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Mr Vegas Anzeigen verboten: UK-Aufsichtsbehörde stuft Inhalte als kinderfreundlich ein

02. Juli 20265 Min.von Lisa Lustich
Redaktionell geprüft von Lisa LustichLetzte Prüfung:
Mr Vegas Anzeigen verboten: UK-Aufsichtsbehörde stuft Inhalte als kinderfreundlich ein

Die britische Werbeaufsichtsbehörde ASA hat Mr Vegas angewiesen, bestimmte Werbeanzeigen zu entfernen. Zwei Spiele, "Pink Elephants 2" und "Razor Returns", sprachen laut Befund der Behörde zu stark Minderjährige an, obwohl Mr Vegas Kampagnen nur an Nutzer über 18 Jahren richtete.

Die britische Advertising Standards Authority (ASA), die Werbeaufsichtsbehörde, hat eine Beschwerde gegen den Online-Glücksspielanbieter Mr Vegas nur teilweise bestätigt. Trotzdem muss der Anbieter spezifische Anzeigen entfernen, die als potenziell ansprechend für Kinder beurteilt wurden. Es geht um visuelle Elemente, die für die Slot-Titel Pink Elephants 2 und Razor Returns genutzt wurden. Die ASA urteilte, diese Inhalte hätten eine hohe Anziehungskraft auf Personen unter 18 Jahren.

Mr Vegas darf zukünftig keine Werbeinhalte verwenden, die in hohem Maße Minderjährige ansprechen könnten. Die Entscheidung unterstreicht die strengen Regeln in Großbritannien bezüglich Glücksspielwerbung, selbst wenn die Zielgruppe Erwachsene sind. Es ist eine wichtige Erinnerung an die Gratwanderung, die Werbetreibende im Glücksspielbereich gehen müssen.

Zahlen und Fakten

Die Beschwerde konzentrierte sich auf eine Facebook-Kampagne von Mr Vegas, die vier Slot-Titel bewarb: Pink Elephants 2, Sweet Bonanza, Big Bass Bonanza und Razor Returns. Die ASA hatte hauptsächlich die Bilder von Pink Elephants 2 und Razor Returns beanstandet. Beim Spiel Pink Elephants 2 argumentierte Mr Vegas, der rosa Elefant sei mit übertriebenen Augen gestaltet und solle furchteinflößend wirken, nicht spielzeugähnlich. Die Aufsichtsbehörde teilte diese Ansicht jedoch nicht. Stattdessen sah sie das Bild als "niedlich" und surreal an, was Ähnlichkeiten mit der beliebten Disney-Filmreihe _Ice Age_ hervorrufen würde. Auch der Roboter-Hai von Razor Returns wurde als attraktiv für Minderjährige eingestuft. Für Sweet Bonanza und Big Bass Bonanza gab es keine kritischen Anmerkungen.

Ein wichtiger Punkt in der Rechtfertigung der ASA war der Ofcom-Bericht vom Mai 2025. Dieser stellte fest, dass 30 Prozent der britischen Kinder zwischen drei und 17 Jahren Facebook nutzten, darunter 56 Prozent der 16- bis 17-Jährigen. Diese Zahlen unterstreichen die potenzielle Reichweite solcher Anzeigen bei Minderjährigen, selbst bei Altersbeschränkungen durch die Plattform. Mr Vegas hatte seine Kampagnen explizit auf Nutzer über 18 Jahre ausgerichtet, doch die visuellen Elemente konnten dennoch die Altersgrenzen überschreiten.

Hintergrund

Die britische Glücksspielregulierung ist bekannt für ihre Strenge, besonders im Bereich des Spielerschutzes und der Vermeidung von Anreizen für Minderjährige. Der CAP Code, das britische Regelwerk für Werbung, war die Grundlage für die Entscheidung. Es warnt Werbetreibende explizit vor der Nutzung kinderorientierter Cartoon-Inhalte und animierter Figuren wie "kuscheligen" oder "niedlichen" Tieren, Prinzessinnen oder Piraten mit übertriebenen Merkmalen. Auch generische Charaktere im Zusammenhang mit bei Kindern beliebten Geschichten oder Themen, einschließlich Robotern, sollen vermieden werden. Diese Richtlinien sollen sicherstellen, dass Glücksspielwerbung ausschließlich Erwachsene anspricht und keine Anreize für jüngere Zielgruppen schafft.

Die Diskussion um soziale Medien und deren Nutzung durch Minderjährige ist in Großbritannien ein aktuelles Thema. Politiker diskutieren Vorschläge, die die Nutzung von sozialen Medien durch Minderjährige weiter einschränken könnten. Dies zeigt, wie ernst das Problem des Kinder- und Jugendschutzes, auch im Kontext von Werbung, genommen wird.

Quellen & weiterführende Links

Glücksspiel kann süchtig machen. Spielen Sie verantwortungsbewusst. Hilfe und Beratung unter 0800 1 372 700 (BZgA, kostenlos & anonym).

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