EGBA Beschwerde gegen Walletto: Vorwurf illegaler Glücksspiel-Zahlungen
KI-GENERIERTDie European Gaming and Betting Association (EGBA) hat Beschwerde bei der Bank von Litauen gegen das Finanztechnologieunternehmen Walletto eingereicht. Sie werfen Walletto vor, Zahlungen für illegale Online-Glücksspielanbieter verarbeitet zu haben. Walletto bestreitet dies und untersucht die Vorwürfe.
Die European Gaming and Betting Association (EGBA) hat eine formelle Beschwerde bei der Bank von Litauen gegen den Zahlungsdienstleister Walletto eingereicht. Die Organisation wirft dem Unternehmen vor, Zahlungen für nicht lizenzierte Online-Glücksspielplattformen abgewickelt zu haben, die sich an europäische Verbraucher richten. Diese Anschuldigungen, die am 10. Juli öffentlich wurden, basieren auf eigenen Testtransaktionen der EGBA auf illegalen Glücksspielwebseiten und -Apps. Walletto hat zwischenzeitlich öffentlich reagiert und jegliche bewusste Unterstützung illegalen Glücksspiels abgestritten. Man habe eine interne Überprüfung eingeleitet.
Walletto veröffentlichte zwei Antworten in den Kommentaren unter einem LinkedIn-Beitrag, der den ursprünglichen Bericht über die Beschwerde zitierte. Das Unternehmen betonte, dass es illegalen Glücksspielaktivitäten weder bewusst unterstütze, noch ermögliche oder fördere. Dieser Grundsatz sei entscheidend für ihr Geschäft, ihre Compliance-Kultur und ihre Verantwortung als reguliertes Finanzinstitut.
Zahlen und Fakten
Die Beschwerde der EGBA wurde am 10. Juli eingereicht, basierend auf einer eigenen Untersuchung mit Testtransaktionen. Sie impliziert, dass Walletto Zahlungen für mehrere nicht lizenzierte Plattformen abgewickelt haben soll. Walletto, als E-Geld-Institut, bearbeite ein hohes Transaktionsvolumen für eine vielfältige Kundenbasis. Das Unternehmen beteuert, über umfangreiche Compliance-, Überwachungs- und Due-Diligence-Kontrollen zu verfügen, um Missbrauch zu verhindern. Man räumt jedoch ein, dass kein System unfehlbar sei.
„Walletto ist sich jüngster öffentlicher Anschuldigungen bewusst, die darauf hindeuten, dass seine Dienste in Verbindung mit nicht lizenzierten oder illegalen Glücksspielaktivitäten genutzt worden sein könnten. Diese Anschuldigungen wurden in den Medien gemeldet und den zuständigen Behörden vorgelegt. Wir nehmen solche Angelegenheiten äußerst ernst. Zürst und vor allem möchte Walletto seine Position unmissverständlich klarstellen: Walletto unterstützt, erleichtert, fördert oder ermöglicht wissentlich in keiner Form illegales Glücksspiel. Dieses Prinzip ist grundlegend für unser Geschäft, unsere Compliance-Kultur und unsere Verantwortung als reguliertes Finanzinstitut.“ - Walletto Statement auf LinkedIn
Die EGBA betont, dass illegale Betreiber so lange europäische Verbraucher erreichen können, wie sie Zugang zu gängigen Zahlungsmethoden und Kartennetzwerken haben. Sie fordert einen koordinierten Ansatz von Politikern, Glücksspiel- und Finanzaufsichtsbehörden, Zahlungsdienstleistern, Acquirern und Kartennetzwerken. Insbesondere sollen Kartennetzwerke eine Schlüsselrolle spielen, da sie die Regeln für die Netzwerke festlegen und Zugriff auf Transaktionsdaten auf Einzelpostenebene haben.
Hintergrund
Die Auseinandersetzung zwischen EGBA und Walletto ist Teil einer breiteren Initiative, die darauf abzielt, die Finanzinfrastruktur illegaler Glücksspielseiten zu stören. Die EGBA, als Interessenvertretung regulierter Online-Glücksspielbetreiber in Europa, kämpft seit Jahren gegen den sogenannten Schwarzmarkt. Sie argumentiert, dass die Existenz illegaler Anbieter den Spielerschutz untergräbt, Steuereinnahmen entgehen lässt und den Ruf der gesamten Branche schädigt.
Illegales Glücksspiel birgt erhebliche Risiken für Verbraucher und untergräbt regulatorische Rahmenbedingungen. Es kann das Finanzsystem für Missbrauch anfällig machen. Walletto erklärte, es unterstütze voll und ganz Bemühungen von Regulierungsbehörden, Strafverfolgungsbehörden, Zahlungsnetzwerken und Branchenteilnehmern, diese Risiken anzugehen und illegale Aktivitäten zu bekämpfen.
Obwohl Walletto eine interne Prüfung angekündigt hat, gab das Unternehmen nicht bekannt, welche Händler oder Transaktionsflüsse betroffen sind, ob Geschäftsbeziehungen ausgesetzt wurden oder wann mit einem Ergebnis zu rechnen ist. iGaming Express hat diese Fragen direkt an Walletto gerichtet und wartet auf weitere Antworten.
Was heißt das für deutsche Spieler?
Für deutsche Spieler, die nur bei GGL-lizenzierten Casinos spielen, sind solche Fälle relevant. Die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder (GGL) setzt sich aktiv für die Kanalisierung in den legalen Markt ein und bekämpft illegales Glücksspiel. Wenn Zahlungsdienstleister unbewusst oder bewusst Transaktionen für nicht lizenzierte Anbieter abwickeln, wird dies die Bemühungen der GGL erschweren, den legalen Markt zu stärken und Spieler zu schützen.
Deutsche Spieler sollten daher immer prüfen, ob ein Online-Casino über eine gültige GGL-Lizenz verfügt. Nur so ist gewährleistet, dass die strengen Auflagen des Glücksspielstaatsvertrags (GlüStV 2021) eingehalten werden. Dazu gehören das Einzahlungslimit von 1.000 Euro pro Monat, das Einsatzlimit von 1 Euro pro Spin an Slots und die Anbindung an das zentrale Sperrsystem LUGAS. Diese Maßnahmen dienen dem Spielerschutz und der Prävention von Spielsucht. Plattformen ohne GGL-Lizenz entziehen sich diesen Schutzmechanismen und bieten Spielern keine rechtliche Sicherheit.
Was das für GGL-Casinos heißt
Für GGL-lizenzierte Casinos unterstreicht dieser Vorfall die Notwendigkeit, ihre Zahlungspartner sorgfältig auszuwählen und deren Compliance-Prozesse genau zu überprüfen. Jedes Versäumnis bei der Auswahl der Partner kann im schlimmsten Fall die eigene Lizenz gefährden und die Glaubwürdigkeit des legalen Angebots untergraben. Die GGL legt großen Wert auf die Einhaltung sämtlicher Vorschriften, auch indirekt über Dienstleister. Dies bestärkt die GGL in ihrem Ansatz, den Schwarzmarkt entschlossen zu bekämpfen und alle Akteure zur Verantwortung zu ziehen, die illegales Glücksspiel fördern. Es ist zu erwarten, dass die GGL in Zukunft noch genauer hinschauen wird, welche Zahlungsdienstleister mit welchen Glücksspielanbietern zusammenarbeiten, um mögliche Missbräuche frühzeitig zu erkennen und zu unterbinden. Sicherheit und Transparenz sind hierbei entscheidend.
Häufige Fragen
Was wirft die EGBA dem Finanzdienstleister Walletto vor?
Die European Gaming and Betting Association (EGBA) hat Beschwerde bei der Bank von Litauen gegen Walletto eingereicht. Der Vorwurf lautet, dass Walletto Zahlungen für nicht lizenzierte Online-Glücksspielplattformen abgewickelt hat.
Wie hat Walletto auf die Beschwerde reagiert?
Walletto hat jegliche bewusste Unterstützung illegalen Glücksspiels abgestritten. Das Unternehmen betonte, dass illegale Glücksspielaktivitäten weder wissentlich unterstützt, ermöglicht noch gefördert werden. Eine interne Überprüfung der Vorwürfe wurde eingeleitet.
Auf welcher Grundlage basiert die Beschwerde der EGBA?
Die Beschwerde vom 10. Juli stützt sich auf eigene Testtransaktionen, die die EGBA auf illegalen Glücksspielwebseiten und Apps durchgeführt hat. Diese Transaktionen implizieren, dass Walletto Zahlungen für mehrere nicht lizenzierte Plattformen abgewickelt hat.
Welche Rolle spielen Kartennetzwerke laut EGBA?
Die EGBA betont die Schlüsselrolle von Kartennetzwerken, da diese Regeln für ihre Netzwerke festlegen und Zugriff auf Transaktionsdaten auf Einzelpostenebene haben. Sie fordert einen koordinierten Ansatz, um illegalen Betreibern den Zugang zu Zahlungsoptionen zu erschweren.
Was bedeutet dieser Vorfall für Spieler in Deutschland?
Für deutsche Spieler ist es relevant, da die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder (GGL) illegales Glücksspiel bekämpft. Zahlungsdienstleister, die Transaktionen für nicht lizenzierte Anbieter abwickeln, erschweren die Stärkung des legalen Marktes und den Spielerschutz. Spieler sollten stets auf eine gültige GGL-Lizenz achten.
Welche Konsequenzen kann dies für GGL-lizenzierte Casinos haben?
GGL-lizenzierte Casinos müssen ihre Zahlungspartner sorgfältig auswählen und deren Compliance-Prozesse überprüfen. Ein Versäumnis kann die eigene Lizenz gefährden und die Glaubwürdigkeit des legalen Angebots untergraben. Die GGL wird zukünftig genauer prüfen, welche Zahlungsdienstleister mit welchen Anbietern zusammenarbeiten.
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Über die Autorin

Lisa Lustich
Chefredakteurin & Casino-Testerin
Lisa Lustich testet seit 1997 deutschsprachige Online-Casinos und leitet die Redaktion von Lustich.de. Über 400 veröffentlichte Reviews, zertifizierte Spielerschutz-Beraterin (BZgA-Schulung 2019).
Alle Artikel von Lisa Lustich →Quellen & weiterführende Links
- Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder (GGL): gluecksspiel-behoerde.de
- Whitelist erlaubter Online-Anbieter: GGL-Whitelist
- BZgA Spielsucht-Hotline: 0800 1 372 700 (kostenlos, anonym, 24/7)
- Redaktionelle Methodik: Redaktionsrichtlinien Lustich.de
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