Svenska Spel stärkt das Management: Katarina Borstedt wird Personalchefin

Svenska Spel, der staatliche schwedische Glücksspielanbieter, beruft Katarina Borstedt zur neuen 'Chief People and Culture Officer' ab September 2026. Ihre Expertise soll nachhaltiges Wachstum und Unternehmenskultur stärken, nachdem das Unternehmen im ersten Quartal 2026 einen Umsatzanstieg von 2 Prozent verzeichnete.
Svenska Spel, der staatliche schwedische Glücksspielbetreiber, verstärkt seine Führungsebene. Katarina Borstedt wurde zur neuen 'Chief People and Culture Officer' ernannt. Ihre Position, die sie ab September 2026 antreten wird, ist strategisch wichtig für die Personal- und Organisationsentwicklung des Unternehmens. Sie wird direkt an Anna Johnson, die Vorstandsvorsitzende, berichten.
Borstedt bringt umfassende Erfahrung aus verschiedenen Branchen mit. Sie soll die Organisation, Führung und Arbeitsmethoden bei Svenska Spel weiterentwickeln. Dies unterstreicht die Bedeutung, die Svenska Spel der menschlichen Komponente und Unternehmenskultur beimisst.
Zahlen und Fakten
Katarina Borstedt wechselt von Munters zu Svenska Spel, wo sie seit Februar letzten Jahres als Vice-President of People and Culture tätig war. Zuvor war sie zwei Jahre lang als Chief People and Culture Officer bei Proxify und vier Monate als Vice-President of People and Performance bei Instabox beschäftigt. Sie verbrachte auch fast vier Jahre bei Northvolt als Director of Growth und über ein Jahr bei Ahlstrom als Vice-President of Talent and Development. Ihre frühe Karriere begann bei Deloitte als Senior Consultant.
Ihre vielfältige Laufbahn in Unternehmen mit unterschiedlichen Eigentumsmodellen und Wachstumsprofilen verleiht Svenska Spel eine Führungskraft mit reicher Erfahrung in den Bereichen Veränderungsmanagement, Expansion und Organisationsentwicklung. Das Unternehmen verzeichnete im ersten Quartal 2026 eine Steigerung des Netto-Spielumsatzes (Net Gaming Revenue) um 2 Prozent auf 1,9 Milliarden SEK, verglichen mit dem Vorjahr. Dieser Zuwachs wurde durch Verbesserungen in allen Geschäftsfeldern erzielt.
Anna Johnson, die Vorstandsvorsitzende von Svenska Spel, äußerte sich positiv zu der Ernennung:
„Sie hat breite Erfahrung in der Führung von HR- und Organisationsfragen in Unternehmen, die sich im Wandel befinden und auf Wachstum setzen. Diese Expertise wird für uns wichtig sein, während wir Svenska Spel mit Fokus auf nachhaltiges Wachstum, Kundenzufriedenheit und Unternehmenskultur weiterentwickeln.“ - Anna Johnson, Vorstandsvorsitzende von Svenska Spel
Auch Katarina Borstedt freut sich auf ihre neue Aufgabe. Sie möchte ihre Kenntnisse in der Entwicklung von Organisationen, Führung und Arbeitsmethoden in Wachstums- und Veränderungsprozessen einbringen. Joakim Karlsson, der seit Oktober 2025 als stellvertretender Chief People and Culture Officer fungierte, wird in seine Rolle als Head of Talent Acquisition and Tech zurückkehren.
Hintergrund
Die Ernennung von Borstedt ist Teil einer umfassenderen Neuausrichtung bei Svenska Spel. Das Unternehmen hat in den letzten Jahren mehrere wichtige Personalentscheidungen getroffen. Schon im Oktober 2023 kündigte Patrik Hofbauer, der damalige CEO, seinen Weggang an. Daraufhin wurde Erik Strand interimistischer CEO, bis Anna Johnson, die zuvor CEO von Grant Thornton Schweden war, im Frühjahr 2024 die Führung übernahm. Johnson wurde für ihre Fähigkeit zur Teamarbeit und ihren Fokus auf profitables Wachstum gelobt.
Im Jahr 2023 verzeichnete Svenska Spel einen leicht rückläufigen Umsatz von 8,03 Milliarden SEK. Während die Bereiche Lotterie und Sport & Casino zulegten, gab es Rückgänge bei Casino Cosmopol und Vegas. Dies führte zu einem Rückgang des Nettogewinns um 2,7 Prozent auf 1,94 Milliarden SEK.
Schweden hat sein Glücksspielwesen im Januar 2019 neu reguliert. Die schwedische Glücksspielbehörde Spelinspektionen steht zunehmend im Fokus. Eine Prüfung durch das Nationale Rechnungsprüfungsamt soll klären, wie effektiv die Aufsicht ist. Dies ist besonders relevant, da der Besucherverkehr auf unlizenzierten Glücksspiel-Websites seit 2019 um das Zehnfache gestiegen sein soll. Die Kanalisierungsrate für reguliertes Online-Glücksspiel lag im dritten Quartal 2023 nur zwischen 70 und 82 Prozent.
Was heißt das für deutsche Spieler?
Die Entwicklungen bei Svenska Spel zeigen, wie ernst regulierte Glücksspielanbieter das Thema Personal- und Organisationsentwicklung nehmen, selbst in einem stabilen Marktumfeld. Für deutsche Spieler sind diese Veränderungen bei Svenska Spel zwar nicht direkt relevant, da das Unternehmen seine Dienste nicht in Deutschland anbietet. Dennoch lässt sich ein Trend ablesen: Auch im Glücksspielsektor steigen die Anforderungen an professionelles Management und eine starke Unternehmenskultur.
In Deutschland regelt der Glücksspielstaatsvertrag 2021 (GlüStV 2021) den Online-Glücksspielmarkt. Spieler können legal nur bei Anbietern spielen, die von der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL) lizenziert sind. Diese Anbieter sind auf der sogenannten Whitelist der GGL zu finden. Der deutsche Markt unterliegt strengen Auflagen, die den Spielerschutz gewährleisten sollen. Dazu gehören ein Einsatzlimit von einem Euro pro Spin bei Online-Spielautomaten und ein monatliches Einzahlungslimit von 1.000 Euro, das über das zentrale Überwachungssystem LUGAS kontrolliert wird. Für deutsche Spieler ist es entscheidend, ausschließlich auf GGL-lizenzierte Seiten zurückzugreifen, um rechtliche Sicherheit und Spieler-Schutzmaßnahmen zu garantieren.
Was das für GGL-Casinos heißt
Für GGL-lizenzierte Casinos in Deutschland bedeutet die Notwendigkeit, eine starke Führung und Unternehmenskultur zu etablieren, ebenfalls viel. Der deutsche Markt ist stark reguliert und erfordert ein hohes Maß an Compliance und Verantwortung. Eine gut aufgestellte Personalabteilung kann helfen, Mitarbeiter zu schulen, die strengen Regeln des GlüStV 2021 einzuhalten und einen verantwortungsvollen Umgang mit Glücksspiel zu fördern. Dies schließt den korrekten Umgang mit LUGAS, die Einhaltung der Einzahlungslimits und den Spielerschutz ein. Solche Personal-Entwicklungen sind entscheidend, um den Marktanforderungen gerecht zu werden und das Vertrauen der Spieler zu gewinnen. Sie dienen letztlich der Stabilität und dem nachhaltigen Wachstum im regulierten deutschen Markt.
Quellen & weiterführende Links
- Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder (GGL): gluecksspiel-behoerde.de
- Whitelist erlaubter Online-Anbieter: GGL-Whitelist
- BZgA Spielsucht-Hotline: 0800 1 372 700 (kostenlos, anonym, 24/7)
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