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Nordic.Partners ernennt Håvard Lehn zum Konzernchef – Neue Führungsstruktur implementiert

Redaktionell geprüft von Lisa LustichLetzte Prüfung:
Nordic.Partners ernennt Håvard Lehn zum Konzernchef – Neue Führungsstruktur implementiert

Nordic.Partners hat eine neue Führungsstruktur eingeführt und Gründer Håvard Lehn zum Group CEO ernannt. Sara Hägge übernimmt die operative Leitung von Nordic.Partners.

Bei Nordic.Partners, einem schwedischen Unternehmen im iGaming-Sektor, vollzieht sich ein wichtiger Führungswechsel. Im Rahmen einer neuen langfristigen Wachstumsstrategie wurde Gründer Håvard Lehn zum Group CEO befördert. Diese Umstrukturierung soll die Zusammenarbeit innerhalb der Unternehmensgruppe stärken, gleichzeitig aber den einzelnen Geschäftsbereichen ermöglichen, ihre Unabhängigkeit zu bewahren. Das Unternehmen ist seit seiner Gründung vor über einem Jahrzehnt stark gewachsen und passt nun seine interne Struktur an, um diesen Erfolgskurs fortzusetzen. Die Neuausrichtung betrifft die Unternehmen Nordic.Partners, AffCollect und Princeps. Lehn soll die langfristige Strategie und Entwicklung dieser Einheiten vorantreiben. Seine Hauptaufgaben umfassen die Identifizierung neuer Wachstumschancen, die Gestaltung der strategischen Ausrichtung der Gruppe und die Vertiefung der Kooperationen zwischen den Affiliate-, Technologie- und Beratungsgeschäften. Der Fokus liegt dabei auf einem „dauerhaften Ökosystem“ für alle drei Unternehmen.

Zahlen und Fakten

Unter der neuen Struktur hat Sara Hägge die Position der CEO von Nordic.Partners übernommen. Sie wird die täglichen Geschäfte leiten, Partnerbeziehungen pflegen und die weitere Expansion des Unternehmens unterstützen. Nordic.Partners, AffCollect und Princeps werden weiterhin gemeinsam Affiliate-Dienstleistungen, Technologielösungen und Beratungsunterstützung für Partner in der Branche anbieten. Håvard Lehn hat sich bereits in der Vergangenheit als treibende Kraft für die Regulierung des Glücksspielmarktes in Norwegen engagiert. Als Mitbegründer von Nordic Affiliates, einer früheren Inkarnation von Nordic.Partners, war er das erste Affiliate-Mitglied der Norwegian Online Gambling Trade Organisation (NBO). Diese Organisation wurde 2019 von Branchengrößen wie Betsson, Comeon Group, Kindred und Gaming Innovation Group ins Leben gerufen.

„Da unsere Unternehmen gewachsen sind, wurde klar, dass wir eine Struktur benötigten, die es jedem Geschäft ermöglicht, sich unabhängig zu entwickeln, aber gleichzeitig enger zusammenzuarbeiten. Als Konzernchef ist es meine Aufgabe, mich auf die langfristige Strategie, Innovation sowie darauf zu konzentrieren, dass wir ein dauerhaftes Ökosystem über alle drei Unternehmen hinweg aufbauen. Diese Struktur ermöglicht es unseren Führungsteams, sich auf die Umsetzung zu konzentrieren, während wir weiterhin in Wachstum und neue Möglichkeiten investieren.“ - Håvard Lehn, Group CEO von Nordic.Partners

Hintergrund

Der norwegische Glücksspielmarkt ist traditionell durch ein staatliches Monopol geprägt. Norsk Tipping hat das exklusive Recht, Online-Casinospiele anzubieten, während Norsk Rikstoto für Pferdewetten zuständig ist. Letzteres Monopol wurde gerade erst bis Ende 2032 verlängert. Die NBO setzt sich aktiv für ein Ende dieses Monopols ein und plädiert für ein Regulierungssystem, das dem in anderen europäischen Märkten ähnelt. Carl Fredrik Stenstrøm, Generalsekretär der NBO, sieht dies als eine Frage des „Wann“, nicht des „Ob“. Er betont, dass in den letzten drei Jahren mehr Fortschritte erzielt wurden als in den zwanzig Jahren zuvor, aber noch weitere Unternehmen sich engagieren müssen. Håvard Lehn selbst ist Norweger und hat über ein Jahrzehnt in der Branche verbracht. Er äußerte sich kritisch über die fehlenden Veränderungen für Menschen mit problematischem Spielverhalten in Norwegen.

„Politiker reden viel, aber es gibt keine wirkliche Veränderung für Menschen, die mit Glücksspielproblemen zu kämpfen haben. Da ich selbst Norweger bin und über ein Jahrzehnt in der Branche verbracht habe, bin ich der festen Überzeugung, dass Norwegen seine internen Glücksspielmärkte regulieren muss.“ - Håvard Lehn, Mitbegründer von Nordic Affiliates und Group CEO von Nordic.Partners

Was heißt das für deutsche Spieler?

Diese Personalie und die damit verbundene Wachstumsstrategie von Nordic.Partners betreffen deutsche Spieler zunächst nicht direkt. Nordic.Partners agiert hauptsächlich als Affiliate, Technologie- und Beratungsunternehmen im nordischen Raum, insbesondere in Norwegen. Affiliates, die deutsche Spieler ansprechen, müssen sich an die strengen Regeln des Glücksspielstaatsvertrags 2021 (GlüStV 2021) halten. Dazu gehören die ausschließliche Bewerbung von Anbietern auf der GGL-Whitelist, die Einhaltung des Einzahlungslimits von 1.000 Euro pro Monat und des Einspiellimits von 1 Euro pro Spin. Außerdem müssen alle Daten an das LUGAS-System gemeldet werden. Firmen wie Nordic.Partners, die indirekt im Glücksspielmarkt tätig sind, müssen sicherstellen, dass ihre Partner in Deutschland über eine gültige GGL-Lizenz verfügen. Spieler in Deutschland sollten immer darauf achten, nur bei Casinos mit einer solchen deutschen Lizenz zu spielen, um von den umfassenden Spielerschutzmaßnahmen zu profitieren. MGA- oder Curacao-Casinos bieten diesen Schutz nicht.

Was das für GGL-Casinos heißt

Für GGL-lizenzierte Casinos bedeuten solche Entwicklungen im Affiliate-Bereich, dass Partnerschaften mit professionell aufgestellten Affiliate-Gruppen wie Nordic.Partners potenziell effektiver werden können. Eine klar definierte Führungsstruktur und ein Fokus auf langfristige Strategie, wie sie Nordic.Partners nun implementiert, können zu stabileren und zielgerichteteren Marketingkampagnen führen. Allerdings müssen alle Affiliate-Aktivitäten von GGL-Casinos den Vorgaben der deutschen Regulierung entsprechen. Das schließt die Einhaltung von Werbebeschränkungen und den Fokus auf verantwortungsvolles Spielen ein. Deutsche Lizenznehmer sind in der Pflicht, sicherzustellen, dass ihre Partner keine illegalen oder nicht-konformen Inhalte verbreiten. Das Engagement Lehns für die Regulierung in Norwegen zeigt, dass er die Bedeutung von Compliance und eines gut strukturierten Marktes versteht, was auch für eine mögliche Zusammenarbeit mit GGL-Casinos von Vorteil sein könnte.

Quellen & weiterführende Links

Glücksspiel kann süchtig machen. Spielen Sie verantwortungsbewusst. Hilfe und Beratung unter 0800 1 372 700 (BZgA, kostenlos & anonym).

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