Alle News
Anbieter

Entain zieht sich aus Ost-Europa zurück: STS und SuperSport betroffen

26. Juni 20265 Min.von Lisa Lustich
Redaktionell geprüft von Lisa LustichLetzte Prüfung:
Entain zieht sich aus Ost-Europa zurück: STS und SuperSport betroffen

Entain, ein Schwergewicht der Glücksspielbranche, zieht sich überraschend aus seinen osteuropäischen Beteiligungen zurück. Das betrifft Polens STS und Kroatiens SuperSport. Ein unerwarteter Schritt, da die Region als Wachstumsmarkt galt.

Was geschah

Entain, ein Branchenriese im Glücksspiel, beginnt einen schrittweisen Rückzug. Diese Neuigkeit erreichte uns in der Redaktion letzte Woche. Das Unternehmen verlässt Entain CEE. Zu Entain CEE gehören STS in Polen und SuperSport in Kroatien. Dieser Schritt überrascht viele. Erst vor knapp drei Jahren pries Entain Zentral- und Osteuropa als wichtigen Wachstumsmarkt an. Das Management feierte damals die Akquisitionen. Nun folgt die Kehrtwende. Entain verkauft seine Anteile an STS an die Minderheitsaktionäre. Das polnische Unternehmen Emtek erwirbt sie. Emtek gehört den Juroszek-Brüdern. Diese Familie gründete STS damals. Bei SuperSport in Kroatien wird Entain mit Betsson kooperieren. Der schwedische Konzern übernimmt hier einen Großteil der Geschäftsführung. Man kann sagen, Entain zieht seine Investition ab. Neue Prioritäten scheinen gesetzt zu werden. Das ist keine kleine Entscheidung. Sie wird Auswirkungen haben. Wir beobachten das genau.

Hintergrund

Als Entain die Mehrheitsbeteiligung an STS erwarb, war die Freude groß. Im August 2022 wurde der Deal abgeschlossen. Der Kaufpreis belief sich auf umgerechnet 240 Millionen Euro. Man sah großes Potenzial in Polen. Polen ist ein Land mit knapp 40 Millionen Einwohnern. Der Glücksspielmarkt dort ist reguliert. Entain wollte seine globale Präsenz stärken. Die Akquisition war Teil einer aggressiven Expansionsstrategie. Auch SuperSport in Kroatien gehörte zu diesen Plänen. Die Region CEE, also Mittel- und Osteuropa, galt als zukunftsträchtig. Hohe Wachstumsraten wurden prognostiziert. Doch die Erwartungen scheinen sich nicht erfüllt zu haben. Oder die strategische Ausrichtung hat sich grundlegend geändert. Es gibt Anzeichen, dass der gesamte europäische Markt für große Anbieter komplexer wird. Regulatorische Hürden und steigende Compliance-Kosten könnten eine Rolle spielen. Einige Analysten vermuten auch einen Strategiewechsel hin zu Übersee-Märkten. Entain besitzt bereits eine starke Position in den USA. Mit BetMGM ist man dort sehr erfolgreich. Vielleicht liegt der Fokus nun stärker auf Nordamerika. Oder man konzentriert sich auf bestehende, profitable Märkte. Der europäische Markt ist stark fragmentiert. Große Player kämpfen mit vielen verschiedenen Jurisdiktionen. Das erzeugt hohe Kosten. Dies könnte ein Grund für den Rückzug sein.

Bedeutung für deutsche Spieler

Für deutsche Spieler hat diese Nachricht keine direkten Auswirkungen. Spieler in Deutschland nutzen keine Casinos mit ausländischen Lizenzen. Das ist eine klare Vorgabe der deutschen Glücksspielregulierung. STS und SuperSport sind in Deutschland nicht zugänglich. Die GGL-Vorgaben sind hier eindeutig. Deutsche Spieler sind auf Casinos mit deutscher Lizenz angewiesen. Das sind zum Beispiel jackpotpiraten.de, merkur-slots.de oder loewen-play.de. Diese Anbieter unterliegen strengen Kontrollen. Der Spielerschutz hat hier höchste Priorität. Was in Polen oder Kroatien passiert, ist für den deutschen Markt irrelevant. Dort gelten andere Gesetze. Andere Spielerschutzmaßnahmen. Der deutsche Gesetzgeber hat klare Verhältnisse geschaffen. Wir als Redaktion befürworten das. Eine Trennung von Märkten sorgt für Übersicht. Sie schützt die Spieler hierzulande. Wer auf Nummer sicher gehen will, bleibt bei GGL-zertifizierten Anbietern. Diese Entwicklung bei Entain zeigt aber etwas anderes: Auch große internationale Player müssen ihre Strategien anpassen. Der globale Glücksspielmarkt ist ständig in Bewegung. Es gibt viele Dynamiken. Nicht jeder Schachzug führt zum Erfolg. Große Unternehmen korrigieren dann ihren Kurs. Manchmal abrupt. Dies ist ein solcher Fall. Spieler in Deutschland können sich darauf verlassen: Ihre Casinos bleiben stabil.

Was das für GGL-Casinos heißt

Der Rückzug von Entain aus Entain CEE sendet ein Signal. Es signalisiert, dass der Markt in Europa kompliziert ist. Hohe Investitionen garantieren keinen Erfolg. Regulatorische Rahmenbedingungen spielen eine große Rolle. Für GGL-lizenzierte Casinos in Deutschland gibt es daraus keine direkten Schlüsse. Sie agieren in einem klar definierten Umfeld. Die deutsche Lizenz schafft Planungssicherheit. Die GGL hat klare Regeln aufgestellt. Anbieter wie crazybuzzer.de oder etipwin.de kennen diese Regeln. Sie halten sich daran. Das schafft Vertrauen. Und es schont die Nerven der Betreiber. Sie müssen sich nicht ständig neuen, unvorhergesehenen Herausforderungen stellen. Internationales Flickenteppich-Glücksspiel ist eben was anderes. Der Fokus auf den Heimatmarkt ist hier manchmal von Vorteil. Ein Unternehmen wie Entain jongliert mit vielen Märkten. Da muss eine Strategie global funktionieren. Oder sie muss angepasst werden. Die GGL-Casinos in Deutschland konzentrieren sich auf einen Markt. Das ist ihr Vorteil. Das Modell scheint zu funktionieren. Die Regulierung ist streng, aber transparent. Das ist für Betreiber und Spieler wichtig. Die Nachricht von Entain ist also kein Grund zur Sorge. Eher ein Blick über den Tellerrand. Sie zeigt die Komplexität außerhalb des deutschen Lizenzmodells. Und bestätigt indirekt den Weg der GGL.

Quellen & weiterführende Links

Glücksspiel kann süchtig machen. Spielen Sie verantwortungsbewusst. Hilfe und Beratung unter 0800 1 372 700 (BZgA, kostenlos & anonym).

Verwandte Themen