Gamstop fordert geschlossene Front gegen illegale Casinos und Non-Gamstop-Werbung
KI-GENERIERTKatie Reynolds-Jones von Gamstop kritisiert die Werbung für Non-Gamstop-Casinos und fordert von sozialen Medien und Regulierungsbehörden eine konsequente Abstimmung, um den Schwarzmarkt für Online-Glücksspiel einzudämmen. Besonders schädlich sei das gezielte Ansprechen von selbst-ausgeschlossenen Spielern durch illegale Anbieter.
Katie Reynolds-Jones, Chief Marketing Officer bei Gamstop, schlägt Alarm: Die Werbung für sogenannte Non-Gamstop-Casinos, also illegale Glücksspielanbieter, untergräbt die Bemühungen zum Spielerschutz massiv. Sie betont die Notwendigkeit einer übergreifenden Abstimmung aller Beteiligten im Kampf gegen den Schwarzmarkt. Dies gelte für Suchmaschinen über soziale Medien bis hin zu Anbietern für Zahlungsdienstleistungen. Frau Reynolds-Jones äußerte sich im Vorfeld ihres Auftritts beim SBC Summit in Lissabon, wo sie auf dem Panel „Regulations are getting stronger: What it means for the black market“ sprechen wird.
Eine effektive Bekämpfung des Schwarzmarktes setzt ihrer Meinung nach auf drei Säulen: starke Schutzmaßnahmen, einen funktionierenden regulierten Markt und eine robuste Durchsetzung gegen illegale Betreiber, begleitet von klarer Verbraucheraufklärung. Sie sieht keine Rechtfertigung dafür, Spieler auf unlizenzierte oder Non-Gamstop-Betreiber zu lenken.
Zahlen und Fakten
Katie Reynolds-Jones ist seit vielen Jahren im Bereich des Spielerschutzes aktiv. Ihre Position als Chief Marketing Officer bei Gamstop macht sie zu einer wichtigen Stimme in der Branche. Bei einem Auftritt am 17. November von 15:15 Uhr bis 15:45 Uhr GMT +0 beim Safer Gambling Forum wird sie ebenfalls über die Arbeit von Gamstop und andere Initiativen im Bereich des verantwortungsvollen Glücksspiels berichten.
Die britische Regierung hat der UK Gambling Commission (UKGC) zusätzliche 26 Millionen Pfund zur Verfügung gestellt, um den Schwarzmarkt zu bekämpfen. Dies unterstreicht die strategische Priorität, die dem Kampf gegen illegales Glücksspiel inzwischen beigemessen wird. Frau Reynolds-Jones begrüßt diese Investition. Sie sieht darin eine Möglichkeit, die Durchsetzungskapazitäten der UKGC zu stärken, in Technologie zu investieren und die internationale Zusammenarbeit zu fördern. Gamstop arbeitet eng mit dem Enforcement-Team der UKGC zusammen, um regelmäßig über Non-Gamstop-Werbung zu berichten.
Hintergrund
Die Motivationen von Spielern, sich dem Schwarzmarkt zuzuwenden, sind vielfältig. Eine aktuelle Studie der Universität Glasgow zeigt auf, dass Spieler oft unregulierte Seiten nutzen, um Kryptowährungen einzusetzen oder um Selbstsperren zu umgehen. Besonders für gefährdete Spieler, die sich selbst ausgeschlossen haben, kann das gezielte Ansprechen durch Non-Gamstop-Betreiber verheerend sein. Deren Geschäftsmodelle sind darauf ausgerichtet, genau diese schutzbedürftigen Personen anzulocken.
Gamstop kritisiert vehement die Marketingaktivitäten für Non-Gamstop-Casinos in sozialen Medien. Diese Werbung untergräbt die oft mühsam getroffenen Entscheidungen von Spielern, sich selbst zu schützen.
„Aus Gamstops Sicht gibt es überhaupt keine Entschuldigung für die Werbung für Non-Gamstop-Casinos. Punkt. Solche Werbung fördert den Zugang zu Betreibern, die außerhalb des Regulierungsrahmens zum Schutz der Verbraucher agieren.“ – Katie Reynolds-Jones, Chief Marketing Officer bei Gamstop
Frau Reynolds-Jones betont, dass soziale Medienplattformen mehr tun müssen. Obwohl sie einige Schritte unternommen haben, sind weitere Maßnahmen erforderlich. Die Technologie zur Identifizierung und Entfernung schädlicher Inhalte existiert, muss aber konsequent und in großem Umfang angewendet werden. Werbung, die explizit Begriffe wie „Non-Gamstop“ verwendet oder unlizenzierte Glücksspieldienste bewirbt, lässt keinen Raum für Ausreden.
Der Schwarzmarkt ist heute hochgradig professionell. Illegale Betreiber nutzen digitale Marketingtechniken, Black Hat SEO, Affiliate-Netzwerke und soziale Medien, um sich als seriöse Unternehmen zu tarnen. Einfache Warnungen wie „Nutzen Sie keine illegalen Seiten“ reichen nicht mehr aus. Es bedarf einer differenzierten Aufklärung, die erklärt, wie ein lizenzierter Betreiber zu erkennen ist, welche Schutzmaßnahmen im regulierten Markt existieren und warum Selbstausschluss-Tools wie Gamstop wichtig sind.
Was heißt das für deutsche Spieler?
Auch in Deutschland ist der Kampf gegen den Schwarzmarkt ein zentrales Thema. Seit dem Inkrafttreten des Glücksspielstaatsvertrags 2021 (GlüStV 2021) sind Online-Glücksspiele legal, unterliegen aber strengen Regeln. Die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder (GGL) lizenziert und überwacht die legalen Anbieter. Für deutsche Spieler bedeutet das: Nur Casinos auf der White List der GGL sind legal. Diese Anbieter halten sich an strenge Vorgaben, wie das Einzahlungslimit von 1.000 Euro pro Monat und das Einsatzlimit von 1 Euro pro Spin an Spielautomaten. Ein zentrales Instrument zum Spielerschutz ist LUGAS, ein länderübergreifendes Sperrsystem, das eine bundesweite Selbstsperre ermöglicht. Ähnlich wie Gamstop in Großbritannien soll LUGAS verhindern, dass Spieler sich bei mehreren lizenzierten Anbietern gleichzeitig anmelden, wenn sie sich selbst ausgeschlossen haben. Werbung für Casinos ohne GGL-Lizenz, die oft aggressive Bonusversprechen machen und die in Deutschland geltenden Limits ignorieren, stellt eine erhebliche Gefahr dar und muss bekämpft werden.
Was das für GGL-Casinos heißt
Für GGL-lizenzierte Casinos bedeutet dies eine Stärkung ihres Geschäftsmodells. Mit jedem Erfolg im Kampf gegen den Schwarzmarkt gewinnen die legalen Anbieter an Vertrauen und Marktanteilen. Sie können sich als sichere und verantwortungsbewusste Alternative positionieren. Gleichzeitig sind sie angehalten, enger mit der GGL zusammenzuarbeiten und sich aktiv an der Aufklärung der Spieler über die Gefahren des Schwarzmarktes zu beteiligen. Eine klare Kommunikation, warum die Einhaltung deutscher Regulierungen im besten Interesse der Spieler ist, ist von entscheidender Bedeutung. Es geht darum, Transparenz zu schaffen und den Mehrwert des regulierten Marktes deutlich zu machen.
Häufige Fragen
Was kritisiert Katie Reynolds-Jones von Gamstop an Werbung für Non-Gamstop-Casinos?
Katie Reynolds-Jones kritisiert, dass Werbung für Non-Gamstop-Casinos die Bemühungen zum Spielerschutz untergräbt. Sie fordert eine konsequente Abstimmung von sozialen Medien und Regulierungsbehörden, um den Schwarzmarkt einzudämmen.
Warum sind Non-Gamstop-Casinos besonders schädlich für selbst-ausgeschlossene Spieler?
Illegale Anbieter zielen gezielt auf Spieler ab, die sich selbst ausgeschlossen haben, um diese zu manipulieren. Dies kann für gefährdete Spieler verheerende Folgen haben, da diese Geschäftsmodelle darauf ausgelegt sind, schutzbedürftige Personen anzulocken.
Welche drei Säulen sind laut Reynolds-Jones für die Bekämpfung des Schwarzmarktes entscheidend?
Eine effektive Bekämpfung des Schwarzmarktes setzt auf starke Schutzmaßnahmen, einen funktionierenden regulierten Markt und eine robuste Durchsetzung gegen illegale Betreiber. Klare Verbraucheraufklärung begleitet diese Säulen.
Wie wird der Kampf gegen den Schwarzmarkt in Großbritannien finanziell unterstützt?
Die britische Regierung hat der UK Gambling Commission (UKGC) zusätzliche 26 Millionen Pfund zur Verfügung gestellt. Diese Investition soll die Durchsetzungskapazitäten der UKGC stärken, in Technologie investieren und die internationale Zusammenarbeit fördern.
Warum wenden sich Spieler laut einer Studie der Universität Glasgow an unregulierte Seiten?
Eine Studie der Universität Glasgow zeigt, dass Spieler unregulierte Seiten nutzen, um Kryptowährungen einzusetzen oder um bestehende Selbstsperren zu umgehen. Dies unterstreicht die Problematik des Zugangs zu illegalen Glücksspielangeboten.
Was bedeutet der Kampf gegen den Schwarzmarkt für deutsche Spieler und GGL-lizenzierte Casinos?
Für deutsche Spieler bedeutet dies, dass nur Casinos auf der White List der GGL legal sind und strenge Regeln wie Einzahlungslimits einhalten. GGL-lizenzierte Casinos werden gestärkt und positionieren sich als sichere Alternative, während sie zur Aufklärung über Gefahren des Schwarzmarktes beitragen müssen.
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Über die Autorin

Lisa Lustich
Chefredakteurin & Casino-Testerin
Lisa Lustich testet seit 1997 deutschsprachige Online-Casinos und leitet die Redaktion von Lustich.de. Über 400 veröffentlichte Reviews, zertifizierte Spielerschutz-Beraterin (BZgA-Schulung 2019).
Alle Artikel von Lisa Lustich →Quellen & weiterführende Links
- Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder (GGL): gluecksspiel-behoerde.de
- Whitelist erlaubter Online-Anbieter: GGL-Whitelist
- BZgA Spielsucht-Hotline: 0800 1 372 700 (kostenlos, anonym, 24/7)
- Redaktionelle Methodik: Redaktionsrichtlinien Lustich.de
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