Rugby-Aus für Betfred: Sponsoring der Super League endet nach fast zehn Jahren
KI-GENERIERTBetfred beendet nach der aktuellen Saison die Partnerschaft mit der Rugby Super League. Der seit 2017 laufende Vertrag prägte die Sportart maßgeblich.
Die Welt des britischen Rugby League steht vor einem gewaltigen Umbruch an der kommerziellen Spitze. Betfred, der langjährige Namensgeber der Super League, wird sein Engagement zum Ende der aktuellen Saison beenden. Damit geht eine Ära zu Ende, die im Jahr 2017 begann und den Sport über viele Spielzeiten hinweg finanziell absicherte. Während die Fans noch über die Gründe spekulieren, bereitet RL Commercial bereits die Suche nach einem neuen Partner vor, um die entstandene Lücke in der kommenden Spielzeit zu füllen.
Die Nachricht kommt zu einem Zeitpunkt, an dem Betfred intern mit harten Sparmaßnahmen kämpft. Das Unternehmen von Fred Done hatte erst kürzlich bekannt gegeben, 132 Wettshops dauerhaft zu schließen, was zum Verlust von rund 600 Arbeitsplätzen führt. In diesem Kontext wirkt das Auslaufen des Sponsoringvertrags wie eine logische Konsequenz der aktuellen Marktlage. Dennoch markiert dieser Schritt einen harten Einschnitt, da Betfred nicht nur die Super League der Männer, sondern auch den Challenge Cup und die Women’s Super League unterstützte. Die Verhandlungen über eine Verlängerung des zum Jahresende auslaufenden Vertrags haben laut Insiderberichten gar nicht erst begonnen.
Zahlen und Fakten
Betfred übernahm das Titelsponsoring zur Saison 2017. Damals löste das Unternehmen den vorherigen Partner ab und sorgte für Rekordzahlen. Im Mai 2019 wurde die Partnerschaft als der größte kommerzielle Deal in der Geschichte des Wettbewerbs gefeiert. Damals verlängerte Fred Done das Engagement um zwei weitere Saisons bis 2021. Eine weitere Verlängerung im Jahr 2021 dehnte die Zusammenarbeit bis Ende 2023 aus. Zu den Höhepunkten der Partnerschaft gehörten Zuschauerrekorde wie die 31.555 Fans im Camp Nou in Barcelona oder die 78.917 Zuschauer während der Oster-Runde im Jahr 2019.
„Die wahre Leidenschaft für dieses Spiel, die von den Spielern, den Medien und vor allem den Fans gezeigt wird, ist für mich der Hauptgrund, warum sich dieses Sponsoring für uns als so großartig erwiesen hat.“ - Fred Done, Gründer von Betfred
Neben dem reinen Branding flossen über die „Man of the Match“-Initiative mehr als 25.000 Pfund an lokale Wohltätigkeitsorganisationen. Die Super League profitiert derzeit von einer hohen Popularität, was die Suche nach einem Nachfolger erleichtern könnte, auch wenn die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Großbritannien derzeit schwierig sind.
Hintergrund
Die Trennung fällt in eine Phase intensiver kommerzieller Neuausrichtungen. RL Commercial führt derzeit Gespräche über neue Übertragungsrechte mit dem Sender Sky. Zwar gilt eine Verlängerung als wahrscheinlich, doch es wird erwartet, dass künftig nicht mehr alle sieben Spiele pro Runde live übertragen werden. Parallel dazu gibt es Verhandlungen mit der australischen NRL über eine mögliche strategische Partnerschaft. Ob RL Commercial künftig wieder auf einen einzigen großen Titelsponsor setzt oder die Rechte auf mehrere Partner aufteilt, ist derzeit noch unklar.
Rhodri Jones, der Chief Commercial Officer der Super League, betonte in der Vergangenheit die Wichtigkeit stabiler Partnerschaften. Er nannte die Zusammenarbeit mit Betfred historisch und bahnbrechend. Dennoch scheint nun der Moment für einen Tapetenwechsel gekommen zu sein. Für Betfred selbst geht es nun primär um die Konsolidierung des eigenen Filialnetzes und die digitale Ausrichtung des Wettgeschäfts.
Was heißt das für deutsche Spieler?
In Deutschland hat dieser Sponsoring-Rückzug keine direkten Auswirkungen auf die Verfügbarkeit von Sportwetten oder Casinospielen. Betfred ist hierzulande kein dominanter Akteur auf dem regulierten Markt. Dennoch zeigt das Beispiel, wie eng Profisport und Glücksspielindustrie verknüpft sind. Deutsche Spieler sollten sich immer an Anbieter halten, die auf der Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL) stehen. Der deutsche Glücksspielstaatsvertrag 2021 (GlüStV 2021) setzt hier klare Grenzen: Es gibt ein anbieterübergreifendes Einzahlungslimit von 1.000 Euro pro Monat, das über das LUGAS-System überwacht wird. Zudem gilt an virtuellen Spielautomaten ein Einsatzlimit von maximal 1 Euro pro Spin. Diese Regeln dienen dem Spielerschutz und unterscheiden legale deutsche Angebote deutlich von unregulierten MGA- oder Curacao-Casinos, bei denen solche Schutzmechanismen oft fehlen. Wer also auf Rugby wetten möchte, sollte dies nur bei lizenzierten Buchmachern tun.
Was das für GGL-Casinos heißt
Für Betreiber in Deutschland mit einer GGL-Lizenz verdeutlicht der Fall Betfred das Risiko von Großsponsoring. Während Sponsoring im Sport eine enorme Reichweite generiert, unterliegt es in Deutschland strengen Werberichtlinien. Werbung für öffentliches Glücksspiel darf sich nicht an Minderjährige richten und muss klare Hinweise auf Suchtrisiken enthalten. Deutsche Casinos müssen sicherstellen, dass ihre Marketingaktivitäten stets im Einklang mit den Jugendschutzbestimmungen des GlüStV 2021 stehen. Ein plötzlicher Rückzug aus einem Sponsoring, wie er jetzt in England passiert, kann für Sportverbände finanzielle Instabilität bedeuten. Deshalb achtet die GGL sehr genau darauf, dass die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit der lizenzierten Unternehmen dauerhaft gegeben ist, um Verpflichtungen gegenüber Spielern und Partnern nachzukommen.
Häufige Fragen
Wann endet das Sponsoring von Betfred bei der Super League?
Die Partnerschaft wird voraussichtlich zum Ende der laufenden Saison 2024 beendet. Der aktuelle Vertrag läuft offiziell bis zum Jahresende aus.
Seit wann war Betfred Titelsponsor des Wettbewerbs?
Betfred ist seit dem Beginn der Saison 2017 der Hauptsponsor der Super League. Die Zusammenarbeit dauerte somit fast zehn Jahre an.
Warum zieht sich Betfred als Sponsor zurück?
Offizielle Gründe wurden nicht genannt, aber das Unternehmen schließt derzeit 132 Wettshops und baut 600 Stellen ab. Dies deutet auf eine finanzielle Umstrukturierung des Buchmachers hin.
Welche Wettbewerbe waren von dem Deal betroffen?
Neben der Super League der Männer umfasste das Sponsoring auch den Challenge Cup sowie die Women's Super League. Auch kleinere Turniere wurden durch die Partnerschaft abgedeckt.
Sind deutsche Rugby-Fans von dieser Änderung betroffen?
Nein, für Fans in Deutschland ändert sich nichts an der Übertragung oder dem Zugang zu Wetten. Wichtig ist jedoch, nur bei Anbietern mit GGL-Lizenz zu wetten, um die Schutzregeln des GlüStV 2021 wie das 1.000 Euro Limit zu nutzen.
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Über die Autorin

Lisa Lustich
Chefredakteurin & Casino-Testerin
Lisa Lustich testet seit 1997 deutschsprachige Online-Casinos und leitet die Redaktion von Lustich.de. Über 400 veröffentlichte Reviews, zertifizierte Spielerschutz-Beraterin (BZgA-Schulung 2019).
Alle Artikel von Lisa Lustich →Quellen & weiterführende Links
- Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder (GGL): gluecksspiel-behoerde.de
- Whitelist erlaubter Online-Anbieter: GGL-Whitelist
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