Italien sperrt 190 illegale Glücksspiel-Domains bis zum 20. August
KI-GENERIERTDie italienische Behörde ADM setzt den Rotstift an und lässt 190 nicht autorisierte Webseiten blockieren. Internetanbieter müssen die Anordnung bis zum 20. August umsetzen.
In Italien weht für Anbieter ohne Lizenz ein immer rauerer Wind. Die Aufsichtsbehörde ADM (Agenzia delle Dogane e dei Monopoli) greift erneut hart durch und hat eine umfangreiche Sperrung nicht autorisierter Glücksspiel-Domains angeordnet. Insgesamt 190 neue Adressen landeten auf dem Index, was zeigt, dass der Kampf gegen das illegale Spiel im Internet keineswegs an Intensität verliert. Die betroffenen Betreiber agieren oft aus der Grauzone heraus und versuchen, die strengen nationalen Regeln zu umgehen, was nun zu einer direkten Blockade durch die Internetdienstanbieter (ISPs) führt.
Die betroffenen Webseiten müssen bis spätestens 20. August für Nutzer in Italien unerreichbar gemacht werden. Wer versucht, eine der gesperrten Adressen aufzurufen, landet nicht mehr auf der Casinoseite, sondern auf einem Informationsportal der ADM. Dort wird klar und deutlich erklärt, dass der gewählte Dienst in Italien nicht autorisiert ist. Das System ist mittlerweile gut eingespielt, denn die Behörde aktualisiert ihre Liste in regelmäßigen Abständen, um auf neue Domains von Offshore-Anbietern zu reagieren.
Zahlen und Fakten
Die neue Anordnung mit der Nummer 00540333 wurde bereits am 5. August erlassen. Sie umfasst eine Liste von 190 Domains, die sofort blockiert werden sollen. Dies ist eine deutliche Steigerung gegenüber dem letzten Update, das am 10. Juli veröffentlicht wurde. Unter den Namen auf der Liste finden sich auch bekannte Akteure wie Fonbet, wobei spezifische Adressen wie fonbet.com und fonbet-italy.com genannt werden. Die rechtliche Grundlage für diese Maßnahme bildet Artikel 102 des Dekrets 104/2020. Dieses Gesetz erlaubt es der ADM, Einschränkungen für Webseiten anzuordnen, die Glücksspielprodukte außerhalb der italienischen Rechtsnormen anbieten oder bewerben.
Es geht hierbei nicht um die allgemeine Qualität der Anbieter, sondern rein um die fehlende Genehmigung für den italienischen Markt. Die ADM stellt klar, dass Lizenzen aus anderen Ländern keine automatische Erlaubnis für Italien darstellen. Sobald ein Anbieter identifiziert wird, der ohne lokales Siegel arbeitet, landet er im nächsten Batch der Sperrliste. Dieser Zyklus wiederholt sich ständig, da Betreiber oft versuchen, nach einer Sperrung unter einer leicht abgewandelten Domain wieder online zu gehen.
Hintergrund
Die Methode des Domain-Blocking ist in Italien ein bewährtes Werkzeug der Marktkontrolle. Anstatt jedes Mal einen komplett neuen regulatorischen Rahmen zu entwerfen, nutzt die ADM bestehende Befugnisse, um die Liste der verbotenen Seiten kontinuierlich zu erweitern. Für die Internetanbieter bedeutet dies einen ständigen Abgleich mit den offiziellen Veröffentlichungen der Behörde. Das Ziel ist es, den legalen Markt zu schützen und sicherzustellen, dass Steuereinnahmen generiert werden und der Spielerschutz gewährleistet bleibt.
Für viele Offshore-Betreiber ist dies ein Katz-und-Maus-Spiel. Sobald eine Domain blockiert wird, weichen sie auf Ausweich-Adressen aus, die dann wiederum von der ADM erfasst werden. Der aktuelle Schwung von 190 Seiten zeigt jedoch, dass die Behörde ihre Schlagzahl erhöht hat, um diesen Kreislauf effektiver zu stören.
Was heißt das für deutsche Spieler?
In Deutschland ist die Situation vergleichbar streng, wenn nicht sogar noch restriktiver durch den Glücksspielstaatsvertrag 2021 (GlüStV 2021). Deutsche Spieler sollten sich darüber im Klaren sein, dass das Spielen bei Anbietern ohne Lizenz der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL) riskant ist. Während in Italien das Blockieren von Domains das Hauptmittel ist, setzt Deutschland zusätzlich auf strengere Limits wie das monatliche Einzahlungslimit von 1.000 Euro über alle lizenzierten Plattformen hinweg, welches durch das zentrale LUGAS-System überwacht wird.
Deutsche Spieler müssen zudem das Einsatzlimit von 1 Euro pro Spin an virtuellen Spielautomaten beachten. Wer bei einem Anbieter spielt, der nicht auf der offiziellen GGL-Whitelist steht, verliert jeglichen rechtlichen Schutz bei Streitigkeiten. Zudem ist die Teilnahme an illegalem Glücksspiel auch in Deutschland strafbar. Die italienischen Sperrungen sind ein Warnsignal, dass europäische Behörden enger zusammenarbeiten und den Zugang zu unregulierten Schwarzmarkt-Angeboten massiv erschweren.
Was das für GGL-Casinos heißt
Für Betreiber mit einer GGL-Lizenz sind solche Nachrichten aus Italien ein positives Zeichen. Es zeigt, dass der regulatorische Druck auf die unlizenzierte Konkurrenz zunimmt. Anbieter in Deutschland, die sich an die strengen Regeln des GlüStV 2021 halten, leiden oft unter dem Wettbewerbsvorteil von Offshore-Casinos, die keine Steuern zahlen und keine Einsatzlimits vorschreiben. Wenn Behörden wie die ADM in Italien oder die GGL in Deutschland konsequent Domains sperren oder Zahlungsströme unterbinden, stärkt dies den legalen Markt.
Lizensierte Casinos können sich so besser profilieren, da sie Sicherheit und Spielerschutz als Verkaufsargumente nutzen können. Die Konsolidierung des Marktes führt dazu, dass Spieler vermehrt zu seriösen Angeboten greifen, was langfristig die Stabilität der gesamten Branche fördert.
„Die Maßnahme basiert auf der Prüfung, ob eine Webseite die Genehmigung besitzt, Glücksspiele in Italien anzubieten. Eine Lizenz anderswo ersetzt nicht die italienische Autorisierung." - Offizielle Begründung, ADM (Customs and Monopolies Agency)
Häufige Fragen
Warum werden die 190 Webseiten in Italien gesperrt?
Die italienische Behörde ADM hat festgestellt, dass diese Seiten ohne die erforderliche nationale Lizenz operieren. Durch die Blockade soll der illegale Markt eingedämmt und Nutzer auf legale Angebote hingewiesen werden.
Bis wann müssen die Internetanbieter die Sperrung umsetzen?
Die Internetdienstanbieter in Italien haben eine Frist bis zum 20. August erhalten, um die Domains unzugänglich zu machen. Danach müssen alle Anfragen auf eine offizielle Informationsseite der Behörde umgeleitet werden.
Welche bekannten Marken sind von der aktuellen Sperrwelle betroffen?
Auf der aktuellen Liste finden sich unter anderem Domains, die mit dem Anbieter Fonbet in Verbindung stehen. Dazu gehören spezifisch die Adressen fonbet.com sowie die Domain fonbet-italy.com.
Was passiert, wenn ein gesperrter Anbieter eine neue Domain nutzt?
Die ADM überwacht den Markt kontinuierlich und fügt neu entdeckte Domains in regelmäßigen Abständen der Verbotsliste hinzu. Es handelt sich um einen fortlaufenden Prozess der Marktkontrolle durch die Behörden.
Ist das Spielen bei nicht lizenzierten Anbietern in Deutschland sicher?
Nein, denn nur Anbieter auf der offiziellen GGL-Whitelist erfüllen die strengen deutschen Vorgaben zum Spielerschutz und zur Sicherheit. Bei illegalen Angeboten fehlen Mechanismen wie das LUGAS-Einzahlungslimit und der rechtliche Schutz bei Gewinnauszahlungen.
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Über die Autorin

Lisa Lustich
Chefredakteurin & Casino-Testerin
Lisa Lustich testet seit 1997 deutschsprachige Online-Casinos und leitet die Redaktion von Lustich.de. Über 400 veröffentlichte Reviews, zertifizierte Spielerschutz-Beraterin (BZgA-Schulung 2019).
Alle Artikel von Lisa Lustich →Quellen & weiterführende Links
- Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder (GGL): gluecksspiel-behoerde.de
- Whitelist erlaubter Online-Anbieter: GGL-Whitelist
- BZgA Spielsucht-Hotline: 0800 1 372 700 (kostenlos, anonym, 24/7)
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