Niederlande: Steuererhöhung bei Online-Glücksspiel verfehlt Einnahmeziel krachend
KI-GENERIERTDie niederländische Glücksspielsteuer hat 2025 kaum Gelder generiert, die über die Erwartungen hinausgingen. Ein Modell, das Deutschland nicht folgen sollte.
Was geschah
Die niederländische Glücksspielsteuer, angehoben im Jahr 2024, sollte dem Staat deutlich mehr Geld in die Kassen spülen. Doch die Realität sieht anders aus. Für das Jahr 2025 rechnet man mit gerade einmal zwei Millionen Euro zusätzlichen Einnahmen. Das ist ein Tropfen auf den heißen Stein, wenn man die Erwartungen und den bürokratischen Aufwand bedenkt. Dieser Wert ist erschreckend niedrig und zeigt, dass die Prognosen der Regierung völlig überzogen waren. Offenbar hatte man sich in Den Haag gründlich verrechnet.
Die ambitionierten Ziele wurden krachend verfehlt. In unserer Redaktion bei lustich.de haben wir uns gefragt: War das absehbar? Manche Experten hatten bereits gewarnt, dass eine zu hohe Besteuerung den Schwarzmarkt stärken könnte. Solche Ergebnisse sollten Regierungen hellhörig machen. Eine reine Steuererhöhung ist selten die Lösung, wenn sie nicht von anderen Maßnahmen begleitet wird. Wir beobachten das immer wieder, nicht nur in den Niederlanden.
Hintergrund
Seit dem 1. Juli 2024 gilt in den Niederlanden ein neuer Steuersatz für Online-Glücksspiele. Er stieg von 29 Prozent auf 30,5 Prozent. Die Regierung begründete diesen Schritt mit dem Wunsch, höhere Einnahmen zu erzielen, um öffentliche Ausgaben zu finanzieren. Es war ein Versuch, das wachsende Segment des Online-Glücksspiels stärker zur Kasse zu bitten. Doch die Rechnung ging nicht auf. Experten befürchten, dass ein Teil der Spieler auf unregulierte Angebote ausgewichen ist. Das ist ein bekanntes Muster in Regionen, die starke Regulierungen und hohe Steuern einführen, ohne gleichzeitig attraktive legale Alternativen zu bieten.
Auch in Deutschland haben wir eine Debatte über die Höhe der Glücksspielsteuer. Unser 5,3-Prozent-Modell auf den Einsatz ist umstritten. Viele Branchenvertreter halten es für zu hoch und sehen darin eine Gefahr für den legalen Markt. In den Niederlanden sehen wir jetzt ein konkretes Beispiel, welche Folgen überzogene Forderungen haben können. Das niederländische Modell mag prozentual anders auf den Bruttospielertrag berechnet werden, doch das Prinzip bleibt dasselbe: Die Balance zwischen Einnahmen und Kanalisierung der Spieler in den legalen Markt ist fragil und schwer zu treffen. Das ist ein schmaler Grat.
Bedeutung für deutsche Spieler
Für deutsche Spieler mag die niederländische Situation auf den ersten Blick irrelevant erscheinen. Doch dem ist nicht so. Jeder Blick über die Grenze gibt uns wichtige Erkenntnisse für den Glücksspielmarkt hierzulande. Was in Nachbarländern passiert, kann Blaupausen oder Warnungen für unsere eigene Regulierungspolitik sein. Ein Scheitern in den Niederlanden verstärkt Argumente derer, die vor zu hohen Steuern in Deutschland warnen.
Sollte Deutschland dem niederländischen Beispiel folgen und die Glücksspielsteuer weiter erhöhen, könnten ähnliche Probleme entstehen. Der deutsche Online-Glücksspielmarkt ist noch jung in seiner regulierten Form. Spieler suchen nach fairen Bedingungen und seriösen Anbietern. Eine zu starke Belastung der Anbieter würde sich unweigerlich auf die Spieler auswirken. Entweder durch schlechtere Auszahlungsquoten oder durch das Abwandern von Anbietern vom regulierten Markt. Beides ist für den Spielerschutz hochproblematisch. Wir wünschen uns einen stabilen Markt mit hoher Spielerbindung an die GGL-lizenzierten Anbieter.
Was das für GGL-Casinos heißt
Für Online-Casinos wie jackpotpiraten.de, etipwin.de, crazybuzzer.de, merkur-slots.de und löwen-play.de sind solche Nachrichten aus den Niederlanden von großer Bedeutung. Sie zeigen, wie sensibel der Markt auf steuerliche Änderungen reagiert. Die aktuellen GGL-lizenzierten Anbieter operieren unter strengen Auflagen und zahlen ihre Steuern in Deutschland. Sie sind auf ein stabiles regulatorisches Umfeld angewiesen. Eine Diskussion über weiter steigende Abgaben könnte ihre Rentabilität massiv beeinflussen.
Sollte die deutsche Politik ähnliche Ideen wie die Niederlande verfolgen, bestünde die Gefahr, dass die legalen Angebote unattraktiver werden. Spieler könnten wieder vermehrt zu ausländischen Anbietern ohne deutsche Lizenz abwandern. Das wäre ein herber Rückschlag für den Spielerschutz und die Kanalisierung. Der Erfolg des deutschen Glücksspielstaatsvertrags hängt maßgeblich davon ab, dass die legalen Angebote konkurrenzfähig bleiben. Wir bei lustich.de sind der Meinung, dass man aus Fehlern anderer lernen sollte. Die Niederlande liefern hier ein klares Lehrstück.
Häufige Fragen
Welche Steuererhöhung gab es in den Niederlanden und ab wann galt sie?
Seit dem 1. Juli 2024 gilt in den Niederlanden ein neuer Steuersatz für Online-Glücksspiele. Dieser stieg von 29 Prozent auf 30,5 Prozent.
Wie hoch waren die zusätzlichen Einnahmen durch die niederländische Glücksspielsteuer im Jahr 2025?
Für das Jahr 2025 wurden nur etwa zwei Millionen Euro zusätzliche Einnahmen durch die Glücksspielsteuer erwartet. Dies lag weit unter den ursprünglichen Prognosen der Regierung.
Warum war die niederländische Steuererhöhung ein Misserfolg?
Die Steuererhöhung verfehlte die Einnahmeziele deutlich, da sie den Schwarzmarkt gestärkt haben könnte. Spieler wichen möglicherweise auf unregulierte Angebote aus, anstatt die höheren Steuern in Kauf zu nehmen.
Welche Bedenken gibt es bezüglich der deutschen Glücksspielsteuer?
In Deutschland ist das 5,3-Prozent-Modell auf den Einsatz umstritten, da Branchenvertreter es für zu hoch halten. Es besteht die Sorge, dass dies den legalen Markt gefährdet, ähnlich wie in den Niederlanden.
Welche Folgen könnte eine ähnliche Steuererhöhung in Deutschland für Spieler haben?
Eine stärkere Belastung könnte sich auf die Spieler auswirken, beispielsweise durch schlechtere Auszahlungsquoten oder das Abwandern von Anbietern vom regulierten Markt. Dies wäre problematisch für den Spielerschutz.
Was bedeutet das niederländische Beispiel für die GGL-Casinos und den deutschen Glücksspielmarkt?
Das Scheitern in den Niederlanden stärkt die Argumente gegen zu hohe Steuern in Deutschland. Eine zu starke Besteuerung könnte legale Angebote unattraktiver machen und Spieler zu Anbietern ohne deutsche Lizenz treiben, was den Spielerschutz gefährdet.
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Über die Autorin

Lisa Lustich
Chefredakteurin & Casino-Testerin
Lisa Lustich testet seit 1997 deutschsprachige Online-Casinos und leitet die Redaktion von Lustich.de. Über 400 veröffentlichte Reviews, zertifizierte Spielerschutz-Beraterin (BZgA-Schulung 2019).
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