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LSports und gripAI bringen KI-basierte Wettschutz-Versicherung für Sportwetten auf den Markt

Redaktionell geprüft von Lisa LustichLetzte Prüfung:
LSports und gripAI bringen KI-basierte Wettschutz-Versicherung für Sportwetten auf den Markt

LSports und gripAI kooperieren, um die KI-gesteuerte 'Play Insurance' global an Sportwettenanbieter zu liefern. Über ein Drittel, genauer 37 Prozent, der Spieler kaufen diese innovative Wette-Versicherung.

Eine neue Entwicklung im Bereich der Sportwetten soll das Spielerlebnis revolutionieren: LSports, ein Anbieter von Sportdatenlösungen, hat sich mit gripAI zusammengetan, um weltweit eine KI-basierte "Play Insurance" anzubieten. Dieses Produkt ermöglicht es Wettenden, ihre Einsätze gegen einen geringen Aufpreis zu versichern. Der Aufpreis wird in Echtzeit per Künstlicher Intelligenz berechnet. Verliert eine versicherte Wette, erhalten Spieler eine Rückerstattung. Die Höhe der Auszahlung hängt davon ab, wie nah die Wette am Gewinn war, basierend auf Spielstatistiken. Es ist keine traditionelle Alles-oder-Nichts-Wette mehr.

Zahlen und Fakten

Die Technologie hinter der Play Insurance ist komplex und wird von gripAIs patentierter Preisgestaltungs-Engine angetrieben. Diese Engine wurde auf über 2,5 Milliarden Wetten trainiert. Premien werden individuell für jeden Spieler und jede Wette berechnet. Dabei fließen Live-Quoten, die Anzahl der Auswahlen und das Kundenprofil ein. Das Produkt ist auch mit bestehenden Sportwetten-Funktionen wie Cash Out kompatibel. Spieler können so eine Wette vorzeitig auszahlen lassen und gleichzeitig ihre Versicherung behalten.

Yoav Ziv, Chief Revenue Officer bei LSports, betont die Bedeutung dieser Innovation für die Kundenbindung:

„Spielerbindung ist eines der größten Probleme, mit denen unsere Betreiber konfrontiert sind, und der knappe Verlust ist der Punkt, an dem sie Spieler verlieren. Play Insurance verwandelt genau diesen Moment in Loyalität und eine neue Einnahmequelle, ohne etwas wegzugeben. Es ist eine wirklich neue Kategorie, und die Kombination von gripAIs Technologie mit unserer Reichweite und unseren Daten bietet den Betreibern etwas, das derzeit niemand sonst anbietet.“ - Yoav Ziv, Chief Revenue Officer bei LSports

Statistiken von LSports zeigen den Erfolg: 37 Prozent der Spieler entscheiden sich für den Kauf einer Versicherung. Von diesen versicherten Kunden kaufen 39 Prozent das Produkt erneut. Das generiert nicht nur eine zusätzliche Einnahmequelle für die Betreiber, sondern verbessert auch die Spielerbindung erheblich.

Hintergrund

Tal Hayon, CEO von gripAI, unterstreicht die fundamentale Veränderung im Wettmarkt:

„Wetten war schon immer alles oder nichts, und genau das wollten wir ändern.“ - Tal Hayon, CEO bei gripAI

Er fügt hinzu: „Unsere KI preist den Schutz fair und sofort für jede Wette, und mit LSports als unserem Vertriebspartner können wir ihn den Betreibern auf der ganzen Welt mit der Geschwindigkeit der Branche zugänglich machen.“

LSports expandiert sein Geschäft kontinuierlich. Dies zeigt sich an der Unterzeichnung eines mehrjährigen Vertrags mit Caliente Interactive in Mexiko. Auch die Ernennung von Fernando Martinez zum Vice President of Sales für Lateinamerika vor knapp einem Jahr unterstreicht diese Strategie. Das Unternehmen hat in den letzten Jahren seine Präsenz in Lateinamerika ausgebaut, beispielsweise durch den Markteintritt in Peru im Jahr 2024. Die Play Insurance wird über das globale Sportwetten-Netzwerk von LSports vertrieben. Eine leichte Integration soll eine schnelle Bereitstellung für die Betreiber gewährleisten. Dies wurde auch von iGamingBusiness.com hervorgehoben, die berichten, dass die Integration in die Plattformen der Betreiber „einfach“ und mit einem „leichten Setup“ gestaltet ist, um sie schnell in Betrieb zu nehmen.

Ein weiteres Thema im Zusammenhang mit Sportdaten ist die Diskussion um exklusive Datenrechte. Dotan Lazar, CEO von LSports, kritisiert in einem Interview die derzeitige Praxis, bei der große Sportorganisationen exklusive Datenrechte an wenige Anbieter verkaufen. Er hält diese „monopolistische Generierung“ für nicht nachhaltig und schlägt ein Markt-Zugangsmodell vor. Lazar argumentiert, dass viele Daten – wie beispielsweise die der Premier League – ohnehin öffentlich zugänglich sind und niemand LSports daran hindern könne, diese zu nutzen und zu verwerten. Er ist der Ansicht, dass die Ligen die Rechte selbst halten und an alle Anbieter verkaufen sollten, um einen gesünderen Wettbewerb zu fördern und nachhaltigere Einnahmen zu erzielen.

Was heißt das für deutsche Spieler?

Für deutsche Spieler, die bei GGL-lizenzierten Anbietern spielen, bedeutet die Einführung der Play Insurance eine potenzielle Bereicherung des Spielerlebnisses. Der Glücksspielstaatsvertrag 2021 (GlüStV 2021) hat zwar strenge Regeln eingeführt, darunter ein Einsatzlimit von 1 Euro pro Spin an Automatenspielen und ein monatliches Einzahlungslimit von 1.000 Euro, die über LUGAS überwacht werden. Diese Regeln zielen auf den Spielerschutz ab. Die Play Insurance hingegen könnte eine neue Dimension des Schutzes für Wetteinsätze einführen, die über die reinen Regulierungsmaßnahmen hinausgeht.

Anbieter, die eine Lizenz der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL) besitzen, sind an strenge Vorgaben gebunden. Es ist denkbar, dass solche innovativen Produkte zusätzliche Genehmigungen erfordern. Wenn die GGL die Einführung der Play Insurance erlaubt, könnte dies das Vertrauen der Spieler stärken. Die Möglichkeit, einen Teil des Einsatzes zurückzuerhalten, auch bei einem knappen Verlust, könnte das Wetten attraktiver und weniger frustrierend machen. Deutsche Spieler sind an einen regulierten und sicheren Rahmen gewöhnt; die Play Insurance würde in diesem Kontext eine zusätzliche Absicherung bieten.

Was das für GGL-Casinos heißt

Für GGL-lizenzierte Casinos und Sportwettenanbieter könnte die Play Insurance eine interessante Möglichkeit darstellen, sich im streng regulierten deutschen Markt abzuheben. Gerade im Kontext des GlüStV 2021, der viele Freiheiten der Spieler einschränkt, sind innovative Ansätze zur Steigerung der Spielerbindung und Zufriedenheit besonders wertvoll. Die strikten Limits und Schutzmaßnahmen in Deutschland haben viele Spieler eventuell verunsichert oder abgeschreckt. Ein Produkt wie die Play Insurance könnte das Vertrauen der Spieler zurückgewinnen und die Attraktivität des legalen Angebots steigern.

Betreiber müssen jedoch genau prüfen, wie sich ein solches Produkt in die bestehenden regulatorischen Anforderungen einfügt. Besonders die Berechnung der Premien und Rückerstattungen muss transparent und nachvollziehbar sein, um den deutschen Spielerschutzbestimmungen gerecht zu werden. Sollte die GGL die Play Insurance genehmigen, könnten GGL-Casinos eine neue Einnahmequelle erschließen und gleichzeitig die Retention verbessern – ein wichtiger Faktor im Wettbewerb und unter den strengen Vorgaben des deutschen Marktes.

Quellen & weiterführende Links

Glücksspiel kann süchtig machen. Spielen Sie verantwortungsbewusst. Hilfe und Beratung unter 0800 1 372 700 (BZgA, kostenlos & anonym).

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