George Santos muss 35.000 Dollar Strafe wegen Manipulation von Wettmärkten zahlen
KI-GENERIERTDer ehemalige US-Abgeordnete George Santos manipulierte Prognosemärkte zu seiner eigenen Anwesenheit. Die CFTC verhängte nun eine Strafe von rund 35.000 Dollar gegen ihn.
Der ehemalige US-Abgeordnete George Santos sorgt erneut für Schlagzeilen, diesmal jedoch nicht im politischen Parkett, sondern in der Welt der regulierten Prognosemärkte. Die Commodity Futures Trading Commission (CFTC) hat ein Verfahren gegen Santos abgeschlossen, das weitreichende Konsequenzen für den Umgang mit Insiderinformationen und Marktmanipulation bei Wetten auf politische Ereignisse haben könnte. Santos wird vorgeworfen, gezielt öffentliche Falschinformationen verbreitet zu haben, um den Wert von Handelskontrakten zu beeinflussen, die auf seine eigene Anwesenheit bei der State of the Union Rede von Präsident Donald Trump am 24. Februar wetteten.
Die Untersuchung durch die CFTC begann, nachdem die Handelsplattform Kalshi im Februar verdächtige Aktivitäten gemeldet hatte. Santos hatte Positionen sowohl auf Ja als auch auf Nein aufgebaut und dabei soziale Medien wie X genutzt, um die Preise der Kontrakte durch widersprüchliche Angaben zu seiner Reiseplanung in die Höhe zu treiben oder fallen zu lassen. Besonders brisant ist, dass Santos direkt Einfluss auf das Ergebnis der Wette hatte, da es in seiner persönlichen Entscheidungsgewalt lag, ob er an der Veranstaltung teilnimmt oder nicht. Die Behörde stufte dieses Verhalten als vorsätzlich oder rücksichtslos ein.
Zahlen und Fakten
Im Rahmen des Vergleichs muss George Santos insgesamt rund 35.000 Dollar zahlen. Diese Summe setzt sich aus der Abschöpfung unrechtmäßig erzielter Gewinne in Höhe von 17.569,98 Dollar und einer zivilrechtlichen Geldstrafe von 17.500 Dollar zusammen. Zusätzlich wurde gegen den ehemaligen Politiker ein dreijähriges Handelsverbot für alle von der CFTC regulierten Märkte verhängt. Santos hat die Feststellungen der Behörde im Rahmen der Einigung weder zugegeben noch bestritten, was ein übliches Vorgehen bei solchen Vergleichen ist.
Die Details der Manipulation sind bemerkenswert präzise dokumentiert. Bis zum 22. Februar hatte Santos 30.874 Ja-Kontrakte angehäuft. An diesem Tag fragte er seine Follower auf X, ob er einen dezenten oder einen mit Glitzer besetzten Anzug tragen solle. In der Folge stieg der Preis des Kontrakts von 0,15 Dollar auf 0,70 Dollar. Santos verkaufte seine Anteile daraufhin mit einem Gewinn von 3.448,43 Dollar. Später, als sein Flug nach Washington aufgrund schlechten Wetters gestrichen wurde, verschwieg er dies und postete stattdessen vage Hinweise auf Reisebehinderungen für Abgeordnete, was den Preis wiederum drückte, bevor er durch ein Video erneut Optimismus schürte und erneut profitierte.
Hintergrund
Nach dem Abschluss des Falls griff Santos die Plattform Kalshi scharf an und forderte eine Einstufung solcher Prognosemärkte als Glücksspiel. Er bezeichnete Kalshi als eine echte Glücksspiel-Website und forderte, dass alle 50 US-Bundesstaaten die Plattform als solche regulieren sollten. Er kritisierte zudem den rechtlichen Schutzschirm, den sogenannte Contract Swaps bieten. Santos behauptete über seinen Anwalt Joseph W. Murray, er habe nie die Absicht gehabt, den Markt zu manipulieren, sondern sei lediglich durch das Wetter an der Reise gehindert worden.
„Wir müssen Kalshi als Glücksspielplattform regulieren und sie aus dem Schutzschleier der Kontrakttäusche entfernen. Ich werde mich für eine umfassende Interessenvertretung einsetzen und dafür sorgen, dass sie gesetzlich aus der Existenz verdrängt werden!“ - George Santos, ehemaliger US-Kongressabgeordneter
Die CFTC widersprach dieser Darstellung jedoch deutlich. Laut der Behörde versäumte es Santos mehrfach, wesentliche Informationen wie die Stornierung seiner Zug- und Flugreservierungen offenzulegen, während er öffentlich weiterhin behauptete, er werde anwesend sein. Am Tag der Rede postete er schließlich, dass er die Ansprache an einem Flughafenbildschirm verfolge, was zum Absturz der Ja-Kontrakte führte und ihm aus seiner zuvor aufgebauten Nein-Position einen Gewinn von 14.390 Dollar einbrachte.
Was heißt das für deutsche Spieler?
In Deutschland ist die rechtliche Lage für solche Prognosemärkte sehr strikt durch den Glücksspielstaatsvertrag 2021 (GlüStV 2021) geregelt. Während Plattformen wie Kalshi in den USA als Derivatbörsen gelten, fallen Wetten auf politische Ereignisse oder gesellschaftliche Ausgänge in Deutschland unter das Glücksspielmonopol oder sind in vielen Fällen gar nicht erst erlaubnisfähig. Für Spieler in Deutschland ist es wichtig, nur bei Anbietern zu spielen, die auf der offiziellen Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL) stehen. Diese Whitelist garantiert, dass strenge Spielerschutzmaßnahmen eingehalten werden.
Zu diesen Maßnahmen gehören das monatliche anbieterübergreifende Einzahlungslimit von 1.000 Euro, das über das zentrale LUGAS-System überwacht wird, sowie das Einsatzlimit von einem Euro pro Spin bei virtuellen Automatenspielen. Plattformen, die wie Kalshi auf Ereigniswetten basieren, haben derzeit keine Lizenz für den deutschen Massenmarkt als Online-Casino oder Sportwettenanbieter für solche Nischen. Wer als deutscher Staatsbürger auf solchen internationalen Plattformen agiert, bewegt sich oft in einer rechtlichen Grauzone ohne den Schutz deutscher Behörden bei Auszahlungsproblemen oder Manipulationen, wie sie im Fall Santos auftraten.
Was das für GGL-Casinos heißt
Für Betreiber mit einer GGL-Lizenz verdeutlicht der Fall Santos die Notwendigkeit einer sauberen Trennung zwischen Finanzprodukten und Glücksspiel. Die GGL legt großen Wert darauf, dass Wettmärkte transparent und nicht manipulierbar sind. In Deutschland zugelassene Sportwettenanbieter müssen sicherstellen, dass Quoten auf objektiven Daten basieren und Insiderhandel unterbunden wird. Ein Fall wie der von George Santos, bei dem eine Person auf den Ausgang eines Ereignisses wettet, das sie selbst kontrolliert, würde in einem regulierten deutschen Umfeld sofort die Überwachungsmechanismen der GGL und gegebenenfalls der Finanzaufsicht BaFin auslösen.
Häufige Fragen
Wofür wurde George Santos genau bestraft?
Er wurde bestraft, weil er Prognosemärkte auf der Plattform Kalshi manipulierte, indem er falsche Aussagen über seine Teilnahme an der State of the Union Rede machte. Er profitierte finanziell davon, dass er den Preis der Wettkontrakte durch seine öffentlichen Posts auf X beeinflusste.
Wie hoch ist die Strafe für George Santos?
Die Gesamtsumme beläuft sich auf rund 35.000 Dollar. Darin enthalten sind 17.569,98 Dollar an zurückgezahlten Gewinnen und eine zusätzliche Strafe von 17.500 Dollar sowie ein dreijähriges Handelsverbot.
Was ist Kalshi für eine Plattform?
Kalshi ist ein in den USA regulierter Prognosemarkt, auf dem Nutzer auf den Ausgang von Ereignissen wetten können, indem sie Kontrakte kaufen. George Santos bezeichnete die Plattform nach seinem Verfahren jedoch öffentlich als illegale Glücksspiel-Website.
Darf man in Deutschland auf politische Ereignisse wetten?
In Deutschland sind Wetten auf politische Ausgänge bei lizenzierten Sportwettenanbietern nach dem GlüStV 2021 derzeit nicht vorgesehen. Deutsche Spieler sollten sich an die GGL-Whitelist halten, die nur seriöse und geprüfte Anbieter für Sportwetten und Online-Slots aufführt.
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Über die Autorin

Lisa Lustich
Chefredakteurin & Casino-Testerin
Lisa Lustich testet seit 1997 deutschsprachige Online-Casinos und leitet die Redaktion von Lustich.de. Über 400 veröffentlichte Reviews, zertifizierte Spielerschutz-Beraterin (BZgA-Schulung 2019).
Alle Artikel von Lisa Lustich →Quellen & weiterführende Links
- Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder (GGL): gluecksspiel-behoerde.de
- Whitelist erlaubter Online-Anbieter: GGL-Whitelist
- BZgA Spielsucht-Hotline: 0800 1 372 700 (kostenlos, anonym, 24/7)
- Redaktionelle Methodik: Redaktionsrichtlinien Lustich.de
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