EGBA fordert hartes Vorgehen gegen illegale Zahlungen im Glücksspiel
KI-GENERIERTDie European Gaming and Betting Association (EGBA) drängt Zahlungsdienstleister in Europa, verstärkt gegen Schwarzmarkt-Glücksspielunternehmen vorzugehen. Ein konkreter Fall gegen den litauischen Zahlungsanbieter Walletto wurde bereits eingereicht.
Die European Gaming and Betting Association (EGBA) schlägt Alarm. Sie fordert Zahlungsdienstleister in ganz Europa auf, entschieden gegen die Aktivitäten illegaler Glücksspielanbieter vorzugehen. Dies ist eine klare Ansage an alle, die mit Geldtransfers im Glücksspielsektor zu tun haben.
Konkret hat die EGBA eine Beschwerde bei der Bank von Litauen gegen den Zahlungsdienstleister Walletto eingereicht. Dem Unternehmen wird vorgeworfen, Zahlungen für illegale Online-Glücksspielbetreiber abgewickelt zu haben. Der Vorfall unterstreicht ein grundlegendes Problem in der gesamten Zahlungswertschöpfungskette.
Zahlen und Fakten
Die Beschwerde gegen Walletto ist das Ergebnis einer umfassenden Untersuchung der EGBA. Bei dieser Untersuchung wurden Testtransaktionen auf illegalen Glücksspiel-Websites und -Apps durchgeführt, die europäische Verbraucher ins Visier nehmen. Dabei fand die EGBA Beweise, die darauf hindeuten, dass Walletto-Dienste für Einzahlungen auf mehreren dieser illegalen Plattformen genutzt wurden. Die EGBA-Mitglieder halten gemeinsam 401 Online-Glücksspiellizenzen in 22 europäischen Ländern. Sie erwirtschaften etwa 30 Prozent des Brutto-Spielertrags (Gross Gaming Revenue, GGR) im europäischen Online-Glücksspiel.
Hintergrund
Illegale Glücksspielbetreiber sind auf den Zugang zu Zahlungsdiensten angewiesen, um überhaupt in größerem Umfang operieren zu können. Sie nutzen die gleichen gängigen Zahlungsmethoden und Kartennetzwerke, die auch Verbraucher täglich verwenden. Solange diese illegalen Betreiber Einzahlungen akzeptieren und Transaktionen verarbeiten können, werden sie außerhalb der gesetzlich vorgeschriebenen Lizenzierungssysteme agieren. Das führt dazu, dass sie behördliche Kontrollen umgehen und Verbraucher schädigen.
Illegale Plattformen bieten nicht die Schutzmaßnahmen, die von regulierten Betreibern verlangt werden. Spieler auf diesen Seiten haben keinerlei grundlegenden Schutz. Es gibt oft keine verlässliche Identitätsprüfung, keine Werkzeuge für sichereres Spielen und keine Kontrollen zur Bekämpfung der Geldwäsche. Auch die Auszahlung von Gewinnen ist nicht garantiert. Ohne wirksame Alters- und Identitätsprüfungen können auch Minderjährige und sich selbst ausgeschlossene Spieler ungehindert auf diese Seiten zugreifen.
Die EGBA fordert daher einen stärker koordinierten Ansatz. Politiker, Glücksspiel- und Finanzaufsichtsbehörden, Zahlungsdienstleister, Acquirer und Kartennetzwerke müssten zusammenarbeiten. Besonders Kartennetzwerke könnten hier eine Schlüsselrolle spielen. Sie legen die Regeln für die Netzwerke fest, durch die Zahlungen an illegale Plattformen fließen, und haben Zugang zu Transaktionsdaten, die andere Akteure nicht einsehen können.
Der Generalsekretär der EGBA, Maarten Haijer, hat dies deutlich formuliert: > „Zahlungsdienstleister dürfen keine Transaktionen für illegale Glücksspielbetreiber abwickeln. Illegale Betreiber gedeihen, indem sie legitime Finanzkanäle und die gängigen Zahlungsnetzwerke nutzen, auf die sich Verbraucher täglich verlassen. Unser Ziel ist einfach: Ihnen keinen Spielraum zu lassen und die Zahlungskanäle zu unterbinden, die sie nutzen, um europäische Verbraucher zu erreichen. Kartennetzwerke spielen auch eine entscheidende Rolle bei der Bekämpfung illegaler Transaktionen: Sie sind besser als jeder andere in der Lage dazu, da sie die Regeln für diese Zahlungsnetzwerke festlegen und Zahlungsströme sehen, die sonst niemand sehen kann.“ - Maarten Haijer, Generalsekretär der EGBA
Die EGBA wird weiterhin auf koordinierte Maßnahmen in der gesamten Zahlungskette drängen. So sollen illegale Betreiber vom europäischen Online-Glücksspielmarkt ausgeschlossen werden.
Was heißt das für deutsche Spieler?
Für deutsche Spieler bedeutet dies, dass der Druck auf illegale Online-Glücksspielanbieter auch in Deutschland zunehmen könnte. Der Glücksspielstaatsvertrag 2021 (GlüStV 2021) hat hier eine klare Regulierung geschaffen. Nur Casinos auf der sogenannten GGL-Whitelist, die von der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL) geprüft und lizenziert wurden, dürfen ihre Dienste legal in Deutschland anbieten. Diese lizenzierten Anbieter halten sich an strenge Regeln: ein Einsatzlimit von 1 Euro pro Spin bei Online-Spielautomaten und ein monatliches Einzahlungslimit von 1.000 Euro, verwaltet über das zentrale Spielersperrsystem LUGAS. Wenn Zahlungsdienstleister illegalen Seiten den Geldhahn zudrehen, wird es für unregulierte Anbieter sehr viel schwerer, Spieler aus Deutschland zu erreichen. Spieler tun gut daran, ausschließlich auf der GGL-Whitelist gelistete Casinos zu wählen, um geschützt zu sein und rechtlich auf der sicheren Seite zu stehen. Alle anderen Angebote sind schlichtweg illegal.
Was das für GGL-Casinos heißt
Für GGL-lizenzierte Casinos sind die Forderungen der EGBA eine gute Nachricht. Eine effektive Unterbindung illegaler Zahlungen stärkt den regulierten Markt. GGL-Casinos investieren viel in Spielerschutzmaßnahmen, Datenintegrität und die Einhaltung strenger Auflagen. Wenn illegale Konkurrenz von den Zahlungsströmen abgeschnitten wird, können legale Anbieter ihre Position festigen. Dies führt hoffentlich zu faireren Wettbewerbsbedingungen. Zudem schützt es die Spieler, die sich bewusst für ein sicheres und reguliertes Spielerlebnis entscheiden. Das Vertrauen in den legalen Markt wird gestärkt, was langfristig allen Beteiligten zugutekommt.
Häufige Fragen
Was fordert die European Gaming and Betting Association (EGBA) von Zahlungsdienstleistern?
Die EGBA fordert Zahlungsdienstleister in Europa auf, entschieden gegen die Abwicklung von Zahlungen für illegale Online-Glücksspielanbieter vorzugehen. Sie sollen illegale Betreiber von den Zahlungskanälen abschneiden.
Gegen welchen konkreten Zahlungsanbieter hat die EGBA Beschwerde eingereicht?
Die EGBA hat eine Beschwerde bei der Bank von Litauen gegen den litauischen Zahlungsdienstleister Walletto eingereicht. Dem Unternehmen wird vorgeworfen, Zahlungen für illegale Online-Glücksspielbetreiber abgewickelt zu haben.
Welche Beweise hat die EGBA gesammelt?
Die EGBA führte Testtransaktionen auf illegalen Glücksspiel-Websites und -Apps durch, die europäische Verbraucher ansprechen. Dabei fanden sie Beweise für die Nutzung von Walletto-Diensten auf mehreren illegalen Plattformen.
Warum sind Zahlungsdienstleister für illegale Glücksspielbetreiber wichtig?
Illegale Glücksspielbetreiber sind auf Zahlungsdienste angewiesen, um im größeren Umfang operieren zu können. Sie nutzen gängige Zahlungsmethoden und Kartennetzwerke, was ihnen erlaubt, behördliche Kontrollen zu umgehen.
Welche Rolle könnten Kartennetzwerke bei der Bekämpfung illegaler Glücksspielzahlungen spielen?
Kartennetzwerke legen die Regeln für die Zahlungsnetzwerke fest und haben Zugang zu Transaktionsdaten, die andere Akteure nicht einsehen können. Sie sind daher gut positioniert, um illegale Transaktionen zu identifizieren und zu unterbinden.
Was bedeutet das Vorgehen der EGBA für Spieler in Deutschland?
Der Druck auf illegale Online-Glücksspielanbieter könnte auch in Deutschland zunehmen. Spieler sollten ausschließlich Casinos auf der GGL-Whitelist wählen, die vom Glücksspielstaatsvertrag 2021 reguliert sind, um rechtlich auf der sicheren Seite zu sein.
Teilen
Über die Autorin

Lisa Lustich
Chefredakteurin & Casino-Testerin
Lisa Lustich testet seit 1997 deutschsprachige Online-Casinos und leitet die Redaktion von Lustich.de. Über 400 veröffentlichte Reviews, zertifizierte Spielerschutz-Beraterin (BZgA-Schulung 2019).
Alle Artikel von Lisa Lustich →Quellen & weiterführende Links
- Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder (GGL): gluecksspiel-behoerde.de
- Whitelist erlaubter Online-Anbieter: GGL-Whitelist
- BZgA Spielsucht-Hotline: 0800 1 372 700 (kostenlos, anonym, 24/7)
- Redaktionelle Methodik: Redaktionsrichtlinien Lustich.de
Glücksspiel kann süchtig machen. Spielen Sie verantwortungsbewusst. Hilfe und Beratung unter 0800 1 372 700 (BZgA, kostenlos & anonym).
Diesen Artikel in 55 Sprachen lesen
- Deutsch
- Englisch
- Portugiesisch
- Französisch
- Italienisch
- Spanisch
- Japanisch
- Polnisch
- Arabisch
- Niederländisch
- Russisch
- Türkisch
- Schwedisch
- Dänisch
- Norwegisch
- Finnisch
- Koreanisch
- Hindi
- Indonesisch
- Thailändisch
- Vietnamesisch
- Tschechisch
- Ungarisch
- Rumänisch
- Griechisch
- Ukrainisch
- Kroatisch
- Bulgarisch
- Filipino
- Slowakisch
- Hebräisch
- Persisch
- Malaiisch
- Bengalisch
- Tamil
- Telugu
- Urdu
- Georgisch
- Khmer
- Albanisch
- Kasachisch
- Afrikaans
- Litauisch
- Lettisch
- Estnisch
- Slowenisch
- Usbekisch
- Suaheli
- Aserbaidschanisch
- Amharisch
- Tadschikisch
- Kirgisisch
- Singhalesisch
- Haussa
- Nepalesisch
Verwandte Themen
Weiterführende Artikel
KI-GENERIERTTrotz Regulierung: US-Schwarzmarkt wächst auf 97,4 Milliarden Dollar an
Ein neuer Bericht zeigt, dass illegale Glücksspielseiten in den USA mittlerweile 77 % des Marktes kontrollieren und schneller wachsen als lizenzierte Anbieter.
KI-GENERIERTUS-Behörde CFTC verbietet Sportwetten-Quoten auf Prognosemärkten
Die Commodity Futures Trading Commission zwingt Handelsplattformen wie Kalshi zur Abkehr von Plus-Minus-Quoten. Bis zum 31. August 2026 müssen Firmen den Erhalt der Warnung bestätigen.
KI-GENERIERTUganda kippt Steuerbefreiung: Land-Casinos müssen 15 Prozent Gewinnsteuer abführen
Ugandas Präsident Yoweri Museveni harmonisiert die Glücksspielsteuern. Landbasierte Casinos verlieren ihre Ausnahme und müssen nun wie Online-Anbieter 15 Prozent auf Nettogewinne zahlen.










