Mr Vegas Anzeigen verboten: UK-Aufsichtsbehörde stuft Inhalte als kinderfreundlich ein
KI-GENERIERTDie britische Werbeaufsichtsbehörde ASA hat Mr Vegas angewiesen, bestimmte Werbeanzeigen zu entfernen. Zwei Spiele, "Pink Elephants 2" und "Razor Returns", sprachen laut Befund der Behörde zu stark Minderjährige an, obwohl Mr Vegas Kampagnen nur an Nutzer über 18 Jahren richtete.
Die britische Advertising Standards Authority (ASA), die Werbeaufsichtsbehörde, hat eine Beschwerde gegen den Online-Glücksspielanbieter Mr Vegas nur teilweise bestätigt. Trotzdem muss der Anbieter spezifische Anzeigen entfernen, die als potenziell ansprechend für Kinder beurteilt wurden. Es geht um visuelle Elemente, die für die Slot-Titel Pink Elephants 2 und Razor Returns genutzt wurden. Die ASA urteilte, diese Inhalte hätten eine hohe Anziehungskraft auf Personen unter 18 Jahren.
Mr Vegas darf zukünftig keine Werbeinhalte verwenden, die in hohem Maße Minderjährige ansprechen könnten. Die Entscheidung unterstreicht die strengen Regeln in Großbritannien bezüglich Glücksspielwerbung, selbst wenn die Zielgruppe Erwachsene sind. Es ist eine wichtige Erinnerung an die Gratwanderung, die Werbetreibende im Glücksspielbereich gehen müssen.
Zahlen und Fakten
Die Beschwerde konzentrierte sich auf eine Facebook-Kampagne von Mr Vegas, die vier Slot-Titel bewarb: Pink Elephants 2, Sweet Bonanza, Big Bass Bonanza und Razor Returns. Die ASA hatte hauptsächlich die Bilder von Pink Elephants 2 und Razor Returns beanstandet. Beim Spiel Pink Elephants 2 argumentierte Mr Vegas, der rosa Elefant sei mit übertriebenen Augen gestaltet und solle furchteinflößend wirken, nicht spielzeugähnlich. Die Aufsichtsbehörde teilte diese Ansicht jedoch nicht. Stattdessen sah sie das Bild als "niedlich" und surreal an, was Ähnlichkeiten mit der beliebten Disney-Filmreihe _Ice Age_ hervorrufen würde. Auch der Roboter-Hai von Razor Returns wurde als attraktiv für Minderjährige eingestuft. Für Sweet Bonanza und Big Bass Bonanza gab es keine kritischen Anmerkungen.
Ein wichtiger Punkt in der Rechtfertigung der ASA war der Ofcom-Bericht vom Mai 2025. Dieser stellte fest, dass 30 Prozent der britischen Kinder zwischen drei und 17 Jahren Facebook nutzten, darunter 56 Prozent der 16- bis 17-Jährigen. Diese Zahlen unterstreichen die potenzielle Reichweite solcher Anzeigen bei Minderjährigen, selbst bei Altersbeschränkungen durch die Plattform. Mr Vegas hatte seine Kampagnen explizit auf Nutzer über 18 Jahre ausgerichtet, doch die visuellen Elemente konnten dennoch die Altersgrenzen überschreiten.
Hintergrund
Die britische Glücksspielregulierung ist bekannt für ihre Strenge, besonders im Bereich des Spielerschutzes und der Vermeidung von Anreizen für Minderjährige. Der CAP Code, das britische Regelwerk für Werbung, war die Grundlage für die Entscheidung. Es warnt Werbetreibende explizit vor der Nutzung kinderorientierter Cartoon-Inhalte und animierter Figuren wie "kuscheligen" oder "niedlichen" Tieren, Prinzessinnen oder Piraten mit übertriebenen Merkmalen. Auch generische Charaktere im Zusammenhang mit bei Kindern beliebten Geschichten oder Themen, einschließlich Robotern, sollen vermieden werden. Diese Richtlinien sollen sicherstellen, dass Glücksspielwerbung ausschließlich Erwachsene anspricht und keine Anreize für jüngere Zielgruppen schafft.
Die Diskussion um soziale Medien und deren Nutzung durch Minderjährige ist in Großbritannien ein aktuelles Thema. Politiker diskutieren Vorschläge, die die Nutzung von sozialen Medien durch Minderjährige weiter einschränken könnten. Dies zeigt, wie ernst das Problem des Kinder- und Jugendschutzes, auch im Kontext von Werbung, genommen wird.
Häufige Fragen
Welche Spiele von Mr Vegas waren von der Werbeverbots-Entscheidung der ASA betroffen?
Die britische Werbeaufsichtsbehörde ASA hat Mr Vegas angewiesen, bestimmte Werbeanzeigen für die Spiele "Pink Elephants 2" und "Razor Returns" zu entfernen. Die Behörde stufte die visuellen Elemente dieser Spiele als potenziell ansprechend für Minderjährige ein.
Warum wurden die visuellen Elemente von "Pink Elephants 2" und "Razor Returns" beanstandet?
Die ASA sah den rosa Elefanten in "Pink Elephants 2" als "niedlich" und surreal an, was Ähnlichkeiten mit der Disney-Filmreihe "Ice Age" aufweisen könne. Der Roboter-Hai aus "Razor Returns" wurde ebenfalls als für Minderjährige attraktiv bewertet.
Welche Facebook-Kampagne von Mr Vegas wurde von der ASA untersucht?
Die Beschwerde konzentrierte sich auf eine Facebook-Kampagne, die die Slot-Titel "Pink Elephants 2", "Sweet Bonanza", "Big Bass Bonanza" und "Razor Returns" bewarb. Die ASA beanstandete hauptsächlich die Bilder von "Pink Elephants 2" und "Razor Returns".
Welche Grundlage nutzt die ASA für ihre Entscheidungen bezüglich Glücksspielwerbung?
Die ASA stützt sich auf den CAP Code, das britische Regelwerk für Werbung. Dieses warnt ausdrücklich vor der Nutzung kinderorientierter Cartoon-Inhalte, animierter Figuren und generischer Charaktere, die mit bei Kindern beliebten Geschichten oder Themen in Verbindung gebracht werden könnten.
Wie unterscheidet sich die britische Regulierung von der deutschen Situation nach dem Glücksspielstaatsvertrag 2021?
In Deutschland gelten für Werbung von Anbietern mit deutscher Lizenz nach dem Glücksspielstaatsvertrag 2021 ebenfalls strenge Regeln, die eine Ansprache Minderjähriger verbieten. Die britische Entscheidung zeigt, dass auch in anderen Ländern der Schutz Minderjähriger vor Glücksspielwerbung eine hohe Priorität hat, unabhängig von der Lizenzierung.
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Über die Autorin

Lisa Lustich
Chefredakteurin & Casino-Testerin
Lisa Lustich testet seit 1997 deutschsprachige Online-Casinos und leitet die Redaktion von Lustich.de. Über 400 veröffentlichte Reviews, zertifizierte Spielerschutz-Beraterin (BZgA-Schulung 2019).
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