Trennungen 2012 – das Zeitalter von sozialen Netzwerken und einer Wegwerfgesellschaft

14

September

2012

Liebe ist das Größte, aber eben doch nie ein Garant für das ewige Glück. Sechs "richtige" Beziehungen hat der Deutsche in seinem Leben im Durchschnitt, laut einer Umfrage, die von Durex in Auftrag gegeben wurde.

 

Wieso die Tendenz steigt



Jeder Mensch durchlebt im Durchschnitt also fünf Trennungen und wenn man von ernsthaften Beziehungen ausgeht, in denen man Liebe, Zeit und Nerven investiert, ist auch fünfmal Trennungsschmerz garantiert. Wurden Beziehungen noch vor 50 Jahren gehegt und gepflegt, geht man heute etwas lapidarer an die Zweisamkeit heran und ist längst nicht so festgelegt, wie man es aus früheren Zeiten kennt. Getrennt wird sich wesentlich schneller, gerne auch wegen Kleinigkeiten. Den Menschen fehlt oftmals die Zeit und die Geduld, um ernsthaft um seine Partnerschaft zu kämpfen, außerdem ist das Angebot mit 11,2 Millionen Singles (Stand: 2005, Studie von Parship) wesentlich größer, als in der Zeit, in der früh geheiratet wurde und Singles schwer zu finden waren.

 

Trennungstrends



Gerade jüngere Generationen sind weniger auf Konfrontationskurs, wenn es um das Beenden einer Beziehung geht. Immer häufiger wird zum Telefon gegriffen oder gar nur eine kurze SMS verfasst. Im Web tummeln sich auch zahlreiche Geschichten über das einfache Ändern eines Beziehungsstatus auf sozialen Netzwerken.

 

Der größte Nachteil und auch der größte Kummer aus diesen Wegen der Trennungs ist schlichtweg, dass man seinen (Ex-)Partner keinerlei Raum für Reaktionen und Fragen lässt. Nicht selten trifft einen die Trennung unerwartet und gerade dann ist es niederschmetternd, wenn man sich dazu nicht äußern kann oder zumindest seine eigene Sicht der Dinge klarstellt.

 

Häufigste Trennungsgründe



Laut einer Umfrage von Elitepartner, ist der häufigste Trennungsgrund das Auseinanderleben. Allerdings ist auch das Fremdgehen ein häufiger Grund für ein Beziehungsende, bei jeder fünften Trennung.

 

Trennen mit Augenzwinkern



Wenn man sich innerlich schon getrennt hat und Gründe, wie ein Vertrauensmissbrauch oder sogar eine fiese Behandlung durch den Partner gegeben sind, verabschiedet man sich gerne auch mal mit einer richtigen Revange. Egal, wie es stattfindet, es gilt immer das Motto: "Besser ein Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende".

 

Sehr beliebt und auch schon oft gesehen, ist der gepackte Koffer vor der Tür, erschleicht man sich dann vorher noch schnell den Schlüssel vom Partner zur eigenen Wohnung, ist auch hier der Effekt ziemlich groß. Natürlich geht das nur, wenn der Partner bei sich zuhause eingezogen ist.

Wohnt man zusammen in einer gemeinsamen Wohnung hat ein kleines Geschenk die gleiche Wirkung. Beispielsweise ein Schlüsselanhänger mit der Aufschrift "Ex-Freund".

 

Eine der besten Ideen, nach meiner persönlichen Meinung, ist ein nettes kleines Puzzle, dass der Partner dann zusammensetzen kann. Auf dem Puzzle prangt dann ein fettgedrucktes "Wir müssen reden!". Nach den eigenen Schockmomenten, die man in der Beziehung erlebt hat, ist der dann auftretende Gesichtsaudruck zumindest eine kleine Genugtuung.

 

Trennungen sind niemals leicht



Egal für welchen Weg man sich entscheidet, ob persönlich, per Handy oder im Internet, eine Trennung ist nie einfach, auch nicht für den, der sie ausspricht. Man muss sich an das Alleinsein gewöhnen und es wird oft Momente geben, in denen der Andere fehlt. Letztenendes sollte man sich immer vor Augen führen, aus welchen Gründen die Beziehung gescheitert ist und ganz optimistisch in die Zukunft gucken. Jedes Ende ist auch immer ein Anfang.

 

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