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Illinois Casinos melden kräftiges Umsatzwachstum im Juni

16. Juli 20265 Min.von Lisa Lustich
Redaktionell geprüft von Lisa LustichLetzte Prüfung:
Illinois Casinos melden kräftiges Umsatzwachstum im Juni

Die landbasierten Casinos im US-Bundesstaat Illinois verzeichneten im Juni ein beeindruckendes Umsatzplus von 9 Prozent, was die monatlichen Einnahmen auf 173,6 Millionen US-Dollar steigerte.

Die 17 landbasierten Casinos im US-Bundesstaat Illinois haben im Juni ein bemerkenswertes Wachstum hingelegt. Sie meldeten ein Umsatzplus von 9 Prozent. Insgesamt beliefen sich die monatlichen Einnahmen auf 173,6 Millionen US-Dollar. Diese Entwicklung zeigt die anhaltende Stärke des Glücksspielmarktes in der Region.

Das solide Ergebnis beleuchtet die Dynamik des US-Casinomarktes. Dort tragen sowohl landbasierte Spielstätten als auch Online-Angebote zum Gesamtwachstum bei. Dies spiegelt sich auch in anderen Märkten wider, die durch regulatorische Anpassungen und neue Angebote beflügelt werden.

Zahlen und Fakten

Im Juni erzielten die 17 landbasierten Casinos in Illinois Einnahmen von 173,6 Millionen US-Dollar. Das entspricht einem Wachstum von 9 Prozent gegenüber dem Vormonat oder dem Vorjahresmonat, die genaue Vergleichsbasis wurde von Gaming Intelligence leider nicht genannt. Solche Zuwächse sind ein positives Signal für die lokale Wirtschaft. Sie zeigen eine Erholung und Stabilisierung nach den Herausforderungen der letzten Jahre. Es ist interessant zu sehen, wie sich die Glücksspielbranche anpasst und neue Wege findet, Spieler anzuziehen.

Ganz anders sieht die Situation in Chicago aus. Dort ringen die Stadtverantwortlichen mit dem Vorschlag einer zusätzlichen Steuer auf Sportwetten in Höhe von 10,25 Prozent. Dieser Vorschlag von Bürgermeister Brandon Johnson würde die bestehenden staatlichen Steuern von 20-40 Prozent auf die Gross Gaming Revenue (GGR) und eine 2-Prozent-Steuer im Cook County ergänzen. Illinois Rep Dan Didech, Vorsitzender des House Gaming Committee, sprach sich deutlich gegen lokale Steuern auf Sportwetten aus. Er warnte vor den Folgen.

„Wenn man die Steuer so erhöht, dass es für Spieler zu kostspielig wird, werden sie auf Websites in Übersee ausweichen, die gefährlicher, räuberischer, unbesteuert und unreguliert sind. Das ist ein direkter Verlust an Steuereinnahmen für den Staat. Das beeinträchtigt unsere Fähigkeit, in die Infrastruktur zu investieren.“ - Dan Didech, Vorsitzender des House Gaming Committee

Dies zeigt die Sorge, dass eine zu hohe Steuerlast Spieler in den Schwarzmarkt treiben könnte.

Hintergrund

Die Entwicklung in Illinois steht im Kontext globaler Trends. Auch in Großbritannien gibt es bedeutende Reformen. Die Rank Group meldete für das Geschäftsjahr 2025 einen Anstieg des vergleichbaren Net Gaming Revenue (NGR) um 11 Prozent auf 795,3 Millionen Pfund (etwa 1,07 Milliarden US-Dollar). Der operative Gewinn stieg um 38 Prozent. Dieses Wachstum wurde durch neue Gesetzgebungsreformen unterstützt. Diese erlauben es kleinen Casinos in England und Wales, ihre Spielautomatenanzahl zu erhöhen. Statt zwei dürfen sie nun fünf Spielautomaten pro Spieltisch anbieten. Dies ermöglicht eine Erweiterung um rund 850 Spielautomaten in 50 Grosvenor-Casinos im Geschäftsjahr 2026. Zudem wird Sportwetten in 38 Standorten eingeführt.

In Illinois wurden die Sportwettensteuern in den letzten zwei Jahren zweimal erhöht. Im Jahr 2024 wurde aus einem pauschalen Steuersatz von 15 Prozent ein gestaffeltes System von 20 bis 40 Prozent, abhängig vom Umsatz des Betreibers. Zusätzlich wurde dieses Jahr eine Gebühr pro Wette eingeführt. Sportwettenanbieter zahlen 25 Cent für jede der ersten 20 Millionen Wetten und 50 Cent für jede weitere Wette. Diese Maßnahmen zeigen, wie die Staaten versuchen, aus dem wachsenden Glücksspielmarkt zusätzliche Einnahmen zu generieren. Im September sammelte Illinois 28,7 Millionen US-Dollar an Steuern. Davon stammen 10,6 Millionen US-Dollar von den Gebühren pro Wette.

Was heißt das für deutsche Spieler?

Für deutsche Spieler sind die Nachrichten aus Illinois und Großbritannien eher indirekt relevant. Dennoch zeigen sie die globale Dynamik im Glücksspielsektor. Deutschland hat seit dem 1. Juli 2021 mit dem Glücksspielstaatsvertrag (GlüStV 2021) seine eigene Regulierung. Dieser Vertrag führte zu grundlegenden Veränderungen im Online-Glücksspiel. Nur Betreiber auf der sogenannten GGL-Whitelist, lizenziert von der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL), dürfen ihre Dienste legal in Deutschland anbieten. Diese Lizenzen sind an strenge Auflagen gebunden.

Dazu gehören ein monatliches Einzahlungslimit von 1.000 Euro pro Spieler für alle Anbieter zusammen. Zudem gibt es ein Einsatzlimit von einem Euro pro Spielrunde bei Online-Slots. Werbung ist stark eingeschränkt. Das zentrale Spielersperrsystem OASIS und das Limitdatei-System LUGAS sollen den Spieler vor Überforderung schützen. Das staatliche System soll Spielsucht vorbeugen und den Spielerschutz gewährleisten. Spieler, die in Casinos mit GGL-Lizenz spielen, profitieren von einem sicheren und regulierten Umfeld. Abseits der GGL-Angebote bewegen sich Spieler in einer rechtlichen Grauzone mit entsprechenden Risiken.

Was das für GGL-Casinos heißt

Die Entwicklungen in den USA und UK könnten als Signal verstanden werden, dass Regulierungsbehörden weiterhin bestrebt sind, Einnahmen aus dem Glücksspiel zu maximieren. Gleichzeitig sehen wir dort auch die Warnungen vor einer Überregulierung. Für GGL-Casinos in Deutschland bedeutet dies: Sie müssen innerhalb eines strengen Korsetts agieren. Die deutsche Regulierung ist im internationalen Vergleich sehr restriktiv. Die Einhaltung der Vorgaben ist zentral. Wer den Lizenzstatus behalten will, muss das. Hier in Deutschland liegt der Fokus weniger auf Umsatzwachstum durch Deregulierung, sondern eher auf dem Schutz der Spieler.

Das Einzahlungslimit von 1.000 Euro im Monat und das 1 Euro Limit pro Spin sind Beispiele dafür. Dies schränkt zwar die Einnahmequellen der Casinos ein, soll aber verantwortungsvolles Spielen fördern. Während Illinois über Steuererhöhungen diskutiert, sind die Rahmenbedingungen für GGL-Casinos ungleich strenger. Sie müssen sich mit geringeren Profitmargen arrangieren, bieten aber im Gegenzug eine hohe Sicherheit für die Spieler. Das schützt den Spieler, aber auch die Reputation der Branche.

Quellen & weiterführende Links

Glücksspiel kann süchtig machen. Spielen Sie verantwortungsbewusst. Hilfe und Beratung unter 0800 1 372 700 (BZgA, kostenlos & anonym).

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