Tonybet erhält Lizenz für Kanadas neuen iGaming-Markt in Alberta

Tonybet hat eine iGaming-Lizenz von der Alberta Gaming, Liquor and Cannabis Commission erhalten. Damit expandiert der Anbieter in Kanadas zweiten regulierten Online-Glücksspielmarkt. Die Registrierungen und Bruttospielerträge in Ontario stiegen 2025 um 52 Prozent.
Tonybet, ein internationaler iGaming-Betreiber, der bereits in Ontario und Kahnawake lizenziert ist, hat bekannt gegeben, eine iGaming-Lizenz von der Alberta Gaming, Liquor and Cannabis (AGLC) erhalten zu haben. Dies ebnet dem Unternehmen den Weg, im regulierten Online-Glücksspielmarkt Albertas tätig zu werden. Das ist ein wichtiger Schritt für Tonybet in Kanada.
Alberta wird damit nach Ontario der zweite kanadische Markt, der ein kompetitives iGaming-Modell einführt. Das bedeutet, dass nicht nur staatliche, sondern auch private Anbieter zugelassen werden. Die kanadische Provinz Alberta mit fast 5 Millionen Einwohnern gilt als vielversprechendes Gebiet für Online-Glücksspiel. Einige der größten Wettanbieter Nordamerikas, darunter FanDuel, DraftKings, BetMGM und bet365, bereiten ebenfalls ihren Eintritt vor.
Zahlen und Fakten
Alberta öffnet seinen regulierten Online-Glücksspielmarkt am 13. Juli 2026. Es ist die zweite Provinz Kanadas, die ein solches System nach Ontario einführt, das 2022 startete. Die Provinz Alberta hat eine geschätzte Bevölkerung von fast 5 Millionen Menschen. Tonybet hat bereits Lizenzen in Ontario und Kahnawake. In Ontario stiegen die Registrierungen und die Bruttospielerträge (Gross Gaming Revenue, GGR) im Jahr 2025 um 52 Prozent.
Dmitry Arabuli, CEO von Tonybet, äußerte sich positiv. Er betonte die Bedeutung von Spielerschutz.
„Alberta verfolgt den richtigen Ansatz – den Aufbau eines regulierten Marktes, der von Anfang an Spielerschutz und Betriebsstandards in den Mittelpunkt stellt. Genau in einem solchen Umfeld wollen wir tätig sein. Wir haben in Ontario jahrelang bewiesen, dass man ein Geschäft ausbauen und gleichzeitig die höchsten Compliance-Standards einhalten kann – Registrierungen und Bruttospielerträge in der Provinz stiegen 2025 um 52 Prozent, wobei verantwortungsbewusstes Spielen in diesen Erfolg eingebettet war, anstatt ihm entgegenzuwirken. Diese Lizenz zu sichern bedeutet, dass wir das gleiche Engagement nach Alberta bringen können, und wir planen, vollständig in diesem Markt tätig zu sein.“ - Dmitry Arabuli, CEO von Tonybet
Für den Start in Alberta hat Tonybet bereits Vorbereitungen getroffen. Dazu gehören die Lokalisierung der Plattform und die Integration in das zentrale Selbstausschluss-System der Provinz. Auch die kommerzielle Zusammenarbeit mit der Alberta iGaming Corporation (AiGC) läuft schon.
Hintergrund
Die Öffnung des Marktes in Alberta wurde lange diskutiert. Nun schafft die Provinz einen Rahmen für Online-Glücksspiele. Dieser Rahmen soll bestehende Online-Glücksspielaktivitäten in eine lizenzierte und spielergeschützte Umgebung überführen. Ähnlich wie in Ontario wird die AGLC als Regulierungsbehörde fungieren. Die AiGC übernimmt die Rolle der Durchführung und Verwaltung des Marktes.
Die Regulierungsbehörde hat am 13. Januar die Anpassungen an der Gaming, Liquor and Cannabis Regulation vorgenommen. Diese betreffen Lizenzierung, Werbung und Anforderungen an die soziale Verantwortung. Zeitgleich startete die Registrierung für Betreiber und Zulieferer. Betreiber müssen einen zweistufigen Prozess durchlaufen. Zuerst eine regulatorische Registrierung bei der AGLC. Danach folgt eine kommerzielle Vereinbarung mit der AiGC.
Es gibt auch Übergangsmaßnahmen für Betreiber. Diese sollen den Wechsel von Graumarkt-Operationen zum regulierten Rahmen unterstützen. Diese Bestimmungen laufen am 13. Juli aus. Viele große internationale Marken haben bereits ihre Absicht erklärt, in Alberta zu starten. Dazu gehören auch Betway, PointsBet und Soft2Bet.
Was heißt das für deutsche Spieler?
Für deutsche Spieler bedeuten solche internationalen Entwicklungen meist eher wenig direkt. Der deutsche Glücksspielmarkt unterliegt seit dem GlüStV 2021 strengen nationalen Regeln. Das wichtigste ist die GGL-Whitelist. Nur Anbieter auf dieser Liste dürfen in Deutschland legal Online-Glücksspiele anbieten. Dort finden Spieler Casinos, die die deutschen Vorgaben erfüllen.
Dazu gehören ein Einsatzlimit von einem Euro pro Spin bei Spielautomaten und ein monatliches Einzahlungslimit von 1.000 Euro. Auch die Anbindung an das landesweite Sperrsystem LUGAS ist Pflicht. Diese Regeln sollen den Spielerschutz gewährleisten. Sie sollen Spieler vor übermäßigen Verlusten schützen und Spielsucht vorbeugen. Daher sind Entwicklungen in Übersee für die Spielerauswahl hierzulande nicht relevant. Deutsche Lizenznehmer sind im Vergleich oft sehr transparent. Das sichert die Seriosität der Angebote.
Was das für GGL-Casinos heißt
Für Casinos mit einer Lizenz der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL) sind die Entwicklungen in Kanada keine direkte Konkurrenz. Deutsche Lizenznehmer agieren in einem klar definierten Ökosystem. Sie halten sich an strenge nationale Vorschriften. Das hohe Maß an Spielersicherheit und der Jugendschutz in Deutschland sind fest verankert.
Die GGL wacht über diese Einhaltung. Anbieter, die sich von ausländischen Entwicklungen wie in Alberta inspirieren lassen wollen, müssen stets die deutschen Regeln beachten. Das bedeutet strenge Beschränkungen bei Werbung und Bonusangeboten. Auch die Technik muss den deutschen Standards entsprechen. Der Fokus bleibt auf der Einhaltung des GlüStv 2021. Dieser sorgt für den Schutz der Spieler.
Quellen & weiterführende Links
- Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder (GGL): gluecksspiel-behoerde.de
- Whitelist erlaubter Online-Anbieter: GGL-Whitelist
- BZgA Spielsucht-Hotline: 0800 1 372 700 (kostenlos, anonym, 24/7)
- Redaktionelle Methodik: Redaktionsrichtlinien Lustich.de
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