Sunderland AFC schließt Deal mit nicht lizenzierter Krypto-Plattform Shuffle
KI-GENERIERTDer Premier-League-Klub Sunderland AFC verkündet eine mehrjährige Partnerschaft mit dem Krypto-Casino Shuffle, das über keine Lizenz der britischen Gambling Commission verfügt.
Die Rückkehr von Sunderland AFC auf die europäische Bühne nach 53 Jahren Abwesenheit wird von einem kontroversen Marketing-Deal begleitet. Der Verein hat eine mehrjährige Partnerschaft mit Shuffle bekannt gegeben, einer auf Kryptowährungen spezialisierten Online-Casino- und Sportwetten-Plattform. Pikant dabei ist, dass Shuffle aktuell keine Lizenz der britischen Gambling Commission besitzt, was den Betreiber in Großbritannien rechtlich in eine Grauzone oder gar in die Illegalität rückt. Die Marke wird als offizieller Ärmel-Partner der Black Cats fungieren und bei Spielen in der Premier League, im Carabao Cup, im FA Cup und in der Europa League auf den Trikots zu sehen sein.
Dieser Deal heizt die ohnehin schon hitzige Debatte über die Präsenz nicht lizenzierter Glücksspielanbieter im englischen Fußball weiter an. Sunderland reiht sich damit in eine Liste prominenter Klubs wie Chelsea, Tottenham Hotspur und Newcastle United ein, die ebenfalls Partnerschaften mit Anbietern ohne britische Konzession eingegangen sind. Während der Verein die globale Reichweite und die Ambitionen des Partners lobt, wächst der politische Druck auf die Regierung und die Liga, derartige Kooperationen mit Offshore-Marken endgültig zu unterbinden.
Zahlen und Fakten
Shuffle ist ein in Curacao ansässiges Unternehmen und operiert unter einer Lizenz des Curacao Gaming Control Board. Laut dem Blask Index gehört die Plattform dennoch zu den Top 50 Anbietern in Ländern wie Frankreich, der Schweiz, Lettland, Bulgarien und Marokko. Sunderland selbst steht derzeit vor einem weiteren großen Abschluss. Nachdem der Vertrag mit dem nicht lizenzierten Buchmacher W88 aufgrund des neuen Verbots für Trikot-Frontsponsoring gekündigt werden musste, steht der Klub laut Berichten kurz vor einem 10 Millionen Pfund schweren Deal mit Visit Ghana für die Vorderseite der Trikots. Damit ist Sunderland aktuell der einzige Verein in der Premier League, der noch ohne Hauptsponsor auf der Brust aufläuft.
Die Kritik an solchen Partnerschaften ist massiv. Charles Kovats, General Counsel bei Entain, äußerte sich in einem Brief an Everton, die mit Stake zusammenarbeiten, sehr deutlich zu dieser Praxis. Der Wortlaut lässt sich direkt auf die Situation in Sunderland übertragen:
„Der Deal fungiert derzeit als impliziter Stempel der Legitimität für ein Glücksspielunternehmen, das kein soziales, wirtschaftliches oder ethisches Interesse am Wohlergehen oder Wohlstand des Vereinigten Königreichs hat und über keine rechtliche Grundlage für den Betrieb im Vereinigten Königreich verfügt.“ - Charles Kovats, General Counsel bei Entain
Hintergrund
Der Zeitpunkt des Abschlusses ist brisant. Die Konsultation des Ministeriums für Digitales, Kultur, Medien und Sport (DCMS) zum Verbot von Sponsoring durch nicht lizenzierte Betreiber im britischen Sport wurde gerade erst abgeschlossen. Sollte das DCMS ein solches Verbot durchsetzen, könnte dies die Laufzeit des Vertrags mit Shuffle drastisch verkürzen. Allerdings hat die Behörde bereits signalisiert, dass neue Regelungen in der Premier League wohl erst ab der Saison 2027 und 2028 greifen würden. Shuffle-Mitbegründer Noah Dummett betonte hingegen die gemeinsamen Werte und den Wunsch, eine weltweit anerkannte Marke zu werden. Scott McCubbin, Chief Commercial Officer bei Sunderland, sieht in der Kooperation eine Plattform, um innovative Inhalte für Fans weltweit zu kreieren.
Was heißt das für deutsche Spieler?
Für Spieler in Deutschland ist dieser Deal ein mahnendes Beispiel für die Unterschiede zwischen dem regulierten Markt und dem Schwarzmarkt. Shuffle verfügt über keine Lizenz der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL) und steht somit nicht auf der offiziellen Whitelist. In Deutschland unterliegt Online-Glücksspiel strengen Regeln durch den Glücksspielstaatsvertrag 2021 (GlüStV 2021). Dazu gehören das Einsatzlimit von 1 Euro pro Spin an virtuellen Automaten sowie das monatliche anbieterübergreifende Einzahlungslimit von 1.000 Euro, das über das LUGAS-System überwacht wird. Wer bei Anbietern wie Shuffle spielt, verzichtet auf diesen gesetzlichen Spielerschutz und begibt sich rechtlich auf unsicheres Terrain, da diese Plattformen keine deutschen Sicherheitsstandards garantieren.
Was das für GGL-Casinos heißt
Deutsche lizenzierte Casinos müssen gegen eine Konkurrenz antreten, die sich nicht an nationale Werbeverbote oder Spielerschutzvorgaben halten muss. Während GGL-lizenzierte Anbieter hohe Abgaben leisten und strenge technische Auflagen erfüllen, können Offshore-Casinos durch Sponsoring in globalen Ligen wie der Premier League eine enorme Markenpräsenz aufbauen. Dies verzerrt den Wettbewerb und gefährdet das Ziel der Kanalisierung, also den Wunsch des Gesetzgebers, Spieler in das sichere, kontrollierte Umfeld zu führen. Solange Klubs wie Sunderland solche Deals eingehen, bleibt der Kampf gegen den Schwarzmarkt eine globale Herausforderung.
Häufige Fragen
Warum ist der Deal zwischen Sunderland und Shuffle umstritten?
Shuffle besitzt keine Lizenz der britischen Glücksspielbehörde und operiert lediglich mit einer Lizenz aus Curacao. Kritiker wie Entain sehen darin eine Legitimierung von Schwarzmarktanbietern, die keine sozialen oder ethischen Standards im Zielland erfüllen.
Welche Rolle spielt die britische Regierung in diesem Fall?
Das zuständige Ministerium DCMS prüft derzeit ein Verbot von Sport-Sponsoring durch nicht lizenzierte Betreiber. Eine Entscheidung könnte die Zukunft solcher Partnerschaften ab der Saison 2027 und 2028 massiv beeinflussen.
Wo wird das Logo von Shuffle zu sehen sein?
Das Logo wird als Ärmel-Sponsor auf den Trikots von Sunderland in der Premier League, der Europa League sowie in den heimischen Pokalwettbewerben platziert. Zudem sind digitale Fan-Aktivierungen und Influencer-Marketing geplant.
Dürfen deutsche Spieler bei Shuffle wetten oder spielen?
Nein, Shuffle ist nicht auf der GGL-Whitelist geführt und verfügt über keine deutsche Lizenz. Das Spielen bei solchen Anbietern verstößt gegen die Regelungen des GlüStV 2021 und bietet keinen gesetzlichen Schutz durch LUGAS oder OASIS.
Teilen
Über die Autorin

Lisa Lustich
Chefredakteurin & Casino-Testerin
Lisa Lustich testet seit 1997 deutschsprachige Online-Casinos und leitet die Redaktion von Lustich.de. Über 400 veröffentlichte Reviews, zertifizierte Spielerschutz-Beraterin (BZgA-Schulung 2019).
Alle Artikel von Lisa Lustich →Quellen & weiterführende Links
Whitelist erlaubter Online-Anbieter
Redaktionsrichtlinien Lustich.de
BZgA Spielsucht-Hotline: 0800 1 372 700
Glücksspiel kann süchtig machen. Spielen Sie verantwortungsbewusst. Hilfe und Beratung unter 0800 1 372 700 (BZgA, kostenlos & anonym).
Diesen Artikel in 45 Sprachen lesen
- Deutsch
- Portugiesisch
- Französisch
- Italienisch
- Spanisch
- Japanisch
- Polnisch
- Arabisch
- Niederländisch
- Russisch
- Türkisch
- Schwedisch
- Dänisch
- Norwegisch
- Finnisch
- Koreanisch
- Hindi
- Indonesisch
- Thailändisch
- Vietnamesisch
- Chinesisch
- Tschechisch
- Ungarisch
- Rumänisch
- Griechisch
- Ukrainisch
- Kroatisch
- Bulgarisch
- Filipino
- Slowakisch
- Serbisch
- Hebräisch
- Persisch
- Malaiisch
- Urdu
- Albanisch
- Afrikaans
- Litauisch
- Lettisch
- Estnisch
- Slowenisch
- Usbekisch
- Suaheli
- Aserbaidschanisch
- Haussa
Verwandte Themen
Weiterführende Artikel
KI-GENERIERTThailands Kampf gegen Schwarzgeld: Goldsteuer soll illegales Glücksspiel stoppen
Thailand plant eine Steuer von 0,01 Prozent auf Goldtransaktionen, um Geldwäsche im illegalen Glücksspielsektor einzudämmen, der jährlich rund 25 Milliarden Pfund schwer ist.
KI-GENERIERTLottomatica übernimmt Cirsa: Nordafrikas Regulierungslücke im Fokus
Die Übernahme von Cirsa durch Lottomatica bringt Bewegung in den afrikanischen Markt, während illegale Wetteinsätze in Marokko 2024 bereits 3,5 Milliarden MAD erreichten.
KI-GENERIERTStrafen gegen Prognosemärkte und Playtech Rekorde
Connecticut geht gegen neun Prognosemärkte wie Polymarket vor, während Playtech seinen Umsatz im ersten Halbjahr 2026 um 10 Prozent auf 425,1 Millionen Euro steigerte.











