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The Star Entertainment Group: Millionen-Vergleich nach Steuerstreit um Junket-Betreiber

8. Juli 20265 Min.von Lisa Lustich
Redaktionell geprüft von Lisa LustichLetzte Prüfung:
The Star Entertainment Group: Millionen-Vergleich nach Steuerstreit um Junket-Betreiber

Der australische Glücksspielkonzern The Star Entertainment Group hat einen langwierigen Steuerstreit mit dem Australian Taxation Office beigelegt. Das Unternehmen zahlt 55 Millionen Australische Dollar (rund 36 Millionen US-Dollar).

Die Star Entertainment Group hat sich mit der australischen Steuerbehörde über Steuerstreitigkeiten geeinigt. Es ging um die Behandlung von Waren- und Dienstleistungssteuern (GST) sowie die Quellensteuer auf Zahlungen an sogenannte Junket-Betreiber. Diese Junket-Betreiber organisierten früher VIP-Glücksspielprogramme für den Konzern. Die Einigung sieht vor, dass The Star Entertainment Group eine Belastung von rund 55 Millionen Australischen Dollar für das Geschäftsjahr bis zum 30. Juni 2026 verbucht.

Im Gegenzug erhält das Unternehmen eine Erstattung von etwa 33 Millionen Australischen Dollar von der Steuerbehörde. Dies geht aus den Informationen des Unternehmens hervor. Der Steuerstreit betraf Zahlungen, die zwischen Oktober 2013 und August 2017 an die Junket-Betreiber flossen. Auch die Berechnung der Quellensteuer für den Zeitraum Juli 2014 bis Juni 2020 stand im Fokus.

Zahlen und Fakten

The Star Entertainment Group hatte bereits früher etwa 88 Millionen Australische Dollar an strittigen Beträgen gezahlt. Die jetzige Einigung ist ein wichtiger Schritt für den Konzern, um die Verpflichtungen abzuschließen. Die zuvor gezahlten 88 Millionen Australischen Dollar werden nun anteilig verrechnet. Die verbleibenden 55 Millionen Australische Dollar bedeuten eine erhebliche finanzielle Belastung für das laufende Geschäftsjahr.

Hintergrund

Die Auseinandersetzungen entstanden aus der Besteuerung der Zahlungen an Junket-Betreiber. Diese Betreiber waren Mittelsmänner, die vermögende Spieler, oft aus Asien, in die australischen Casinos brachten. Sie erhielten dafür Provisionen und andere Vergütungen.

The Star Entertainment Group beendete seine Beziehungen zu diesen Junket-Betreibern im Oktober 2020. Dies geschah inmitten weitreichender regulatorischer Änderungen in der australischen Casinobranche. Zahlreiche Skandale und Vorwürfe der Geldwäsche im Zusammenhang mit Junket-Operationen führten zu einem verstärkten Druck durch Regulierungsbehörden und die Öffentlichkeit.

Diese Entwicklung zeigt, wie streng die Glücksspielbranche weltweit reguliert wird. Es gibt immer mehr Transparenzforderungen. Unternehmen wie The Star stehen unter genauer Beobachtung. Ähnliche Tendenzen sind auch in anderen Märkten zu beobachten.

„Bei MGM Resorts sind wir als Unternehmen immer kundenorientierter geworden, so wie es Mirage schon immer war. Wir sind schnell gewachsen und haben viele finanzielle Entscheidungen getroffen, aber Kundenorientierung und die Programmierung für die Wünsche unserer Kunden stehen jetzt im Vordergrund. Steve Wynn ist das Vorbild, dem wir in Bezug auf den Kundenservice nacheifern. Keine Frage, Punkt. Das ist es, was wir gelernt haben, und darauf konzentrieren wir uns.“ - Bill Hornbuckle, Präsident & CEO, MGM Resorts International

Die Aussage von Bill Hornbuckle, obwohl aus einem anderen Kontext, unterstreicht die aktuelle Notwendigkeit für Glücksspielunternehmen, sich nicht nur auf finanzielle, sondern auch auf Compliance- und Kundenaspekte zu konzentrieren.

Was heißt das für deutsche Spieler?

Für deutsche Spieler hat dieser spezifische Fall von The Star Entertainment Group, einem australischen Glücksspielkonzern, keine direkten Auswirkungen. Die Regeln und Vorschriften, die in Australien gelten, betreffen nicht unmittelbar den deutschen Online-Glücksspielmarkt. Dort haben wir seit dem Glücksspielstaatsvertrag 2021 (GlüStV 2021) eine eigene, streng regulierte Landschaft.

Deutsche Spieler, die legal und sicher spielen möchten, sollten sich ausschließlich an Online-Casinos halten, die eine Lizenz der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL) besitzen. Nur diese Anbieter sind auf der sogenannten GGL-Whitelist aufgeführt. Diese Lizenzen stellen sicher, dass die Casinos den deutschen Spielerschutzvorschriften entsprechen. Dazu gehören wichtige Maßnahmen wie ein monatliches Einzahlungslimit von 1.000 Euro, das über das zentrale Überwachungssystem LUGAS kontrolliert wird. Außerdem gibt es ein striktes Einsatzlimit von 1 Euro pro Spin an Spielautomaten und ein Selbstsperrsystem. Angebote von Casinos mit Lizenzen aus Malta (MGA) oder Curaçao sind in Deutschland illegal.

Was das für GGL-Casinos heißt

Für Casinos, die eine GGL-Lizenz in Deutschland besitzen, bedeutet dieser Fall von The Star Entertainment Group eine erneute Bestätigung. Die deutschen Regulierungsbehörden legen großen Wert auf Transparenz und die Verhinderung von Geldwäsche. Der GlüStV 2021 wurde genau geschaffen, um solche Grauzonen, die in der Vergangenheit bei internationalen Betreibern bestanden, zu beseitigen.

Die GGL wacht streng über die Einhaltung der Vorschriften. Das Finanzamt hat eine engere Zusammenarbeit mit der Glücksspielaufsicht. Dies sorgt für eine wesentlich höhere Rechtssicherheit und Kontrolle über die Finanzströme im legalen deutschen Glücksspiel. Es zeigt, dass internationale Unternehmen, die in Deutschland aktiv sein wollen, höchste Standards in Bezug auf Compliance und Steuerrecht einhalten müssen. Andernfalls drohen auch hierzulande massive Nachforderungen und Reputationsschäden. Die deutsche Regulierung ist zwar streng, aber auch klar. Sie bietet Unternehmen, die sich an die Regeln halten, ein rechtssicheres Umfeld.

Quellen & weiterführende Links

Glücksspiel kann süchtig machen. Spielen Sie verantwortungsbewusst. Hilfe und Beratung unter 0800 1 372 700 (BZgA, kostenlos & anonym).

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