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Niederlande: Steuererhöhung bei Online-Glücksspiel verfehlt Einnahmeziel krachend

26. Juni 20265 Min.von Lisa Lustich
Redaktionell geprüft von Lisa LustichLetzte Prüfung:
Niederlande: Steuererhöhung bei Online-Glücksspiel verfehlt Einnahmeziel krachend

Die niederländische Glücksspielsteuer hat 2025 kaum Gelder generiert, die über die Erwartungen hinausgingen. Ein Modell, das Deutschland nicht folgen sollte.

Was geschah

Die niederländische Glücksspielsteuer, angehoben im Jahr 2024, sollte dem Staat deutlich mehr Geld in die Kassen spülen. Doch die Realität sieht anders aus. Für das Jahr 2025 rechnet man mit gerade einmal zwei Millionen Euro zusätzlichen Einnahmen. Das ist ein Tropfen auf den heißen Stein, wenn man die Erwartungen und den bürokratischen Aufwand bedenkt. Dieser Wert ist erschreckend niedrig und zeigt, dass die Prognosen der Regierung völlig überzogen waren. Offenbar hatte man sich in Den Haag gründlich verrechnet.

Die ambitionierten Ziele wurden krachend verfehlt. In unserer Redaktion bei lustich.de haben wir uns gefragt: War das absehbar? Manche Experten hatten bereits gewarnt, dass eine zu hohe Besteuerung den Schwarzmarkt stärken könnte. Solche Ergebnisse sollten Regierungen hellhörig machen. Eine reine Steuererhöhung ist selten die Lösung, wenn sie nicht von anderen Maßnahmen begleitet wird. Wir beobachten das immer wieder, nicht nur in den Niederlanden.

Hintergrund

Seit dem 1. Juli 2024 gilt in den Niederlanden ein neuer Steuersatz für Online-Glücksspiele. Er stieg von 29 Prozent auf 30,5 Prozent. Die Regierung begründete diesen Schritt mit dem Wunsch, höhere Einnahmen zu erzielen, um öffentliche Ausgaben zu finanzieren. Es war ein Versuch, das wachsende Segment des Online-Glücksspiels stärker zur Kasse zu bitten. Doch die Rechnung ging nicht auf. Experten befürchten, dass ein Teil der Spieler auf unregulierte Angebote ausgewichen ist. Das ist ein bekanntes Muster in Regionen, die starke Regulierungen und hohe Steuern einführen, ohne gleichzeitig attraktive legale Alternativen zu bieten.

Auch in Deutschland haben wir eine Debatte über die Höhe der Glücksspielsteuer. Unser 5,3-Prozent-Modell auf den Einsatz ist umstritten. Viele Branchenvertreter halten es für zu hoch und sehen darin eine Gefahr für den legalen Markt. In den Niederlanden sehen wir jetzt ein konkretes Beispiel, welche Folgen überzogene Forderungen haben können. Das niederländische Modell mag prozentual anders auf den Bruttospielertrag berechnet werden, doch das Prinzip bleibt dasselbe: Die Balance zwischen Einnahmen und Kanalisierung der Spieler in den legalen Markt ist fragil und schwer zu treffen. Das ist ein schmaler Grat.

Bedeutung für deutsche Spieler

Für deutsche Spieler mag die niederländische Situation auf den ersten Blick irrelevant erscheinen. Doch dem ist nicht so. Jeder Blick über die Grenze gibt uns wichtige Erkenntnisse für den Glücksspielmarkt hierzulande. Was in Nachbarländern passiert, kann Blaupausen oder Warnungen für unsere eigene Regulierungspolitik sein. Ein Scheitern in den Niederlanden verstärkt Argumente derer, die vor zu hohen Steuern in Deutschland warnen.

Sollte Deutschland dem niederländischen Beispiel folgen und die Glücksspielsteuer weiter erhöhen, könnten ähnliche Probleme entstehen. Der deutsche Online-Glücksspielmarkt ist noch jung in seiner regulierten Form. Spieler suchen nach fairen Bedingungen und seriösen Anbietern. Eine zu starke Belastung der Anbieter würde sich unweigerlich auf die Spieler auswirken. Entweder durch schlechtere Auszahlungsquoten oder durch das Abwandern von Anbietern vom regulierten Markt. Beides ist für den Spielerschutz hochproblematisch. Wir wünschen uns einen stabilen Markt mit hoher Spielerbindung an die GGL-lizenzierten Anbieter.

Was das für GGL-Casinos heißt

Für Online-Casinos wie jackpotpiraten.de, etipwin.de, crazybuzzer.de, merkur-slots.de und loewen-play.de sind solche Nachrichten aus den Niederlanden von großer Bedeutung. Sie zeigen, wie sensibel der Markt auf steuerliche Änderungen reagiert. Die aktuellen GGL-lizenzierten Anbieter operieren unter strengen Auflagen und zahlen ihre Steuern in Deutschland. Sie sind auf ein stabiles regulatorisches Umfeld angewiesen. Eine Diskussion über weiter steigende Abgaben könnte ihre Rentabilität massiv beeinflussen.

Sollte die deutsche Politik ähnliche Ideen wie die Niederlande verfolgen, bestünde die Gefahr, dass die legalen Angebote unattraktiver werden. Spieler könnten wieder vermehrt zu ausländischen Anbietern ohne deutsche Lizenz abwandern. Das wäre ein herber Rückschlag für den Spielerschutz und die Kanalisierung. Der Erfolg des deutschen Glücksspielstaatsvertrags hängt maßgeblich davon ab, dass die legalen Angebote konkurrenzfähig bleiben. Wir bei lustich.de sind der Meinung, dass man aus Fehlern anderer lernen sollte. Die Niederlande liefern hier ein klares Lehrstück.

Quellen & weiterführende Links

Glücksspiel kann süchtig machen. Spielen Sie verantwortungsbewusst. Hilfe und Beratung unter 0800 1 372 700 (BZgA, kostenlos & anonym).

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