die Rechtsexperten zur Vorsicht. Sie warnen davor, dass die aktuelle Fassung der Verordnung zu weit gefasst sein könnte und gegen verfassungsmäßig garantierte Rechte verstoßen könnte. Insbesondere die pauschale Erfassung von Online-Inhalten, wie Influencer-Marketing oder Affiliate-Links, ohne klare Trennung zwischen bezahlter Werbung und allgemeiner Meinungsäußerung, wird kritisch gesehen. Hier fordern die Juristen eine Beschränkung auf kommerzielle Anzeigen von Unternehmen, die ihren Sitz direkt in Cebu City haben oder der lokalen Aufsicht unterliegen.
Zahlen und Fakten
Die Dringlichkeit solcher Regulierungen wird durch die wirtschaftliche Dynamik des Sektors unterstrichen. Laut Daten der Philippine Amusement and Gaming Corporation (PAGCOR) erreichte der Bruttospielertrag (Gross Gaming Revenue, GGR) auf den Philippinen im Jahr 2023 einen Rekordwert von 285,27 Milliarden PHP (ca. 5,09 Milliarden USD). Dies entspricht einer Steigerung von 33,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr, als 214,33 Milliarden PHP gemeldet wurden. Besonders die integrierten Resorts trugen mit 207,48 Milliarden PHP den Löwenanteil bei, während elektronische Spiele bereits 58,16 Milliarden PHP generierten. Für das Jahr 2024 prognostiziert PAGCOR sogar einen Anstieg auf 336,38 Milliarden PHP.
Das geplante Gesetz in Cebu City sieht empfindliche Strafen vor. Bei Verstößen drohen nicht nur Bußgelder, sondern auch der Entzug von Geschäftslizenzen. Die Rechtsabteilung pocht hierbei auf die Einhaltung rechtsstaatlicher Prinzipien. Betroffene Unternehmen müssen schriftliche Benachrichtigungen erhalten und die Möglichkeit zur Stellungnahme bekommen, bevor Sanktionen verhängt werden. Zudem wird empfohlen, die Definitionen von Glücksspiel eng an nationale Gesetze wie das Presidential Decree No. 1869 und den PAGCOR Responsible Gaming Code of Practice anzulehnen, um Konflikte mit der nationalen Aufsicht zu vermeiden.
Hintergrund
Ein wesentlicher Treiber des Verbots ist der Schutz vulnerabler Gruppen. Die Stadtverwaltung orientiert sich dabei an internationalen Standards. In ihrem Positionspapier verweisen die Juristen explizit auf die Niederlande, wo Werbung verboten ist, sofern sie nicht ausschließlich Erwachsene anspricht und wo der Einsatz von Prominenten oder Profisportlern untersagt wurde. Auch Australien dient als Vorbild, wo Glücksspielwerbung während Live-Sportübertragungen verboten ist. Diese globalen Trends zur Werbebeschränkung sollen nun lokal adaptiert werden, um soziale Schäden zu minimieren.
„Die Änderungen werden es ermöglichen, dass die Verordnung mit dem nationalen Recht in Einklang steht.“ - Cebu City Legal Office, in der offiziellen Stellungnahme vom 20. Juli 2026
Die Diskussion findet vor dem Hintergrund einer boomenden Industrie statt. Alejandro Tengco, Chairman und CEO von PAGCOR, erklärte bereits zu den Jahreszahlen 2023, dass die philippinische Glücksspielindustrie ihre Werte aus der Zeit vor der Pandemie vollständig zurückgewonnen habe und nun auf nachhaltiges Wachstum in der mittel- bis langfristigen Zukunft ausgerichtet sei.
Was heißt das für deutsche Spieler?
Der Vorstoß in Cebu City erinnert stark an die strengen Regeln des deutschen Glücksspielstaatsvertrags 2021 (GlüStV 2021). Deutsche Spieler profitieren bereits von einer der härtesten Werberegulierungen weltweit, die durch die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder (GGL) überwacht wird. Während philippinische Spieler oft auf unregulierten Seiten mit Boni von über 90.000 PHP gelockt werden, setzt Deutschland auf klare Grenzen zum Spielerschutz. Wer in Deutschland bei einem Anbieter der GGL-Whitelist spielt, ist durch das LUGAS-System geschützt, das unter anderem ein herstellerübergreifendes monatliches Einzahlungslimit von 1.000 Euro sicherstellt.
Für deutsche Nutzer bedeutet die Nachricht aus Asien, dass der globale Trend immer mehr Richtung strikter Kontrolle geht. In Deutschland sind 1 Euro Einsatzlimits pro Spin und die strengen Werbebeschränkungen zwischen 6 und 21 Uhr bereits Realität, um die Entstehung von Spielsucht zu verhindern. Die Debatte in Cebu City zeigt, dass auch andere Märkte erkennen, dass ungebremstes Wachstum ohne Werbeschranken soziale Risiken birgt. Spieler sollten daher konsequent nur Portale nutzen, die eine GGL-Lizenz besitzen und sich von Lockangeboten ausländischer Plattformen fernhalten, die oft keine vergleichbaren Schutzmechanismen bieten.
Was das für GGL-Casinos heißt
Anbieter mit einer deutschen Lizenz der GGL haben in puncto Werbecompliance bereits einen hohen Standard etabliert. Im Gegensatz zur unklaren Rechtslage in Cebu City bietet die GGL-Whitelist Rechtssicherheit. Casinos müssen hier genauestens darauf achten, keine Minderjährigen anzusprechen und keine irreführenden Gewinnversprechen zu machen. Die Entwicklung auf den Philippinen verdeutlicht, dass selbst in liberalen Märkten der Druck auf unregulierte Affiliate-Werbung und Influencer-Marketing wächst. Seriöse deutsche Anbieter sind hier im Vorteil, da sie bereits in einem regulierten Rahmen agieren, der Transparenz und Verantwortungsbewusstsein fordert. Am 28. Juli 2026 steht in Cebu City eine öffentliche Anhörung an, die zeigen wird, wie stark die städtischen Regeln tatsächlich an nationale Standards angeglichen werden.
Häufige Fragen
Welche Art von Glücksspielwerbung plant Cebu City zu verbieten?
Cebu City plant ein stadtweites Verbot für Glücksspielwerbung. Dies umfasst sowohl klassische Plakate als auch moderne digitale Werbeformen wie Influencer-Marketing und Affiliate-Links.
Gibt es Bedenken bezüglich der geplanten Verordnung in Cebu City?
Die städtische Rechtsabteilung äußert Bedenken, dass die Verordnung zu weit gefasst sein und gegen verfassungsmäßige Rechte verstoßen könnte. Sie fordert eine Einschränkung auf kommerzielle Anzeigen von Unternehmen, die in Cebu City ansässig sind oder der lokalen Aufsicht unterliegen.
Welche Strafen sind bei Verstößen gegen das geplante Werbeverbot vorgesehen?
Bei Verstößen drohen empfindliche Strafen, darunter Bußgelder und der Entzug von Geschäftslizenzen. Betroffene Unternehmen müssen vor Sanktionen schriftlich benachrichtigt werden und die Möglichkeit zur Stellungnahme erhalten.
Welche internationalen Beispiele dienten als Vorbild für das geplante Verbot in Cebu City?
Die Stadt orientiert sich an internationalen Standards. Als Vorbilder genannt werden die Niederlande, wo Werbung verboten ist, die nicht ausschließlich Erwachsene anspricht und auf Prominente verzichtet, sowie Australien, das Werbung während Live-Sportübertragungen verbietet.
Wie wirkt sich die geplante Regelung in Cebu City auf deutsche Spieler aus?
Die Nachricht aus Cebu City unterstreicht einen globalen Trend zu strengerer Glücksspielwerbekontrolle, ähnlich dem deutschen Glücksspielstaatsvertrag 2021. Deutsche Spieler sollten weiterhin nur lizenzierte Anbieter der GGL nutzen und sich von Lockangeboten ausländischer Plattformen fernhalten.
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Über die Autorin

Lisa Lustich
Chefredakteurin & Casino-Testerin
Lisa Lustich testet seit 1997 deutschsprachige Online-Casinos und leitet die Redaktion von Lustich.de. Über 400 veröffentlichte Reviews, zertifizierte Spielerschutz-Beraterin (BZgA-Schulung 2019).
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