Everton trickst Glücksspiel-Verbot aus: Stake-Logo wandert von Brust auf Ärmel
KI-GENERIERTDer Everton FC hat seine Partnerschaft mit dem Offshore-Glücksspielbetreiber Stake erneuert. Das Logo wandert jedoch vom Trikot-Vorderseite auf den Ärmel, da das Verbot von Glücksspiel-Trikotsponsorings in der Premier League ab der Saison 2026 und 2027 näher rückt.
Die englische Premier League hat sich auf ein freiwilliges Verbot von Glücksspiel-Sponsoren auf der Vorderseite der Trikots geeinigt. Dieses tritt für die Saison 2026 und 2027 in Kraft. Der Everton FC zeigt nun, wie Vereine mit diesem Verbot umgehen: Der Glücksspielanbieter Stake, bisher Hauptsponsor auf der Trikotoberfläche, wird künftig als Ärmelsponsor auftreten. Eine geschickte Anpassung, die es dem Club ermöglicht, die Partnerschaft mit dem nicht in Großbritannien lizenzierten Betreiber fortzusetzen.
Die Vereinbarung wurde neu strukturiert, um das Stake-Logo auf den Ärmeln der Trikots zu platzieren. Diese Art des Sponsorings bleibt gemäß den neuen Regeln der Premier League weiterhin erlaubt. Stake wird außerdem seine Präsenz bei Everton Women-Spielen im Goodison Park, im neuen Hill Dickinson Stadium und auf dem Trainingsgelände des Vereins beibehalten.
Zahlen und Fakten
Everton und Stake arbeiten bereits seit 2022 zusammen. Die vorherige Vereinbarung soll einen Wert von rund 10 Millionen Pfund jährlich gehabt haben. Ab der Saison 2026 und 2027 übernimmt das britische Finanzdienstleistungsunternehmen CMC Markets das Trikot-Sponsoring auf der Vorderseite mit einem angeblichen Wert von rund 30 Millionen Pfund. Obwohl CMC Markets im Finanzbereich tätig ist, bietet das Unternehmen auch Finanzwetten an. Dies zeigt, wie Glücksspiel-bezogene Marken immer noch Sichtbarkeit in der Premier League unter den neuen Sponsoring-Regeln aufrechterhalten können. Elf der 20 Premier League-Clubs hatten in der vergangenen Saison Glücksspielunternehmen als Hauptsponsoren auf ihren Trikots.
Die fortgesetzte Partnerschaft von Stake mit Everton könnte jedoch weiterhin die Aufmerksamkeit der Regulierungsbehörden auf sich ziehen. Der Betreiber ist im Vereinigten Königreich nicht lizenziert. Die britische Glücksspielkommission (UKGC) äußerte bereits Bedenken hinsichtlich der Präsenz von Stake im Vereinigten Königreich, nachdem der Betreiber im März 2025 den regulierten Markt verlassen hatte. Der damalige White-Label-Partner TGP Europe hatte seine Lizenz zurückgegeben. Eine laufende Konsultation der britischen Regierung prüft derzeit, ob Vereine Partnerschaften mit Glücksspielbetreibern verbieten sollten, die nicht in Großbritannien lizenziert sind.
„Stake war in den letzten vier Saisons ein wichtiger Unterstützer von Everton, und diese Vereinbarung spiegelt sowohl die Stärke unserer Beziehung als auch das kontinuierliche Wachstum des kommerziellen Partnerportfolios von Everton wider.“, sagte Andrew Middleton, Präsident für Geschäftsabläufe beim Everton FC.
Hintergrund
Das freiwillige Verbot der Premier League wurde im April 2023 angekündigt, um Bedenken hinsichtlich der Werbung für Glücksspiele zu begegnen. Es zielt darauf ab, die Sichtbarkeit von Glücksspielmarken in einem der meistgesehenen Sportligen der Welt zu reduzieren. Trotz des Verbots auf der Trikotvorderseite bleiben Ärmelsponsorings, Partnerschaften für Trainingsbekleidung, regionale Wettgeschäfte und Stadionwerbung erlaubt. Dies führt dazu, dass viele Clubs kreative Wege finden, um ihre finanziellen Beziehungen zu den Wettanbietern aufrechtzürhalten. Zum Beispiel kündigte Tottenham Hotspur eine neue Partnerschaft mit Betano als Sponsor für Trainingsbekleidung für die Saison 2026 und 2027 an. Auch Manchester United soll Berichten zufolge Gespräche mit Betway für ein ähnliches Sponsoring führen.
Die Problematik der nicht lizenzierten Betreiber ist nicht nur ein britisches Problem. Im Mai identifizierte Entain, Eigentümer von Ladbrokes und Coral, über 30 unregulierte Glücksspielseiten, die britische Verbraucher über Fußballsponsorings und soziale Medien ansprechen. Entain nannte Stake dabei explizit. Der Wettbewerbsdruck um Werbeflächen ist hoch.
Was heißt das für deutsche Spieler?
Für deutsche Spieler, die nach dem Glücksspielstaatsvertrag 2021 (GlüStV 2021) in lizenzierten Online-Casinos spielen möchten, hat das Vorgehen des Everton FC keine direkten Auswirkungen. Der deutsche Glücksspielmarkt ist streng reguliert. Nur Anbieter, die auf der Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL) stehen, dürfen in Deutschland Glücksspiele legal anbieten. Diese Lizenzierung bringt strenge Auflagen mit sich. Dazu gehören ein Einsatzlimit von 1 Euro pro Spin bei Online-Spielautomaten und ein monatliches Einzahlungslimit von 1.000 Euro über das länderübergreifende Sperrsystem LUGAS. Offshore-Anbieter wie Stake, die keine deutsche Lizenz besitzen, sind in Deutschland illegal und haben hier keine Werbepräsenz im Fußball oder anderen Medien. Deutsche Spieler sollten ausschließlich bei GGL-lizenzierten Anbietern spielen, um rechtlichen Schutz und hohe Spielerschutzstandards zu gewährleisten. Das Beispiel Everton zeigt jedoch, wie findig die Glücksspielbranche ist, um trotz Verboten Werbemöglichkeiten zu finden.
Was das für GGL-Casinos heißt
Für Casinos, die eine Lizenz der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL) besitzen, bedeutet der Fall Everton vor allem eine Bestätigung, dass die deutschen Regulierungen notwendig und wichtig sind. Die strengen Lizenzauflagen in Deutschland, insbesondere das Verbot von Werbung für nicht lizenzierte Anbieter, schützen Spieler effektiv vor Offshore-Betreibern. GGL-Casinos müssen sich an klare Regeln halten, auch bei Sponsoring oder anderen Marketingaktivitäten. Ein solches „Ausweichen“ auf Ärmel-Logos durch in Deutschland nicht lizenzierte Betreiber ist hierzulande nicht möglich. Die GGL überwacht den Markt genau. Werbung für illegale Anbieter kann schwere Strafen nach sich ziehen. Dies gibt lizenzierten Anbietern eine klare und faire Wettbewerbsgrundlage. Sie können sich auf ihre legalen Geschäftspraktiken und den Schutz ihrer Spieler konzentrieren.
Häufige Fragen
Warum wandert das Stake-Logo vom Trikot-Vorderseite auf den Ärmel beim Everton FC?
Dies geschieht aufgrund des freiwilligen Verbots der Premier League für Glücksspiel-Sponsoren auf der Trikotvorderseite ab der Saison 2026/2027. Durch die Platzierung auf dem Ärmel kann der Verein die Partnerschaft mit Stake fortsetzen, da diese Art des Sponsorings weiterhin erlaubt ist.
Seit wann besteht die Partnerschaft zwischen Everton und Stake?
Everton und Stake arbeiten bereits seit 2022 zusammen. Die vorherige Vereinbarung hatte einen Wert von rund 10 Millionen Pfund jährlich.
Welche anderen Sponsoring-Möglichkeiten bleiben trotz des Verbots bestehen?
Trotz des Verbots auf der Trikotvorderseite bleiben Ärmelsponsorings, Partnerschaften für Trainingsbekleidung, regionale Wettgeschäfte und Stadionwerbung erlaubt. Tottenham Hotspur und Manchester United suchen ebenfalls nach solchen alternativen Sponsoring-Modellen.
Was sind die Bedenken bezüglich Stake und der britischen Regulierung?
Stake ist im Vereinigten Königreich nicht lizenziert, was Bedenken bei der britischen Glücksspielkommission (UKGC) hervorruft. Die UKGC äußerte Bedenken, nachdem Stake den regulierten Markt im März 2025 verlassen hatte.
Welche Auswirkungen hat das Vorgehen des Everton FC auf deutsche Spieler und GGL-Casinos?
Für deutsche Spieler hat dies keine direkten Auswirkungen, da der deutsche Glücksspielmarkt streng reguliert ist und nur GGL-lizenzierte Anbieter legal agieren dürfen. Für GGL-Casinos bestätigt dies die Notwendigkeit und Wirksamkeit der deutschen Regulierungen zum Schutz der Spieler vor nicht lizenzierten Anbietern.
Teilen
Über die Autorin

Lisa Lustich
Chefredakteurin & Casino-Testerin
Lisa Lustich testet seit 1997 deutschsprachige Online-Casinos und leitet die Redaktion von Lustich.de. Über 400 veröffentlichte Reviews, zertifizierte Spielerschutz-Beraterin (BZgA-Schulung 2019).
Alle Artikel von Lisa Lustich →Quellen & weiterführende Links
Whitelist erlaubter Online-Anbieter
Redaktionsrichtlinien Lustich.de
BZgA Spielsucht-Hotline: 0800 1 372 700
Glücksspiel kann süchtig machen. Spielen Sie verantwortungsbewusst. Hilfe und Beratung unter 0800 1 372 700 (BZgA, kostenlos & anonym).
Diesen Artikel in 55 Sprachen lesen
- Deutsch
- Englisch
- Portugiesisch
- Französisch
- Italienisch
- Spanisch
- Japanisch
- Polnisch
- Arabisch
- Niederländisch
- Russisch
- Türkisch
- Schwedisch
- Dänisch
- Norwegisch
- Finnisch
- Koreanisch
- Hindi
- Indonesisch
- Thailändisch
- Vietnamesisch
- Tschechisch
- Ungarisch
- Rumänisch
- Griechisch
- Ukrainisch
- Kroatisch
- Bulgarisch
- Filipino
- Slowakisch
- Hebräisch
- Persisch
- Malaiisch
- Bengalisch
- Tamil
- Telugu
- Urdu
- Georgisch
- Khmer
- Albanisch
- Kasachisch
- Afrikaans
- Litauisch
- Lettisch
- Estnisch
- Slowenisch
- Usbekisch
- Suaheli
- Aserbaidschanisch
- Amharisch
- Tadschikisch
- Kirgisisch
- Singhalesisch
- Haussa
- Nepalesisch
Verwandte Themen
Weiterführende Artikel
KI-GENERIERTBritisches Glücksspiel glänzt beim Jugendschutz: BGC-Mitglieder erreichen 97 Prozent
Britische Wettbüros erzielen mit einer Erfolgsquote von 97 Prozent bei Altersprüfungen neue Bestwerte und hängen Supermärkte sowie Lieferdienste deutlich ab.
KI-GENERIERTGGPoker erhält Lizenz in Alberta und hofft auf internationale Poker-Pools
Die NSUS Group sichert sich mit GGPoker die 39. Zulassung in Alberta. Nun steht der Kampf um die geteilte Liquidität im Fokus, um den Pokermarkt zu retten.
KI-GENERIERTTürkei setzt auf KI und Finanzüberwachung gegen illegales Glücksspiel
Die türkische Regierung verschärft den Kampf gegen den Schwarzmarkt massiv. Allein 2025 wurden über 84.585 Webseiten gesperrt, nun folgt der Einsatz von künstlicher Intelligenz.










