Niederlande: Höhere Glücksspielsteuer verfehlt Erwartungen deutlich
KI-GENERIERTDie erhofften Mehreinnahmen aus einer erhöhten Glücksspielsteuer bleiben in den Niederlanden aus. Eine Prognose von über 100 Millionen Euro mehr pro Jahr führt zu Enttäuschung.
Was geschah
Die niederländische Glücksspielbehörde Ksa hat bekannt gegeben, dass die Steuererhöhung für Online-Glücksspiele ihr Ziel nicht erreicht hat. Das ist eine herbe Enttäuschung in Den Haag. Man hatte sich deutlich mehr Geld erhofft. Der Fiskus hatte sich auf hohe Beträge gefreut. Diese Mehreinnahmen bleiben nun aus. Wir sprechen hier von zweistelligen Millionenbeträgen. Die Zahlen sprechen eine klare Sprache. Erwartet wurden jäärlich viele Millionen Euro. Jetzt ist es viel weniger.
Für 2025 waren zusätzliche 108 Millionen Euro prognostiziert. Für 2026 sogar 216 Millionen Euro. Aktuelle Daten zeigen aber, dass diese Ziele weit verfehlt werden. Die Realität sieht anders aus. Das ist ein Rückschlag für die Regierung. Diese hatte sich auf die Einnahmen verlassen. Für Projekte und den Haushalt plante man fest damit. Nun muss man umdisponieren. Unsere Redaktion ist nicht überrascht. Ähnliche Probleme sehen wir auch anderswo.
Hintergrund
Seit 2021 ist Online-Glücksspiel in den Niederlanden reguliert. Das Gesetz schuf einen Rahmen für Lizenzen und Besteuerung. Die Idee war, den Markt zu kontrollieren. Gleichzeitig wollte man den Spielerschutz verbessern. Und natürlich Steuereinnahmen generieren. Die Steuerpolitik änderte sich im Laufe der Zeit. Man wollte mehr Geld einnehmen. So kam es zur Steuererhöhung. Der Steuersatz wurde angehoben. Ziel war es, die legalen Anbieter stärker zur Kasse zu bitten. Illegale Angebote sollten so weniger attraktiv werden. Leider scheint dieser Plan nicht ganz aufzugehen. Spieler weichen mitunter auf unregulierte Angebote aus. Das ist ein bekanntes Problem. Auch in Deutschland diskutieren wir das immer wieder. Ein zu hoher Steuersatz schreckt Spieler ab. Sie landen dann bei Casinos ohne Lizenz.
In den Niederlanden gibt es eine strenge Regulierung. Die Ksa wacht über den Markt. Sie vergibt Lizenzen. Sie überwacht die Einhaltung der Regeln. Das beinhaltet auch den Spielerschutz. Werbetreibende müssen sich an Regeln halten. Das ist gut und wichtig. Nur so kann man einen fairen Markt schaffen. Aber die Balance muss stimmen. Zwischen Regulierung, Spielerschutz und wirtschaftlicher Attraktivität. Wenn der Staat zu viel nimmt, leidet die Attraktivität. Das kann dazu führen, dass Spieler abwandern. Sie suchen dann Casinos ohne die hohen Steuern. Das ist ein Teufelskreis. Am Ende verliert der Staat dann Einnahmen. Und der Spielerschutz leidet auch. Denn in unregulierten Casinos gibt es keine Kontrolle.
Bedeutung für deutsche Spieler
Was in den Niederlanden passiert, ist auch für deutsche Spieler interessant. Wir haben hier eine ähnliche Situation. Seit Juli 2021 gibt es den Glücksspielstaatsvertrag. Er brachte strikte Regeln. Auch in Deutschland gibt es eine Besteuerung von Online-Slots. Aktuell liegt diese bei 5,3 Prozent des Einsatzes. Manche sehen diese Steuer kritisch. Sie könnte Spieler zu ausländischen Anbietern treiben. Anbieter mit MGA- oder Curacao-Lizenzen locken dann mit höheren Auszahlungsquoten. Sie müssen diese Steuer nicht zahlen. Das gibt ihnen einen Wettbewerbsvorteil. Das ist schlecht für den Kanalisierungsauftrag. Der Staat möchte Spieler ja in den legalen Markt lenken. Wenn die Konditionen schlecht sind, klappt das nicht. Die Erfahrungen aus den Niederlanden bestätigen dies. Hohe Steuern können kontraproduktiv sein. Sie schaden dem legalen Angebot. Das ist ein wichtiger Punkt für die Politik. Man muss aufpassen. Sonst verliert man die Spieler. Und damit auch die Kontrolle und den Spielerschutz.
In Deutschland gibt es jedoch auch positive Beispiele. Casinos wie jackpotpiraten.de oder crazybuzzer.de halten sich an die Regeln. Sie zeigen, dass ein regulierter Markt möglich ist. Man muss nur die Balance finden. Die Spieler erwarten ein faires Angebot. Dazu gehören auch faire Auszahlungsquoten. Wenn die Steuern diese Quoten zu stark drücken, wird es schwierig. Das müssen die Gesetzgeber verstehen. Sonst spielt man der Schwarzmarkt-Industrie in die Hände.
Was das für GGL-Casinos heisst
Die Erfahrungen aus den Niederlanden sollten der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL) zu denken geben. Ein zu aggressiver Kurs bei der Besteuerung kann nach hinten losgehen. Die GGL hat den Auftrag, den Markt zu kanalisieren. Sie will Spieler in den legalen Markt führen. Das ist ein ehrenwertes Ziel. Dafür muss der legale Markt attraktiv sein. Er muss sich von den illegalen Anbietern abheben. Das kann man nicht nur mit Sicherheit tun. Auch die wirtschaftliche Attraktivität spielt eine Rolle. Hohe Steuern machen die Angebote teurer. Das spüren die Spieler direkt. Sie bekommen weniger fürs gleiche Geld. Das ist kein guter Weg. Es könnte dazu führen, dass weniger Spieler bei GGL-lizenzierten Anbietern spielen. Anbieter wie merkur-slots.de oder löwen-play.de investieren viel in Lizenzen und Compliance. Sie tragen eine hohe Verantwortung. Sie erwarten faire Bedingungen. Sonst können sie nicht erfolgreich sein. Das ist eine Abwägungsfrage für die Politik. Man muss Einnahmen generieren. Aber nicht um jeden Preis. Ein gesunder Markt ist wichtiger. Und dieser braucht Spieler. Ohne Spieler keine Einnahmen. Ohne Spieler kein Spielerschutz. Wir müssen aus den Fehlern anderer Länder lernen.
Häufige Fragen
Warum hat die Steuererhöhung für Online-Glücksspiel in den Niederlanden die Erwartungen verfehlt?
Die niederländische Glücksspielbehörde Ksa gab bekannt, dass die prognostizierten Mehreinnahmen aus der Steuererhöhung nicht erzielt wurden. Der Fiskus hatte mit zweistelligen Millionenbeträgen gerechnet, die Realität blieb jedoch deutlich darunter.
Welche finanziellen Ziele wurden für die Steuererhöhung in den Niederlanden gesetzt?
Für das Jahr 2025 wurde mit zusätzlichen Einnahmen von 108 Millionen Euro gerechnet, für 2026 sogar mit 216 Millionen Euro. Diese Ziele wurden laut aktuellen Daten weit verfehlt.
Was sind die Gründe für das Verfehlen der Steuereinnahmen?
Ein zu hoher Steuersatz schreckt Spieler ab, die daraufhin auf unregulierte Angebote ausweichen. Dies führt dazu, dass die legalen Anbieter weniger attraktiv werden und der Staat die erhofften Einnahmen nicht generieren kann.
Welche Bedeutung hat die Situation in den Niederlanden für deutsche Spieler?
Die Erfahrungen zeigen, dass hohe Steuern kontraproduktiv sein können und den legalen Markt schwächen. Dies ist auch für Deutschland relevant, wo seit 2021 der Glücksspielstaatsvertrag gilt und Spieler zu ausländischen Anbietern abwandern könnten, wenn die Konditionen unattraktiv sind.
Was bedeutet die niederländische Erfahrung für die GGL und Casinos mit deutscher Lizenz?
Die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder (GGL) sollte die Erfahrungen aus den Niederlanden beachten, um den legalen Markt attraktiv zu halten. Ein zu aggressiver Kurs bei der Besteuerung könnte Spieler zu illegalen Anbietern treiben, was dem Ziel der Kanalisierung schadet.
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Über die Autorin

Lisa Lustich
Chefredakteurin & Casino-Testerin
Lisa Lustich testet seit 1997 deutschsprachige Online-Casinos und leitet die Redaktion von Lustich.de. Über 400 veröffentlichte Reviews, zertifizierte Spielerschutz-Beraterin (BZgA-Schulung 2019).
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